Musikjournalismus

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Abwechslung ist das oberste Gebot in der Welt des Musikjournalismus

Der Musikjounalimus gehört neben dem Sportteil und Feuilleton zu den besten Platzfüller der Medien. Jede Zeitung, jeder Fernsehsender, jedes Radioprogramm, das kulturelle Werte vermitteln möchte, betreibt Musikjournalismus! Schließlich ist Musik mehr als Unterhaltung, es ist der letzte Aufschrei von Indi(e)vidualismus in einer Zeit, wo jeder irgendwie gleich ist.

Was ist Musik?

Musik ist bekanntermaßen eine wichtige, wenn nicht die wichtigste Sache, die ein Mensch besitzt. Musik spiegelt, nein, Musik macht erst den Charakter eines Menschen - was wäre ein Hippie ohne seine aussagekräftige Musik? Richtig, ein langhaariger, stinkender Mensch mit einem Blumenkranz auf'm Kopf. Ansonsten nichts.

Doch Musik ist noch viel mehr aus ein Ausdruck einer Persönlichkeit, sie beschreibt auch eine ganze Gesellschaft! Depri-Society gleich Grungemusik, Naturvölker rocken in Biopelzen auf Naturinstrumente, die Disco-Generation hörte Discomusik!

Wer hätte das gedacht, wenn der Musikjournalismus dies nicht enthüllt hätte?

Funktion des Musikjournalismus

Musikjournalismus hat den lebenswichtigen Zweck, die Musik der Zeit zu definieren, sie zu kritisieren und um dann das zu krönen, was einzig und allein das Beste ist. Dass dieser Vorgang sehr kostenintensiv ist wohl klar und so unterstützt die Musikindustrie (vergleichbar mit gemeinnützigen Stiftungen) meinungsbildende Medien mit kleinen bis mittelgroßen Spenden, nur damit die Gesellschaft nur genau die Musik hört, die sie auch detailliert abbildet!

Somit kann man Musikjournalismus als einen großen Bildungsapparat bezeichnen. Was wäre denn die deutsche Jugend, ohne MTV oder Viva? Und vor allem was für Musik würden sie dann hören - ein unschöner Gedanke!

Andere Zielgruppen, andere Kritik

Natürlich muss Musikjournalismus irgendwie profitabel sein. Weil niemand Geld für etwas bezahlt, was er nicht haben möchte, muss er zielgruppenorientiert arbeiten. Das heißt, genau darüber berichten, nein, genau das zu berichten, was die Zielgruppe hören will.
Dies ist natürlich kein Gegensatz zu den Prinzipien "gute Musik zu zeigen", denn man legt ja immer noch Wert auf die Wertevermittlung, nur nicht mehr ganz so viel. Schließlich sendet man ja für pubertierende Jugendliche keine pubertäre Musik - Bushido, Sido, das sind schließlich wohlerzogene politische Bürger! (Und bringen dazu noch ordentlich Kohle ein, was will man mehr?)

Aber diese ganze Problematik, nicht machen zu können, was man möchte, ist eben ein Laster des Kapitalismus' - gegen den man aber in keiner Weise ist! Denn kommunistische, anarchistische Musik, - "Pfui" - Satanswerk, sie wollen ja die GEMA abschaffen!

Charts

Charts sind das Haupt-Ausdrucksmittel des Musikjournalismus'. Es sind ellenlange Listen, die auflisten, welcher "Künstler" ihnen am meisten bezahlt, um weit oben zu stehen. Das ist nicht unseriös, sondern nur etwas falsch ausgedrückt. Auch zeigen Charts nicht an, wie eigentlich Musikjournalismus an sich, wer die meisten CDs verkauft, sondern nur, wer das meiste Interesse daran hat, dass seine Platten verkauft werden. Und wer Interesse zeigt, müsste doch schließlich gut sein.