Progressive Rock

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Achtung - Insidergefahr!

Der folgende Text behandelt ein Thema, das vielen Menschen - zurecht - unbekannt ist. Er hat daher ein hohes Insiderrisiko. Wir empfehlen die parallele Lektüre des entsprechenden Wikipediaartikels, da dieser dieselbe Struktur hat. Eingeweihte sind davon ausgenommen und werden hoffentlich auch so gut unterhalten!
Die Autoren

Progressive Rock
stilistische Ursprünge: Psycho-Rock, Techno, Klassische Musik, Punk, Hip-Hop
Kultureller Ursprung: 1968 Holland
Typische Instrumente: Komisches unbekanntes ZupfinstrumentAkustisches komisches unbekanntes Zupfinstrument3 Tonnen schweres TasteninstrumentHammondorgel – Mücke-SynthesizerSchweres MordinstrumentBasspedalTrommelnArschgeigen – andere Instrumente, die irgendwelche Töne von sich geben
verwandte Themen
Psychosen – fiktiv – Punk – 1960er – 1970er - Rhythmusstörungen

Der Progressive Rock (kurz: P-Rock oder in vereinfachter Rechtschreibung Prog) ist ein vor allem aus Holland und Liechtenstein stammendes Musikgenre, das in den späten Sechzigern entstand und seine Höchstform in den frühen Siebzigern hatte, jedoch in den Folgejahren in der Flut hirnloser Popo-Musik fast unterging. Die Musiker der entsprechenden Bands sind alle psychisch gestört und total abgehoben (bis auf No natürlich), daher hört heute auch fast niemand mehr Prog.

Geschichte

Die Geschichte des Progs lässt sich in vier zeitliche Abschnitte einteilen, wobei der erste vor dem letzten kam (über die richtige Reihenfolge der mittleren beiden wird der Leser im Unwissen gelassen)

Die Wurzeln

Der Krautrock - eine typisch deutsche Erscheinung

Die Wurzeln dieses Genres legten Musiker, denen das genaue Spielen der hochkomplexen 60er-Beat-Songs zu kompliziert war, weshalb sie mit allen möglichen Kräutern experimentierten. Bei dieser oftmals als Drogenmusik verkannten Musikrichtung wurde sogar auf Kräutern gespielt. Daher bezeichnet man diese Form des Rocks auch als Krautrock, was erklärt, wieso der Krautrock als „Wurzel“ des Progs bezeichnet wird.
Zu dieser einen Wurzel kommt noch eine zweite hinzu. Diese ist höchstwahrscheinlich das Auftreten außerirdischer Lebensformen in einigen Bands - genau kann das jedoch noch niemand sagen.

Die klassische Phase

Die klassische Phase des Prog stellt die nicht existente Idealform des Prog dar, die sich Neo- und Retro-Prog-Bands ausgedacht haben. Denn in den Siebzigern wäre garantiert niemand darauf gekommen, von einem Buch zu singen, das erst 2010 geschrieben sein worden werden sein wird. Da Steve Wilson von der Neo-Prog-Band Porcupine Tree jedoch in die Zukunft schauen kann, weiß er von dem berühmten Fantasy-Autor, der übrigens in zwei Wochen geboren wird, und hat so einfach das Gerücht in die Welt gesetzt, in der klassischen Phase hätte man über Tolkien gesungen.

Tatsächlich bestand die klassische Phase aus Bands, die mit 5 Kubikmeter einnehmenden Keyboard-Bollwerken Klassik nachspielten. Bands wie ELP machten also weniger Progressive als Regressive Rock (kurz: "Reg"), was im Grunde auch heute die korrekte Genrebezeichnung für zahlreiche Neo-Progbands ist.

Wichtige Bands der klassischen Phase:

Ende der klassischen Phase

Die meisten Reg-Bands gingen pleite, da die handlichen Tasteninstrumente (Mellotron) täglich entweder mit neuen Aufnahmen der Töne bestückt werden mussten oder sie während der Konzerte explodierten. Auch viele andere Instrumente verließen in der Mitte der Siebziger die Bands, so auch Jon Anderson von No.

Wichtige Bands des Endes der klassischen Phase:

Neo-Prog

Der Neo-Prog (Lat. für „Nicht-Prog“) ist eine Musikrichtung, die in den 80ern nach dem Vorbild der klassischen Progs entstand und zum Glück auch nur in dieser Zeit (in der Öffentlichkeit) existierte. Merkmal ist, dass die Bands Progressive Rock machten, der kein Stück mit Prog zu tun hatte. Ein Beispiel ist Marillion: Sie kopierten Genesis und entfernten die progressiven Elemente. Was übrig bleibt, lässt sich mit dem Lied "Kayleigh" sehr gut zusammenfassen.

