Rostschutzmittel

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Ein sogenanntes Rostschutzmittel ist ein Stoff oder Stoffgemisch, das Rost jeder Art vor unbefugtem Entfernen schützen soll. Es ist nicht zu verwechseln mit Frostschutzmitteln, die logischerweise vor Frost schützen sollen.

Zusammensetzung

Ein Rostschutzmittel kann eine Flüssigkeit sein, welche wiederum eine Lösung oder ein Problem sein kann oder eine Schutzgasatmosphäre.

Im Falle einer Flüssigkeit wird meist ein Oxidationsmittel verwendet. Häufig in Gebrauch sind Salpetersäure (20-70 %ige), Wasserstoffperoxid oder Osmiumtetroxid. In seltenen Fällen werden auch Mischungen dieser verwendet. Wenn der Rost mit Schutzgas konserviert werden soll, wird von Experten und Herstellern meist Chlorgas oder Schwefeloxide empfohlen. Für Laien gilt hier die allgemein gültige Faustregel: Wenns in der Lunge brennt, ist es richtig.

Anwendung

Hat man eine rostige Stelle an seinem Kraftfahrzeug oder z.B. an seiner überlebensgroßen Bronze-Statue des eigenen Konterfeis festgestellt, so will man diese natürlich für die Nachwelt erhalten. Das in einem 10 Liter Gebinde befindliche Rostschutzmittel wird mit einem Pinsel auf den Rostfleck aufgetragen. Für größere Flächen, also eine gröbere Verteilung kann man auch Sprühflaschen kaufen. Ist der Pinsel zu grob, kann man auch die Finger verwenden.

Vorsicht: Rostschutz nur mit Handschuhen durchführen! Das Mittel ist richtig aufgetragen worden, wenn die Roststelle und das umliegende Material anfangen zu zischen. Es kann vorkommen, dass das Mittel schon unter den Lack kriecht. Um sicher zu gehen sollten Sie aber die Behandlung im Abstand von einer Woche zwei mal wiederholen.

Wenn sie die Packungsbeilage des Herstellers beachtet haben, sollten Sie nun einen Rostfleck besitzen der für eine wesentlich längere Zeit konserviert ist als ohne Rostschutzmittel. Auch neidische Nachbarn und Diebe, die es auf ihren Rost abgesehen haben, werden Ihren Besitz unberührt lassen müssen, außer sie wollen sich ihre Langfinger mit der ätzenden, schmierigen Säure einschleimen.

Die Anwendung von Schutzgas an rostigen Teilen ist etwas aufwändiger. Es wird eine Gaskammer empfohlen wie sie im Dritten Reich zu finden war. Da es nur noch wenige Exemplare davon gibt, können Laien auch ihre Keller oder ihre Garage zu einer Gaskammer umbauen. Eine Spezialfirma liefert das nötige Rostschutzgas in 100 bar Druckflaschen frei Haus. Das rostige Auto wird in die Garage gefahren, das rostige Silberbesteck wird mit anderem vermeintlichem Schrott in den Keller gestellt und der Gashahn aufgedreht. Statt dem üblichen Chlorgas kann man natürlich auch einen Sprühnebel aus Eisessig verwenden.

Achtung: Hunde, Katzen und Goldfische müssen draußen bleiben! Die Gasbehandlung tut Ihrem Rost so gut wie 100 Jahre saurer Regen.

Kritik

Umweltschutzbehörden und Baumschmuser haben vor nicht allzulanger Zeit ihre Meinung zu diesen Methoden der Rostbehandlung kundgetan. Dabei legten sie offen, dass die Behandlung nicht nur den Rost beeinflusst, sondern auch das Metall auf dem dieser sich befindet. Die Umweltschutzbehörden sind gerade dabei Forderungen für eine Gleichberechtigung des Metalls zu formulieren. Es gibt Gerüchte darüber, dass Greenpeace sogar ein Metallschutzmittel entwickelt haben soll, damit die Forderungen erfüllt werden könnten.