Polnische Fluchente

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Piep, piep! Satellit!
Der nachstehende Text erweitert den Zusammenhang des Hauptartikels Polen.

Als höchst umstritten in der Welt der Wissenschaft gilt die Polnische Fluchente (Kaczka przeklinac polski). Einen Anspruch an diesem außergewöhnlichen Federvieh erheben sowohl Ornithologen, Sprachwissenschaftler sowie nationalistische Historiker. Auch wenn Polen noch nicht verloren scheint, so doch der Glaube der Polen an eine friedliche Einigung dieser tief zerstrittenen Forscher.

Verpiss dich Scheißdreck. Dieses Weibchen gehört zu den höflicheren ihrer Gattung.


Ornithologie

Der Lebensraum der Fluchente deckt sich mit der polnischen Staatsgrenze

Die Polnische Fluchente gehört wissenschaftlich zur Gruppe der Sing,- Sprech- und Schnarchenten (Anatidae intonali) und lebt angepasst an ein aquatisches Umfeld. So schützt ihr fettendes Gefieder vor Ertrinken und Kälte, die Zehen sind mit Schwimmhäuten versehen und ihre Fähigkeit, die Luft anzuhalten und trotzdem den Schnabel unter Wasser zu öffnen, erleichtert die Nahrungsaufnahme von kleineren Wasserpflanzen und –tieren. An Land bewegen sich diese Vögel, wie alle Entenarten, grazil und elegant, nur in der Luft wirken sie wegen ihrer stark verkümmerten Flügel etwas behäbig. Doch trotz dieses Nachteils überwinden Fluchenten große Distanzen und ziehen im Herbst in gewaltigen Schwärmen in weit entfernte Futtergründe. Besonderheit der Polnischen Fluchente ist, dass sie hierbei nicht die polnische Grenzen überfliegt und somit als endemischste Tierart Polens gilt.

Der breit auslaufende Schnabel besitzt bewegliche Lippen, die in Verbindung mit Zungen-, Gaumen- und Rachenmuskulatur in der Lage sind, eine menschliche Stimme zu imitieren. Eine andere Auffälligkeit ist das prächtig schillernde, bunte Federkleid des Erpels, während das Weibchen durch unscheinbare Braun- und Grautöne kaum wahrgenommen wird. Im Gegenzug verstehen sich die Weibchen eher darauf, sich mittels akustischer Entgleisungen in den Vordergrund zu drängen.

Polnische Fluchenten leben durchschnittlich neun Jahre und beginnen sofort nach dem Nestverlassen mit dem Sprechen. Sie sondern im Laufe ihres Lebens über 25 Millionen Worte ab, von denen 21 Mio. unter die Gürtellinie zielen. Das Paarungsverhalten erweist sich als schwierig, da die Erpel den andauernden Beleidigungen der Ausgesuchten meist nicht standhalten. Erst wenn die Männchen sich ein genügend dickes Gefieder zugelegt haben, sind die Weibchen bereit zur Paarung.

Linguistik

Nicht nur die Sprache der Fluchenten ist gefürchtet, auch ihre Start- und Landmanöver bergen Gefahren.

Ten przyjaciel, kto prawdę mówi. Unter Freunden macht man keine Komplimente. Dieser Leitsatz polnischer Lebenskultur prägt nicht nur das Miteinander der polnischen Bevölkerung, er ist auch maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich die Polnischen Fluchenten unter ihresgleichen nicht auf besonders hohem Niveau verständigen. Jedem Satz, jeder Frage und jeder Anordnung der Leitenten wird wenigstens ein Schimpfwort hinten angehängt. Selbst wenn kein Anlass zur Kommunikation besteht, flucht diese Entenart unentwegt oder bedient sich ungeniert der Fäkalsprache.

Noch ist nicht schlüssig geklärt, wie die Enten das Fluchen gelernt haben. Als sicher gilt allerdings, dass sie sich an die aktuelle Sprache anpassen und auch Begriffe der Jugendsprache aufschnappen. Eines der meistgenutzten Worte ist gówno (Scheißdreck), weil es sowohl als Substantiv, Verb und Adjektiv verwandt wird.

Die Enten fluchen während des Fliegens, an Land und auf dem Wasser. Selbst unter Wasser stellen sie ihre Beleidigungen nicht ein. Sie können nicht ahnen, dass die Fische sie nicht verstehen können.

Nationalvogel

Frühgeschichte

Rallen und Enten weisen große Gemeinsamkeiten auf. Beide sind gut zu Fuß, von ähnlichem Körperbau und in allen Elementen zu Hause. Während Pelikane, die bekannteste europäische Rallenart und Enten sich früher den Ostseelebensraum teilten, konnten sich die Enten als überlebensfähiger durchsetzen und die Pelikane verdrängen.

