Politschwein

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Die Politschweine (porcus factiones) stellen eine domestizierte Form der heimischen Wildsau dar und bilden eine eigene Spezies mit diversen Unterarten, welche sich teils drastisch voneinander unterscheiden. Wie ihr Name bereits andeutet sind Politschweine gerade bei Vetretern verschiedener politischer Parteien als Haustiere beliebt, zumal sie passable Maskottchen abgeben. Sallop ausgedrückt stellen Politschweine das Pendant zu den Mitleid heischenden Hunden von Obdachlosen dar,obwohl die Schweine nicht auf den Gewinn von Almosen, sondern von Wählerstimmen ausgerichtet sind. Gebraten schmecken sie aber alle.

Entwicklung

Wie bereits erwähnt stammen die verschiedenen Politschweine allesamt von der gemeinen Wildsau ab. Wer zuerst auf die Idee gekommen ist, randalierende Wildschweine in Ratskammer und Parlamentsgebäude zu sperren, ist leider in Dunkel der Geschichte verschwunden. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die durchaus lautstarke Geräuschkulisse der Schweine meist von den anwesenden Parlamentariern übertönt wurden - letztere lagen dem weitläufigen Irrtum auf, dass ihrer Meinung automatisch richtiger wird, wenn man sie nur laut genug herausbrüllt und dabei rhythmisch auf das Rednerpult haut.
In jedem Fall fanden viele Berufsparlamentarier Freude daran,die schnell zutraulich werdenden Schweine zu liebkosen, ihnen Essen aus der Kantine mitzubringen (was später als Hauptursache für die Schweinepest identifiziert wurde) und ihnen auch sonst lieber den Bauch zu kraulen,als den langweiligen Gesetzesinitiativen und Abstimmungen Gehör zu schenken. Bereits ab dem spätem neunzehnten Jahrhundert waren die Schweine so nicht mehr aus dem politischem Alltag wegzudenken.

Der eigentliche Aufstieg der Tiere begann jedoch erst,als diverse Parteien ihre leidlich inkompetenten Abgeordneten aus Kostengründen in Frührente zu schicken und die offen gewordenen Stellen mit den Schweinen zu besetzen. Was folgte war ein halbes Jahrhundert sogenannter Wildsau-Politk (ca. von 1890-1945 ) die jeglicher menschlichen Vernunft offen ins Gesicht lachte und damit die Wahlbeteiligung auf unerkannte Höhen trieb.
Nachdem es während dieser Zeitspanne zu dem einem oder anderem Malheur kam, wurde die Besetzung von Parlamentsplätzen mit Wildschweinen jedoch alsbald verboten, obwohl einige Parteien angeblich auch heute noch zur Wildsaupolitik neigen und andere Parteien zur Sau machen bzw. erniedrigen.

Obwohl die Tiere somit aus den heiligen Hallen der Demokratie verbannt waren,ließen die inzwischen wiedereingesetzten Parlamentarier ihre liebgewonnenen Begleiter jedoch nicht zurück und adoptierten sie als sprichwörtliche Hausschweine.
Durch die jahrzentelange Zuwendung von Leuten mit sehr ungewöhnlichen Weltbildern und Ideologien entwickelten die einst so normalen Wildschweine derweil Mutationen, die sich sowohl auf ihr Aussehen als auch auf ihre Psyche niederschlugen. Die erste Generation von Politschweinen erblickte das Licht der Welt.

Bekannte Unterarten

Das Kapitalistenschwein

Eine maßstabsgetreue Nachbildung eines Kapitalistenferkels.

Das Kapitalistenschwein stellt einer der frühsten Formen des Politschweins dar und eignet sich besonders für Einsteiger, da ein ausreichend dickes Scheckbuch sämtliche anderen Mängel des Herrchens recht gleichgültig, solange dessen Scheckbuch eine angemessene Dicke aufweist. Tatsächlich halten viele wohlhabendere Politschweinbesitzer sich zumindest auch ein Kapitalistenschwein, selbst wenn sie öffentlich vorgeben, sich auf andere Arten wie etwa Kommunistenschweine oder Anarchistenschweine spezialisiert zu haben.
Im Gegensatz zu gewöhnlichen Hausschweinen sind Kapitalistenschweine keine Allesfresser (Omnivore) sondern ein Geldfresser (Plutovore), sie fressen also statt Dreck bevorzugt Geldscheine. Dabei diskriminieren sie durchaus zwischen verschiedenen Währung - sowohl Dollar als auch Euro galten lange Zeit als Delikatessen, wurden aber im Licht der vergangenen bzw. anhaltenden Finanzkrisen bald von 'AAA' ( äußerst angenehmer Aperitif) zu 'BB' (Bescheidene Beilage) abgewertet. Der chinesische Renminbi und die Schweizer Franken dagegen stiegen in ihrer Beliebtheit rasant auf und kosten in Tierfachmärkten inzwischen mehr als Kaviar.
Kapitalistenschweine verfügen über einen ausgeprägten Altersdismorphismus. Namentlich sind junge Kapitalistenferkel im Gegensatz zu ausgewachsenen Tieren noch nicht in der Lage, ganze Geldscheine zu fressen. Stattdessen verfügen Kapitalistenferkel über einen schmalen Schlitz auf ihrem Rücken, der direkt in ihren Magentrakt führt und der Aufnahme von Geldstücken dient. Obwohl bis heute unklar ist, warum die Ferkel zwar keine Geldscheine aber dafür metallische Münzen verdauen können, ist der stimmungshebende Effekt einer solche Diät auf die Tiere unbestreitbar. In vielen Ländern werden kleine Kapitalistenferkel aus Porzellan als Kitsch verkauft.