Das wichtigste Merkmal des Neo-Progs war es, Musik so kommerziell wie möglich zu halten und sie dabei wie Prog wirken zu lassen. Deshalb sangen sie über Tolkiens Herr der Ringe, nachdem Steve Wilson das folgenschwere Gerücht in die Welt gesetzt hatte.
Wichtige Vertreter des Neo-Prog

  • Marillion
  • Modern Talking (immer noch!)
  • Nena (oder so...)
  • Rush (Prog mit Dosenbier als spiritueller Quelle)
  • Porcupine Tree (Neoprog + 20 andere Stile, kommerzgeil)
  • Häus där Ängel (Opeth|verwirrte Kinder aus Schweden)
  • Digga Digga Digga Zug (Klone von Genesis)

Progressive Rock heute

Progressive Trance: Komplexe Rhythmen gepaart mit noch komplexeren Harmonien...

Natürlich wurde auch Progressive Rock von der Techn(o)isierung überrollt. Das Resultat heißt „Progressive Trance/House“. Das Merkmal des Progressive Trance sind noch komplexere Harmonien in noch komplexeren Rhythmen (siehe Grafik) und noch anspruchsvollere Texte. Oft wird aber auch die alte Prog-Tradition, instrumentale Musik zu machen, beibehalten (solange man in Trance überhaupt noch Instrumente heraushört).

Viele Texte sind in eigens erfundenen Sprachen geschrieben („Utz utz utz“' und Ähnliches), was hier einen großen Teil des progressiven Elements ausmacht. Leider ist der Progressive Rock heute nicht mehr besonders erfolgreich, da angeblich auch Tokio Hotel Prog macht...

Wichtige Vertreter des Progs heute

Eigenschaften des Progressive Rock

Der Progressive Rock erweitert die populäre Rockmusik um Einflüsse aus der klassischen Musik, dem Punk und der Weltmusik sowie um sinnfreie, aber hochintellektuell erscheinende textliche und konzeptionelle Dimensionen. Hier sind die wichtigsten und stilprägendsten Eigenschaften des Prog aufgezählt und erläutert.

Musikalische Komplexität. Die Künstler des Prog fanden es langweilig, immer mit der Grundtonart E oder G zu spielen und wählten stattdessen lieber B-Moll. Dies stellte bereits eine total progressive Neuerung in der Rockmusik dar, da die meisten Gitarristen vorher zu faul waren, mit mehr als drei Fingern ihre Akkorde zu greifen. Daher ist auch zu erklären, dass die Progressive-Rock-Musiker fälschlicherweise als besonders talentiert bezeichnet wurden und Mut zu Neuem haben. Das traf leider nicht auf die Schlagzeuger zu, die von der neuen Tonart dermaßen verwirrt waren, dass sie regelmäßig unregelmäßig aus dem Takt kamen. Ihr von mangelndem Rhythmusgefühl geprägtes Spiel mit den vielen Taktwechseln erscheint an sich schon komplex. Spielt nun der Rest der Band im normalen Takt weiter, erhöht das zusätzlich die Komplexität des Zusammenspiels; dies gilt als besonders schwierig zu spielende Polyrhythmik (Lat. für: „unkoordiniertes Zusammenspiel einer Band“).
Im Prinzip kann also jeder Prog machen; da viele Musiker aber auch Geld verdienen wollen, üben sie lieber konsequent, um dann souverän im abwechslungsreichem 4/4-Takt zu spielen, und bleiben somit jeglichem progressiven Gefilde fern.

Lange Kompositionen. Jeder Song unter 5 Minuten gilt als Müll, unter 10 Minuten sind gerade noch akzeptabel - aber je länger, desto besser. Ein guter Progsong sollte mindestens 42 Minuten lang sein. Diese Anforderung erwies sich für die Vertreter des klassischen Progs dummerweise als nicht erfüllbar - ließen sich doch auf einer Seite einer Langspielplatte nur etwas mehr als 20 Minuten zusammenhängend unterbringen. Oftmals sind die Stücke „in mehrere Teile geteilt“, um den Eindrück eines vielschichtigen, aber dennoch zusammenhängenden Werkes zu erwecken. Den meisten Leuten fällt nicht auf, dass dabei einfach Lieder aneinandergereiht werden.

Konzeptalben. Jedes Progressive-Rock-Album sollte ein Konzept haben. Am besten eignen sich Geschichten von Einsamkeit, Tod und anderen glücklichen Ereignissen oder aber irgendwelchen Tolkien-Gespinste, die keinen interessieren. Eigentlich ist die Geschichte an sich völlig egal - Hauptsache der Titel klingt gut. So hatte das Album „The Lamb Lies Down On Broadway der Band Genesis zwar ein Konzept, aber überhaupt keinen Zusammenhang (auch wenn Musikwissenschaftler immer wieder versuchen, etwas Derartiges hineinzuintepretieren). Insider wissen, dass das gesamte Album nur aus aneinandergereihten Träumen von Peter Gabriel besteht, der bekanntlich unter Schlafstörungen litt.

