Rasenmäherherr

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Rasenmäherherr ist eine Weiterentwicklung von Rasenmäherher oder von Rasenmäherhinundher. Das Ganze kann aber nur philosophisch betrachtet und erklärt werden und enthält viele völkerkundliche Aspekte und ist somit für Nichtakademiker schwer verständlich.

Friedrich-Wilhelm der Preuße ernennt den ersten Rasenmäherherrn (nicht im Bild) und überreicht die Insignien der Macht.

Entstehung

Vor ungefähr dreihundert Jahren, genauer gesagt anno domini 1713, entstand der erste Rasen. Auch ungebildete RTL 2-Zuschauer werden nachvollziehen können, dass der Rasenmäherherr erst danach, oder im besten Falle kurz vor diesem Datum, entstanden sein kann.
Ein Rasen ist eine Wiese, die auf Teppich getrimmt wurde. Teppiche und Wiesen kannte man bereits im frühen 18. Jahrhundert. Wie aber kam es zu dieser Kreuzung? Leicht erklärt sei Folgendes: Friedrich Wilhelm der Erste von Preußen übernahm 1713 die Macht. Aber er hatte vergessen, rechtzeitig einen passenden Bodenbelag für sein Krönungszimmer zu bestellen. Also ließ er eine Wiese raspelkurz schneiden und legte sie als Rollrasen in seinem Palast aus. Nun aber war es noch einige Tage hin bis zur Krönung und Friedrich Wilhelm hatte es nicht so mit dem Lüften. In dem Palast herrschte somit ein feuchtstickiges Klima, das dem Rasenwachstum gut bekam. Kurz vor der Krönung musste wegen des hochgewachsenen Krönungsrasens etwas geschehen und Friedrich Wilhelm hatte natürlich keine Zeit, denn er musste Krone aufprobieren und Rede auswendig lernen und so weiter. Also erfand er kurzerhand die moderne Management-Technik mit ihrem rechten Standbein Delegation!

Der Adelstitel

Friedrich Wilhelm der Erste wäre nicht Preußenkönig gewesen, wenn ihm nicht bekannt gewesen wäre, dass zu jeder Delegation ein Anreiz gehört. Nachdem er ein Exempel statuiert und aus dem ersten sich weigernden Delegenten einen Deliquenten gemacht hatte (ich sagte doch: für Nichtakademiker schwer verständlich!), rieten ihm seine Berater zu positiven Anreizen, die aber nix kosten durften. Schnell war ein Adelstitel erdacht: Rasenmäherherr. Der Titel war noch unterhalb des Herzogs angesiedelt. Der Rasenmäherherr wurde aus diesem Grunde auch Volksadliger genannt.

Der erste Rasenmäherherr und der zweite aus einer unrühmlichen Zeit

Kurz vor der Krönung ernannte FW (= Friedrich Wilhelm der Erste zu Preußen) einen weiteren armen Tropf zum Mäherherrn. Sein Name tut nichts zur Sache, denn sein Wirken war kurz. Aufgrund schlechter Mähergebnisse führte FW kurzerhand wieder negative Anreize ein. So kam es, dass der Titel Jahrzehnte lang in Vergessenheit geriet. Erst als der Nachfolger der Preußenkönigs, Adolf Dingens seine Ermächtigungsgesetze in ein verblendetes Reich setzte, wurde ein gutlautender Titel für die Vorsteher von rüstungsdienlichen Industriezweigen gesucht. Der volksadlige Rasenmäherherr kam dem kleinen Adolf gerade recht. Der treue SS-Scherge Bodo Laffernez (gleichzeitig Namensgeber für Adolfs Schäferhund) wurde dann mit dem Titel „Volksadliger Rassenmäherherr“ ausgezeichnet.

Volkswagenmäherherrn

Bodo Laffrenz war maßgeblich an der Gründung der Volkswagen AG beteiligt. Durch einen Fauxpas, der sehr lustig war aber hier nichts zur Sache tut, bekam auch ein Erfolgsmodell des Hauses VW einen Namen, der vom "Volksadligen Rasenmäherherrn" entlehnt wurde: Der Volkswagen Käfer. So ist (selbst nach der Anglizierung) der dunkle Schatten der Vergangeheit stets präsent.

Rasenmäherherren der Jetztzeit

Es ist nur allzu verständlich, dass der Titel nicht mehr vergeben wird, denn Volkswagen hat sich die Rechte sichern lassen. Dennoch fühlt sich so mancher deutsche Mäher-Bediener wie ein überlegenes Wesen, das eine schwere, hochkomplexe und brandgefährliche Maschine führt. In Anbetracht der rotierenden Klingen und deren Anwendungserfolg auf Grashalme, Schnecke und Grasfrösche, schwelgen diese Bediener oft in einem Nimbus der Macht. Verständlich, dass heimlich von devoten Ehefrauen abgeschnittene Streifen von Unterhosengummibändern auf die Schultern von Schlafanzügen genäht werden und nach dem Verdunkeln der Beleuchtung ein ehrfürchtig leises: „Mein Rasenmäherherr“ aus deutschen Schlafstuben zu vernehmen ist.

Moral

Folgendes sollte nach dem Studium dieses Artikels klar sein:
1. Es kann nicht schaden, wenn sich Golf- und Passatfahrer an die nazifizierte Vergangenheit ihres Automobilherstellers erinnern.
2. Wenn Sie, lieber Stupident, Ihren Rasen mähen, dann führen Sie sich bitte nicht wie ein „Herr“ auf, sondern mähen Sie in Demut. Denn der Rasenmäherherr ist einer kranken Idee entsprungen und war nie sonderlich erfolgreich. Identifizieren Sie sich bitte nicht damit. Sollte der psychologische Druck beim Gebrauch des Mähers aber so hoch werden, dass Sie in Versuchung kommen sich wie ein Herr zu fühlen: lassen Sie ihre Frau mähen!