Wie die meisten Schweine denken auch Kapitalistenschweine primär an die Nahrungsaufnahme, weswegen sie teilweise erstaunliche und/oder verabscheuungswürdige Belastungen auf sich nehmen, um an noch mehr Papiergeld zu bekommen. So ist es wissenschaftlich belegt, dass Kapitalistenschweine in der Tat ihre eigene Mutter verkaufen, diverse Artgenossen um ihr Futter betrügen bzw. erleichtern, ihr eigenes Revier verseuchen und auch sonst ein eher antisoziales Verhalten an den Tag legen, sobald auch nur kleinere Mengen von Geld ins Spiel kommen. Es ist somit wenig verwunderlich, dass die Kapitalistenschweine extrem aggressiv reagieren, wenn sie den Eindruck gewinnen, jemand oder etwas will (oder könnte) ihnen das Futter stehlen.
Paradoxerweise versuchen Kapitalistenschweine selbst dann noch mehr Papiergeld zu erlangen, wenn sie bereits über einen mehr als lebenslangen Vorrat davon verfügen. Diese Verhaltensweise teilen sie lediglich mit Menschen und einer gewissen Entenart. Schlussendlich muss zur Verteidigung der Kapitalistenschweine gesagt werden,dass sie ihr Geld in der Tat essen können. Im Gegensatz zu anderen, bipedalen Säugetieren.

Das Kommunistenschwein

Das Kommunistenschwein ist ein ausgesprochenes Rudeltier mit einer komplizierten sozialen Hierarchie, in der jedes Schwein prinzipiell gleich sein sollte und die Eber mit den größten Hauern noch etwas gleicher sind. Das größte Schwein im Rudel ist folgerichtig am gleichesten.
Die Basis für diese Unterart wurden ursprünglich vom Schweinehirten Max Karlsen als Zuchtprojekt gestartet,nachdem ihm ein Engel erschienen war und ihm vom großen Ungemach berichtete,dass von den Kapitalistenschweinen zu erwarten war. Das Projekt erwies sich als Erfolg, und seit jeher fühlen sich die Kommunistenschweine schon bei dem Anblick eines Kapitalistenschweines provoziert. Tatsächlich versuchen die Kommunistenschweine instinktiv, den Kapitalistenschweinen das rechtmäßig ergaunerte Futter zu stehlen (der Fachmann spricht von einer sogenannten Revolution). Ein weiteres instinktives Verhalten tritt ein, wenn ein Kommunistenschwein ein Kapitalistenschwein in der Gesellschaft anderer Politschweine sieht. Tritt diese Konstellation ein, so versucht das Kommunistenschwein das andere Politschwein vom Kapitalistenschwein zu entfernen und es in seine eigene Herde einzubinden. Die Zustimmung des dritten Politschweins ist dabei nebensächlich.
Die Fellfarbe der Kommunistenschweine ist meist rötlich,was mit dem Zuchtvorgaben Karlsens zusammenhängt, Dieser sah in der Farbe ein Symbol für das vergossene Blut der unterdrückten bzw. erdrückten (ein ausgewachsenes Kapitalistenschwein kann gut und gerne drei Zentner auf die Waage bringen) Politschweine.
Wegen der allgegenwärtigen Angst vor den bösen Kapitalistenschweinen sind die Kommunistenschweine sehr auf ihre Sicherheit bedacht. So schützen sie ihre Rudelmitglieder gerne, indem sie diese im Stall einsperren (das sog. "Mauern", all jene Schweine in die Wuthöhle verbannen, die nicht mit der Idee des gleichesten Schweines übereinstimmen und auch sonst peinlich genau darauf achten, dass Herdenmitglieder das gleichseste Schwein gleich behandeln.