Der Keyboarder ist erst drei Wochen dabei...

Ausgeprägte Benutzung elektronischer Instrumente. Erstmals wurden in der Rockmusik elektronisch verzerrte Gitarren verwendet. Außerdem waren die Keyboarder der meisten Prog-Rock-Kapellen begeisterte Sammler. Es ist durchaus verständlich, wenn sich Musiker möglichste viele Instrumente anschaffen - aber sie alle gleichzeitig auf der Bühne um sich zu scharen, mutet manchmal etwas seltsam an. In Deutschland wurde die Anzahl der elektronischen Tasteninstrumente auf 54 1/2 pro Musiker beschränkt, nachdem der Yes-Keyboarder Richard Wachmann bei einem Konzert zusammengebrochen war und die Sanitäter dreieinhalb Stunden brauchten, um ihn zu finden.

„Exotische Instrumente“. Selbstgebaute Instrumente (aus Forken bespielsweise) gehören im Prog zur Selbstverständlichkeit. Manche Bands verwenden sogar die bis kürzlich völlig unbekannten E-Bässe; dies ist zwar nicht die Regel, gehört allerdings zum guten Ton. Sehr beliebt sind auch Didgeridoos (verkrüppelte Alphornimitate aus Australien), die alternativ durch schlecht eingestellte Synthesizer imitiert werden können.

Lange Instrumentalteile. Jeder Progsong bietet ausreichend Platz zum Angeben. Die Musiker nutzen diesen ausgiebig und demonstrieren manchmal stundenlang, wie toll sie ihre Instrumente beherrschen. Aus irgendeinem Grund kam das in den Siebzigern gut an - wahrscheinlich, weil man da noch nicht im Studio schummeln konnte. Unter „lange Instrumentalteile“ versteht man nicht nur das rasantschnelle Tonleiterüben, sondern auch ruhigere Passagen. In vielen Progsongs besteht das Intro aus drei Minuten andauerndem Windgeheule oder Vogelzwitschern (berühmt für derartigen Scheiß ist zum Beispiel Pink Floyd). Im Kontrast dazu darf dann in den restlichen 39 Minuten gefrickelt werden, was das Zeug (aus)hält (dies gilt nicht für Pink Floyd) und oft kommt es zum Streit, wer mehr Takte Solo hat. Im Progbereich gibt es sogar die sonst sehr seltenen Gesangsoli.

Gute Koordination und Eigenständigkeit der Rhythmusgruppe sollte beim Progressive Rock nicht herrschen, da sonst die berühmten Taktwechsel verloren gehen. Richtiger wäre hier: Schlechte Koordination aber trotzdem Eigenständigkeit der „Was bitte??“.

Einbindung anderer Musikstile. Rap, Techno und Pop werden bevorzugt, Dance ist außerdem eine bedeutende Musikrichtung, von der viele Prog-Bands ihre komplizierten Rhythmen abgekupfert haben. Außerdem klauen viele Interpreten aus der Klassik, um sich auch dann genial zu fühlen, wenn sie gerade keinen Bock auf ein Solo haben oder schlicht nicht dazu fähig sind. Manche Progsongs klingen abschnittsweise verdächtig nach Jazz; dies ist jedoch niemals ein gezielt eingesetztes Stilmittel, sondern Folge der üblichen Koordinationsprobleme.

Anspruchsvolle Texte. Inmitten des instrumentalen Durcheinanders gibt es immer wieder Passagen, in denen der Sänger oder - sehr viel seltener - die Sängerin versucht, auf sich aufmerksam zu machen. Dem komplexen Gegeneinanderspiel der Instrumente lässt sich nur mit komplizierten Texten begegnen. Erreicht wird der dazu notwendige Geisteszustand häufig durch Konsumieren eines holländischen Exportschlagers oder durch stundenlanges Starren auf rotierende Spiralen. Mithilfe dieser Methode versuchen die Texter, über alltägliche Themen wie die übliche gesellschaftliche Kritik hinauszukommen. Ein Beispiel für einen Text jenseits der handelsüblichen Banalität ist King Crimsons „Sex Sleep Eat Drink Dream“. Dieser wurde allerdings nachweislich bei klarem Verstand geschrieben, weshalb man nicht so genau hinhören sollte.

Supergroups. Die Existenz sogenannter Supergroups bestätigt die Hochnäsigkeit und Intoleranz von Progressive-Rock-Interpreten gegenüber anderen Gruppen jenseits ihres Genres. Als Supergroups bezeichnet man Bands, die sich aus vertriebenen Mitgliedern anderer Gruppen zusammensetzen. Besonders eingebildete Supergroups sind zum Beispiel UK und Transatlantic, die sich so lange als „Supergroups“ feierten, bis sie auch von anderen so genannt wurden.

