Ortstafel

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Weltstadt Gera braucht keine Zusätze...
Eine Ortstafel (gelegentlich auch Ortsschild) erfüllt dem unwissenden Autofahrer den Dienst der genauen Namensbestimmung eines jenen Ortes, den er sobald durchfährt. Außerdem ist die Ortstafel mit Abstand das meistgebräuchlichste Fotoobjekt auf Spaß-Seiten wie lustich.de. Die Eingabe von "Funny Ortsschild" führt bei Google zu einer Trefferanzahl um die 4 Millionen. Zusammenfassend dient ein Ortsschild also sowohl der genauen Ortsbestimmung, zuzüglich Einordnung in Kanton/Bundesland etc. und der Belustigung 9-jähriger Internetentdecker.
...Boltenhagen dafür um so mehr.

Orte, die keiner kennt, die aber in irgendeiner Art und Weise (Auswirkung auf die Niederpfälzische Kunstgeschichte, Kurort für Apothekenumschau-Abonnenten...) wichtig für Deutschland sind, rühmen sich auf den Ortstafeln ihrer Stadt mit einem Extrazusatz vor dem Ortsnamen. Der lautet dann dementsprechend mal Kurort, mal documenta-Stadt. Der zweite Sinn und Zweck dieser Zusätze dient dazu, dass dem Autofahrer klar wird, dass es an diesen entlegenen Orten Deutschlands auch so etwas wie Kultur gibt und er nicht Angst haben muss gleich von einer Horde Kannibalen angegriffen zu werden.

Am Ende einer jeden Stadt steht eine weitere Ortstafel vor auswärtsfahrende Autokutschierer. Dies dient der Entwarnung und sorgt für ein erstes Durchatmen, nach dem Motto: "Endlich raus aus dem Osten".
Je nach Gebiet sind die Ortstafel natürlich verschiedenartig coloriert, andersartig aufgestellt und in verschiedensten Sprachen beschriftet. Dies reicht von Schildern in farbenfroher Pracht auf amerikanischen Highways, die auf langen Fahrten für die einzige Unterhaltung sorgen, und schlichten weißen Schildern im Miniformat im Ruhrgebiet, da dort sowieso keiner auf die Schilder achtet und alle Städte und Orte nahtlos ineinander übergehen.

Mit der Verbreitung des Internets kristallisierte sich ein weiterer Nutzen der Ortstafel heraus. Mit der Entdeckung, dass in irgendwelchen kleinen Kantons in der Schweiz die Dörfer Pissen oder Doof heißen, entwickelten sich Internetseiten, die Bilder dieser Ortstafeln der Userschaft präsentierten und dafür dann eine bestimmte Anzahl an Klicks bekamen. Dies lockt natürlich Firmen an, die ihre Werbung auf vielbesuchten Seiten schalten wollen. Besonders lustig ist es für viele dann natürlich, wenn man sich gerade die Ortstafel von Pissen anguckt und sich dann eine Werbung für Medikamente gegen Harndrang auf den Bildschirm schiebt.