Schamhaar

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Formschöner, orthopädischer Gürtel zur Zurückhaltung von Schamhaar, ein sogenannter Keuschhaargürtel

Der Begriff Schamhaar ist ein höchst umstrittener Terminus, was seinen Grund in verschiedenen Betrachtungsweisen hat. Dabei stehen sich modische, philosophische und biologische Aspekte teilweise im Wege.

Modische Aspekte

So lange es Mode gibt, so lange beruht sie auf einem Schaffensprozess und stellt eine Art Grenze oder Zone dar, einerseits nur rudimentär an bisher natürlich und/oder rudimentär Gewachsenem basierend und auf der anderen Seite mehr oder weniger bisher Ungesehenes deklarierend oder Althergebrachtes geschickt kaschierend, es also auch bei messerscharfer Beobachtungsgabe es nur schwer fällt, Übergangsformen zu erkennen.

Philosophische Fragen

Philosophisch betrachtet, ist die Diskussion um das Schamhaar mit nicht nur allen Problemen nihilistischer Art, wie etwa dem Huhn-Ei-Problem behaftet: Was war wie zuerst da, bevor die Existenz einer Wirklichkeit physisch verneint wurde bzw. es nicht mehr da war? Beschreitet man mit der Rasur den Weg zu einer abrupten Radikalisierung einer Midlifecrisis, zu einer Rückentwicklung zum Kindchen-Schema, um sich neu in der Gesellschaft postieren zu können?

Lässt sich gar in der Etymologie eine Personifizierung des Schamhaars als eine zur Verneinung tendierende Existenz durch Selbstablehnung feststellen, als Haar gewordenes Symptom des sich Versteckens, der Selbstkritik hinter vorgehaltener Hand?

Biologische Aspekte

Biologisch gesehen, gibt es verschiedene Determinanten, wie Haar zu Schamhaar wird:

Der Ort

Der Bereich um die Geschlechtsorgane wird von Natur aus durch Schamhaar geschützt und dies nicht nur aus hygienischen Aspekten. Das Haar schützt generell vor Erkaltung bedrohte Extremitäten. So wurden während der Eiszeiten besonders dichte Schambehaarungen ausgebildet, die auch im hohen Alter bei mangelnden intimen Beschäftigungen halfen und eine Degeneration verhinderten, was heute noch erklärt, dass Geschlechtsorgane weitaus weniger altern, als übrige unbehaarte Regionen des menschlichen Körpers.

Die Art

Die Beschaffenheit spielt eine wesentliche Rolle bei der Bestimmung, ob es sich um Schamhaar handelt. Während in der klassischen Biologie vor allem der Bereich um Penis oder Scheide als schambehaart gilt, zeigen psychosomatische Feldversuche, dass auch andere, vor allem schlecht gepflegte und auch oft durch Körperflüssigkeiten kontaminierte Bereiche, wie Achselbehaarung oder untypische Behaarungen, wie Frauenrückenhaar oder unvorteilhafte Frisuren, die vom Träger nicht mehr so leicht rückgängig gemacht werden können, als Schambehaarung bzw. schamhafte Behaarung gelten.

Die Farbe

Obgleich anderweitige Bestrebungen beobachtet bzw. nicht beobachtet werden können, ist die Farbe des Schamhaars in der Regel auch die Farbe des Haupthaars des Trägers. Damit ist nicht gemeint, dass generell alle Haare die Farbe grau haben und nur Opfer von Pigmenten sind, sondern dass gerade auch polizeiliche Ermittler der Schambehaarung bei Untersuchungen eine wesentlich größere Wertigkeit zumessen, als einem ganzen Büschel möglicherweise gefärbter Haupthaare: man sucht gewissermaßen das Schamhaar im Haarhaufen.