Bedeutung visueller Künste. Zahlreiche Prog-Rocker legen nicht nur Wert auf Klang, sondern auch auf Optik. Es galt zum Beispiel als ausgesprochen progressiv, wenn sich Peter Gabriel als Blume oder als Kondom verkleidete. Dies unterstützt die sonst schwer verständlichen Texte und sieht professionell nach Musical aus. Besonders kreative Musiker verkleiden sich als Monster oder Außerirdischer, die meisten haben jedoch eine solche Verkleidung gar nicht nötig.
Der Hang zur visuellen Kunst schlägt sich auch in den Covers der Alben nieder, zu deren Gestaltung extra unbekannte Künstler angeheuert werden. In besonderen Fällen lässt man für ein Cover auch schon mal Plastikschweine mit 15 Metern Durchmesser über ein Kraftwerk fliegen, um das zu fotografieren und danach den Flugverkehr von London Heathrow lahmzulegen. Spezielle Lampen auf der Bühne sind ebenfalls sehr beliebt - vor allem, um die Keyboardburg stimmungsvoll auszuleuchten.

Spielarten des Progressive Rock

Der Progressive Rock wird meistens mit Instrumenten gespielt. Seltener sind A-Capella-Prog-Bands - jedoch sei jedem vor dem Hören solcher Musik abgeraten, da sie nachgewiesenermaßen nachhaltige psychische Störungen hervorrufen kann. Prog kann man langsam oder schnell spielen, Hauptsache ein schnelles Solo ist dabei.

Forschungen zum Progressive Rock

Einige Wissenschaftler ohne Hobbys haben sich dem Hobby verschrieben, den Progressive Rock zu untersuchen. Sie nennen sich „Musikwissenschaftler“, ziehen sich den ganzen Tag Prog-Scheiben rein und versuchen, alle geplanten Taktwechsel herauszuhören und sie mathematisch korrekt einzuordnen (z. B. als 6,7/23 Takt), bis sie zusammenbrechen und nur noch unregelmäßige Brummlaute von sich geben.
Die Arbeit dieser Leute ist trotzdem enorm wichtig, da sich die Fans dieser Musikrichtung unheimlich dafür interessieren, nach welchen Schema denn ihr „Lieblingswerk“ aufgebaut ist und welche klassischen Zitate es enthält. Die Forscher haben übrigens auch die tolle Liste der Merkmale herausgearbeitet, der sich der vorliegende Artikel bedient. Bei den durchaus riskanten Forschungsarbeiten sind fünf Menschen ertaubt und zwei gestorben.
Abseits dieser ungemein interessanten Wissenschaft veröffentlichen nun unbekannte bedeutende Künstler des Genres ihre stinklangweiligen Autobiographien (Richard Wachmann - „Mein erstes Keyboard“) und überschwemmen damit den Markt. Experten raten jedoch vom Kauf derartiger Werke ab, weil sie ihn berechtigterweise als Geldverschwendung ansehen.

Trivia

  • „Proggen“ als Verb bezeichnet jegliche Aktivität, die bei Progressiver Rockmusik ausgeführt wird oder damit verbunden ist, bzw. Aktivitäten / Handlungen, die nicht der Norm entsprechen. Sobald Gegenständen oder Riten bei progressiver Stimmung eine Bedeutung zukommt, werden diese als „proggy“ bezeichnet (Beispiel Krümel!). Pioniere des Proggens sind David Gilmour, Geddy Lee und Ex-Dirk Rosenberger. Das Problem an dieser Stelle ist, dass sobald etwas eine festgelegte Bedeutung hat, es per Definitionem nicht mehr als progressiv gilt.
  • Interessant ist, dass viele Prog-Musiker ganze Partituren mit dem Fuß spielen, weil sie mit den Händen anderweitig beschäftigt sind. Sogenannte Basspedale erlauben simultanes Gitarrenspiel (sagt Wikipedia - vorstellen, was damit gemeint ist, kann sich jedoch niemand). Mit Basspedalen lassen sich auch einzelne Töne fußgesteuert spielen; einige Musiker bauten die Pedaleinheiten aus Hammond- und anderen elektronischen Orgeln aus, um sie völlig unabhängig vom gerade gespielten Stück einsetzen zu können.

Literatur

  • Rick Wakeman - "Wie bau ich mein Mellotron zusammen?"
  • Dieter Bohlen - "Prog?! Tut das weh?"
  • Phil Collins - "Progressive Rock - I Can't Dance (to it)"

Weblinks

Deutschsprachige Weblinks

Englischsprachige Weblinks