Nach mehreren geschichlich nachteiligen Entwicklungen ist die Beliebtheit von Kommunistenschweinen in Deutschland massiv gefallen, da nur wenige Gruppen und Parteien die nötige Geduld für die äußerst ängstlichen Tiere aufbringen können. Obwohl es in Osteuropa anfänglich einen ähnlichen Trend gab, hat sich die Anzahl der Züchter die auch wieder Kommunistenschweine in ihr Repertoire aufzunehmen, stabilisiert; allerdings müssen die Tiere zur Zeit oft noch mehr oder minder geschickt als Kapitalistenschweine getarnt werden. Lediglich in China und einigen südostasiatischen Ländern sind Kommunistenschweine noch gern gesehene Tiere.


Das Faschistenschwein

Die Faschistenschweine sind, ähnlich wie die Kommunistenschweine, Rudeltiere. Im Gegensatz zu ihren Vettern machen sie allerdings keinen Hehl daraus,dass es im Rudel einen einzelnen Führer (bzw. Porce oder Grunzialissimo in italienischen oder spanischen Rudeln) gibt, der die absolute Gewalt hat und diese auch nach Gutdünken einsetzt. Ironischerweise ist das Führertier meistens nicht das stärkste Mitglied des Rudels, sondern oft ein eher untersetztes Schwein,dass sich allein durch sein überdurchschnittlich lautes Gequicke und seine Jähzornigkeit aus der Masse hervorhebt.
Die Faschistenschweine sollten ursprünglich eine Art hochgezüchtete Rasse von Überschweinen mit blondem Fell und blauen Augen darstellen, die allen anderen Polit- und Hausschweinen biologisch überlegen sein sollten. Dummerweise schien ihr Schöpfer (ein italienischer Großgrundbesiter namens Mascaroni) dabei hin und wieder etwas zu tief ins Grappa-Glas geschaut oder schlichtweg vergessen zu haben,dass die von ihm genutzten inzestiösen Zuchtlinien nicht zwingend positive Resultate hervorbringen mussten. Somit wurden die Faschistenschweine keine Überrasse, sondern eine genetisch instabile Art von Politschweinen, die eher klein schmächtig und braun statt wie angestrebt groß, stark und blond waren. Obendrein verhindert ein Gendefekt sowohl die Bildung bestimmter Hirnareale die mit Assozioationsvermögen, Sprachgebrauch und rationalem Denken verbunden sind, als auch das Wachstum von Fell auf ihren dementsprechend kahlen Körpern.

Als Result der oben beschriebenen Haarlosigkeit hat sich bei den Faschistenschweinen ein ausgeprägter Minderwertigkeitskomplex gebildet, den sie bevorzugt an anderen Politschweinen ausleben. Zumindest solange ihre Herde in der Überzahl ist.

Obwohl sich Faschistenschweine Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts großer Beliebtheit erfreuten, nahm ihre Verbreitung danach dramatisch ab. Zwar gibt es auch in Deutschland noch einige gutmütige Züchter,die sich der armen,verwirrten Tiere annehmen, allerdings bleibt die Zahl trotz diverser Hilfsveranstaltungen (etwa in Köln) weiter rückläufig. Lediglich in Mecklenburg-Vorpommern existieren noch vereinzelte Züchterverbände,obwohl viele dieser Gruppierungen von Insolvenz bedroht sind und aufgrund in der Politik bereits ein Züchtungsverbot gegen die oft unnötig aggressiven Tiere angesprochen wird.
Außerhalb Europas scheint sich die einzige stabile Population von Faschistenschweinen in der Hand von irgendwelchen komischen Kuttenträgern in den vereinigten Steaks von Amerika zu befinden - da diese jedoch ohnehin von niemanden ernstgenommen werden, droht das gemeine Faschistenschwein in die Bedeutungslosigkeit zu fallen.

Das Anarchistenschwein

Alkoholisierte Anarchistenschweine in der Ausnüchterungszelle.

Das Anarchistenschwein ist eine verwilderte Form des Politschweins,welches ,ähnlich wie Wildschweine, meist innerhalb deutscher Großstädte anzutreffen ist,wo es sich von Abfall, Aas,Zigarreten und Dosenbier ernährt. Auffallend an dieser Unterart ist das grell-bunte Fell,dass sich oft an Kopf oder Rücken zu Haarkämmen formt. Die Funktion dieser Kämme ist zur Zeit noch wissenschaftlich umstritten, obwohl einige namhafte Forscher ihnen eine Rolle beim Balzritual zusprechen (siehe auch: Pfau
Da Anarchistenschweine aufgrund ihres Ursprungs als Polit-Schweine die Angst vor Menschen verloren hatten, betteln bzw. pöbeln sie diese oft um Nahrung an,werden allerdings ausgesprochen schnell aggressiv,falls sie letztere nicht bekommen. Glücklicherweise sind sie jedoch meist nachaktiv, da sie tagsüber schlafen oder dank einer Alkoholvergiftung im Koma liegen. Dies hat nicht nur den Vorteil,dass unbescholtene Bürger tagsüber von ihnen verschont bleiben,sondern auch,dass sich stattdessen diverses lichtscheues Gesindel nachts mit ihnen herumärgern darf.

