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Musterung

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Eine Musterung ist eine Prozedur, durch die offiziell 100, in der Praxis aber etwa nur 10% aller jungen Männer der Bundesrepublik Deutschland müssen. Dort werden sie auf ihre Tauglichkeit überprüft, den Feind über den Haufen zu schießen. Diese Tauglichkeit besitzen von den übrigen 10% noch einmal 10 Prozent. Das Ganze nennt man dann Wehrgerechtigkeit.

Ablauf

Das Prozedere einer normalen Musterung ist wie folgt:

Zunächst wird das nummerierte Stück Fleisch der wertvolle junge Mann, der bereit ist sein Vaterland zu verteidigen von einer unmöglich auszusprechenden Institution namens Kreiswehrersatzamt angeschrieben (Wie der Name vermuten lässt, sind die nur der (inkompetente) Ersatz für das richtige Amt, dessen Existenz allerdings noch niemand beweisen konnte. Warum wir uns gegen Kreise wehren müssen, weiß auch keine Sau.). In diesem steht, dass er erfasst wurde und zu einem für ihn unmöglichen Termin zur Musterung zu erscheinen hat, da er ansonsten von der Polizei abgeholt wird. Komischerweise bekommen in seinem Freundeskreis, in dem sich etwa 20-30 gleichaltrige junge Männer befinden, nur etwa 2-3 Leute noch so einen Brief.

Als nächstes fährt das Kanonenfutter der stolze Soldat in spe mit dem Rad zur Kaserne und lässt sich erst mal die ein Euro fuffzich Fahrkosten für den Bus erstatten. Dort trifft er im Warteraum auf lustlose gleichaltrige Männer, Propagandafilme und -zeitschriften und einen übermotivierten, grün-braun gefleckten Jungspund, dem eine Extraration Fleischpampe in der Kantine versprochen wurde, wenn er zumindest einen Idioten zum Dienst beim gesamtdeutschen Schützenverein bewegen kann.

Wird der eigene Name aufgerufen, geht es um die Wurst. Um die eigene. 60(+)-jährige Drachen kraulen einem die Eier, in der Fachsprache als E.K.G.( Eier Kontroll Griff) bezeichnet, verlangen Urinproben et cetera. Bei der anschließenden Befragung sollte man, wenn man ausgemustert werden will, tunlichst KEINE Atteste von Ärzten vorlegen, da diese unanfechtbar und die Krankheiten garantiert noch im (von der Bundeswehr vorgegebenen) Rahmen sind. Diffuser, nicht genau lokalisierbarer Schmerz und lautes Rumgejammere helfen hier Wunder.

Anschließend wird einem entweder sofort die Tauglichkeitsstufe mitgeteilt oder man wird wieder nach Hause geschickt und im Rahmen eines geheimen Bundeswehrprogramms zur psychologischen Kriegsführung mindestens vier Wochen lang auf die Folter gespannt, bevor Gewissheit herrscht. Je nach Hoffnungen, Gebeten und IQ des Delinquenten reichen die Reaktionen auf die Mitteilung des Tauglichkeitsgrads von positiv (selten) bis negativ (extrem oft).

Tauglichkeitsstufen

T1

Der junge Mann hat die Ehre, sich uneingeschränkt von allen Ausbildern der Bundeswehr anbrüllen zu lassen; bei den Feldjägern genauso wie bei der Luftwaffe. Man kann sogar Pilot, Kapitän und ähnliches werden; allerdings braucht man dazu auch ein Spitzen-Abitur. Und Spitzensportler mit einem guten Abitur sind meistens intelligent genug, um zu verweigern.

T2

Der häufigste Grad. Von sadistischen Bundeswehrärztinnen besonders gerne an Individuen vergeben, die eigentlich T5 sein müssten. Personen mit T2 dürfen auch nicht Pilot werden, sondern grade mal durch den Schlamm robben, die Kaserne putzen und sich anbrüllen lassen. Leute mit einem IQ über dem der Zimmertemperatur verweigern auch hier.

T3

Wurde abgeschafft, warum auch immer. Warum die anderen Tauglichkeitsgrade aber weiterhin bestehen, weiß niemand. Nicht mal die Bürokraten beim Bund selber.

T4

Bedeutet: Der Delinquent konnte zum angesetzten Zeitpunkt nicht gemustert werden, weil er sich einen Arm gebrochen hatte/besoffen war/sich zugedröhnt hatte. Na warte du Arschloch, dich kriegen wir auch noch. Der nächste Musterungsbescheid kommt bestimmt.

T5

Die Cheater unter den Wehrpflichtigen. Die müssen gar nix mehr machen und können heimgehen. Haben wahrscheinlich den Arzt bestochen oder ihn mit irgendwelchen Wehwehchen wie Bauch-, Kopf- oder Arschweh vollgejammert.

15 Wege aus der Musterung

  1. Apathisch rumsitzen und immer wieder "Psst, seid still!" flüstern.
  2. Ein Gespräch immer mit seltsamen Geräuschen und "was?" unterbrechen und weiterreden als wenn nichts gewesen wäre.
  3. Jede Antwort mit "Wussten sie eigentlich, dass..." anfangen.
  4. Einen Spiegel oder ähnliches suchen, ängstlich reingucken und sich wimmernd in eine Ecke verkriechen.
  5. Wild rumfuchteln und "scheiß Fliegen" sagen (wahlweise Kolibris / Fledermäuse).
  6. Bei der Frage nach Krankheiten mit "Blähungen" antworten und die Stinkbombe in der Unterhose zünden.
  7. In Strapsen und rosa Bademantel aus Seide erscheinen.
  8. Einen auf Marlon Brando (Der Pate) machen und fragen. "Wollen sie ein A kaufen?".
  9. Nervös flüsternd "Sind sie einer von denen?" fragen, Antwort abwarten und "Oh Gott, sie sind einer von denen!" sagen.
  10. Mit einer Alufolie auf dem Kopf erscheinen und entsetzt "Noch jemand der kontrolliert wird" sagen.
  11. Behaupten man sei Elvis und "Sugar" vorsingen.
  12. So tun als hätte man Kopfhörer auf mit Techno an, zum Beat wippen und Fragen überhören, dann die imaginären Kopfhörer abnehmen.
  13. Fragen, wann die geile Ärztin Feierabend hat. Dann fragen ob sie die Pille nimmt.
  14. Behaupten, man könne die Aura des Menschen über den Bauchnabel sehen. Im Bauchnabel sollten sich Harzer Käse, Zahnpasta und Senf befinden.
  15. Behaupten, man müsse gleich wieder weg, weil die Welt untergehen wird und man den Quantentransport nach Beteigeuze noch schaffen müsse.


Sämtliche Methoden wurden ausgiebig in der Praxis getestet und haben das Urteil "GUT" erhalten (Stiftung Warentest).