Dieses Art des dominanten Durchsetzungsvermögen beeindruckte die polnische Urbevölkerung, die sich seitdem dem Vogel sehr verbunden zeigte. Bereits in der Frühgeschichte Polens wurden die ersten Enten domestiziert und an die Menschen gewöhnt. Die enge Lebensgemeinschaft zwischen Ente und Mensch führte zur seelischen Angleichung, zu sexuellem Austausch und zur gegenseitigen Verständigung. Die polnische Sprache nahm seit der Domestizierung der Enten Laute dieses Vogels auf, genauso wie die Enten Worte der Polen ins Sprachrepertoire übernahmen. So erklärt sich einerseits das schwierig zu sprechende polski, was im Wesentlichen auf Zischlaute basiert und die Fähigkeit der Polnischen Fluchente, sich eine menschliche Sprache anzueignen.

Mittelalter

Der Katholizismus greift tief in die seelischen Wurzeln der Polen. Weder der Protestantismus noch andere moderne Glaubensformen konnten hier Fuß fassen. Die zur Überprüfung des wahren Glaubens notwenig gewordene Heilige Inquisition wurde auch in Polen praktiziert. Das schändlichste Zeitalter der Fluchenten begann.

Mit Beginn des 17. Jahrhunderts wurden Fluchenten als Berichterstatter im Dienste Gottes eingesetzt. Da sie vielfältig und praktisch in jedem polnischen Haushalt vorhanden waren, nahm niemand von ihnen Notiz. Eine ideale Voraussetzung für jedwede Spionagetätigkeit. Sklavisch ergeben (für Futter tun Enten heute noch alles!) berichteten sie den Inquisitoren von Auffälligkeiten. Später wurden sie selbst Teil der Inquisition, da sie als Beisitzer an den polnischen Tribunalen teilnahmen und sogar ein eigenes Stimmrecht erhielten.

Nachdem die Kirche sich davon abwandte, die Erde als Scheibe zu sehen, fiel auch die Inquisition in sich zusammen und stieß auf Ablehnung. Die Fluchenten wurden in Polen zu Sündenböcken deklariert und exkommuniziert. Da Enten über keinen Rechtsbeistand verfügten, konnten sie sich deswegen nicht beschweren und zogen laut fluchend aus den Kirchen. Dies ist der Beginn ihrer auffälligen Sprechweise. 1695 wurde im Danziger Enten-Almanach verfügt, dass Enten, solange sie in Polen leben, sich nur noch fluchend verständigen wollen.

Dieses Erbe wird bis heute von Generation zu Generation weitergegeben.

Neuzeit

Auch wenn sich die Art zu Sprechen nicht geändert hat, haben die Fluchenten spätestens seit Ende des 19. Jahrhunderts wieder Vertrauen zur polnischen Bevölkerung gefasst und üben heute meist beratende Tätigkeiten aus. So erstaunt es nicht, dass heutige Berufsredner, Politiker und Unternehmenssprecher beim Erklären ihrer Ziele für die Ohren des diplomatisch geschulten Korps mit unverschämter Härte vorgehen. Weitere Betätigungsfelder dieser Entenspezies sind Podiumsdiskussionen, Werbung und gelegentliche Synchronisationen beim TV Polska.


Wappentier

Als Wappentier der polnischen Nationalflagge erlangte die Ente Berühmtheit.

Polen sind nicht nur tief religiös, sie sind auch sehr stolz auf ihr Vaterland. Daher erklärt sich ihre Liebe und Verbundenheit zu ihrem Nationalvogel, der Polnischen Fluchente. Er eint das ansonsten zu Streitereien neigende polnische Volk und so erstaunt es nicht, dass diese tiefe Verehrung sich sowohl in der Nationalflagge als auch in vielen staatstragenden Symbolen und Wappen wiederfindet.

Die weitergehende Verehrung der Ente geht inzwischen so weit, dass sich der amtierende polnische Regierungschef nach einem berühmten Erpel nennt. Donald Tusk gilt wie sein Vorbild aus Entenhausen als uniformverliebt, jähzornig, aufbrausend und nennt seine Frau, Danuta Tusk, neuerdings Daisy.

Trotz seines unfehlbaren Charakters hat Tusk für die Ente viel erreicht. Er konnte auf parlamentarischer Ebene dafür sorgen, dass die Streitereien der Wissenschaftler um die Zuständigkeit der Polnischen Fluchente beendet wurde. Energisch setzte er durch, dass das National-Federvieh dem polnischen Regierungspräsidenten direkt unterstellt ist. Forscher und andere Gruppierungen, die sich die Ente ans Revers heften möchten, sind damit genauso zweitrangig wie unbedeutend. Der Präsident machte sich durch diese Maßnahme beliebt beim Volk, sodass seine Wiederwahl als gesichert gilt.

Dem europäischen Ausland sind diese Streitereien egal, da hier die Polnische Fluchente nur tiefgefroren bekannt ist und ausschließlich der Bereicherung des Speisplans dient. Die Polnische Fluchente steht in ewiger Konkurrenz zum berüchtigten Mitteleuropäischen Fünf-Finger-Faultier.