Anarchistenschweine sind gegenüber allen anderen Politschweinen feindselig. Zwar haben Tests ergeben,dass eigentlich nur Faschistenschweine zu einem Schub aggressionfördernder Hormone im Gehirn des Anarchistenchweines führen, allerdings leiden fast alle Tiere der Unterart unter einer angeborenen Sehschwäche und verwechseln so alle anderen Politschweine (und seltener auch normale Schweine) mit ihren natürlichen Feinden. Daneben reagieren sie ebenfalls gewalttätig auf Bullenschweine, deren Anblick drastische Tobsuchtanfälle auslösen können.
Obwohl sich ihre Angriffe auf Menschen in Grenzen halten, zeigen die Schweine gegenüber menschengemachten Luxusobjekten ein ausgesprochenes Territorialverhalten und greifen etwa Autos,Neubauten oder Läden ohne Vorwarnung an. Die Zielauswahl ist dabei irrational - Tierpsychologen gehen davon aus, dass die Schweine die Sachbeschädigung nicht zur Selbstverteidigung,sondern eher zur Selbstbelustigung vollziehen.
Der einzige Grund,warum Anarchistenschweine nicht gegenseitig über sich herfallen, dürfte der markante Geruch ihrer Artgenossen sein, welcher in ihrem Gehirn eine Blockade von Stresshormonen und stattdessen das Bedürfnis nach ethanolhaltiger Flüssigkeit auslöst. Daneben verfügen die Tiere über einen einzigartigen Ruf,der phonetisch an ein lautes "Oi!" erinnern. Dieser dient nicht nur der lautstarken Kommunikation mit anderen Anarchistenschweinen,sondern auch als eine Art Echolot,um den mangelhaften Sehsinn auszugleichen.

Anstatt wie normale Politschweine Herden zu bilden, versammeln sich Anarchistenschweine lediglich,wenn sie eine überdurchschnittlich große Nahrungsquelle gefunden haben. Die so entstehenden Gruppen sind allerdings meist instabil und kurzlebig, da große Ansammlungen von Artgenossen einerseits als Auslöser für die Mutation zu Kommunistenschweinen dienen können, die Schweine sich am nächstem Morgen bzw. Abend aber üblicherweise dank ihrer Ernährungsgewohnheiten ohnehin nicht mehr daran erinnern können,mit wem sie eigentlich das letzte Fressgelage verbracht haben.
Als einzige Form des Politschweines lassen sich Anarchistenschweine nicht von Menschen zähmen, werden also überraschend selten in der Nähe von Punks oder Antifas gefunden,obwohl die Verhaltensweis beider Arten sich frappierend ähnelt. Nichtsdestotrotz schafft es diese Unterart des Politschweins auch ohne die sorgsame Hand eines Züchters, ein ausgesprochen stabiles Wachstum an den Tag zu legen, dessen Rate sich mit der weiteren Verstädterung weltweit noch erhöht.

Kleinere Unterarten

Obwohl die vier obigen Unterarten den Großteil der weltweiten Politschweinpopulation ausmachen, gibt es noch dutzende weitere, international anerkannter Unterarten, die oft nur in isolierten Regionen der Welt zu Hause sind und daher hier nur in Kürze beschrieben werden. Sollten sie, verehrter Leser, ebenfalls Besitzer einer solchen Politschwein-Population sein, so tragen sie ihre Zuchtsorte bitte in die unten stehende Liste ein.

  • Das Öko-Schwein - Ökö-Schweine halten ihr eigenes Revier ausgesprochen sauber, indem sie ihre Abfälle in den Ställen anderer Schweine entsorgen. Sie sind extrem wählerisch bei der Wahl ihres Futters, weswegen letzteres meist erst hunderte Kilometer mit dem Flugzeug transportiert werden muss.
  • Das Kirchenschwein - Kirchenschweine legen ein extrem irrationales Verhalten an den Tag: Sie folgen einem Leittier, welches überhaupt nicht existiert. Insofern entsteht oft der Eindruck, als lauf eine Herde von Kirchenschweinen einem unsichtbaren Anführer hinterher, dessen Handlungen von einem Unteranführer (dem sog. Schweinepriester) interpretiert wird. Kirchenschweine versuchen oft, andere Politschweine zum Eintritt in ihre Herde zu bewegen, reagieren aber bei Ablehnung oft aggressiv.