Misstrauensverbrauch

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Der Misstrauensverbrauch (nicht zu verwechseln mit Vertrauensmissbrauch) bezeichnet die Tatsache, das über lange Zeit aufgebautes Misstrauen anderer Personen mit einem mal zu verbrauchen.

Wie kommt es zum Misstrauensverbrauch?

Wenn man so aussieht, hat man ganz schnell das Misstrauen anderer verbraucht.

Eine Feindschaft muss man pflegen, heißt es. Ist doch auch schön, wenn man eine Person hat, deren geballtes Misstrauen man genießt. Besonders in Berufen wie Redakteur beim Bussi Bär-Magazin oder Schausteller im Disneyland braucht man einfach den Ausgleich gellender Hasstiraden gegen die eigene Person zum Friede-Freude-Eierkuchen-Alltag. Deshalb ist es umso wichtiger, sich zu bestimmten Individuen ein gesundes Todfeindverhältnis anzueignen und dieses möglichst noch weiter zu steigern. Das Bedürfnis nach verhassten Mitmenschen reicht bei jedem Menschen unterschiedlich von einigen wenigen Feindbildern (Benjamin Blümchen, Mutter Theresa) bis hin zu ganzen Nationen (George W. Bush, Dietmar Hopp). Umso ärgerlicher, wenn man durch eine einzige positive Aktion dieses über Jahre hart erarbeitete Verhältnis über den Haufen wirft und plötzlich keine Anfeindungen mehr ertragen darf. In solchen Situationen kommt es zum Misstrauensverbrauch.
Auslöser für einen solchen kann eine absolut vermeidbare Lappalie gegenüber des eigenen Feindbilds sein, wie etwa dessen Lebensrettung oder die Trennung von seiner/ihrem Ex. Und schon ist das ganze angesparte Misstrauen auf einen Schlag verbraucht, sprich der Feind ist plötzlich kein Feind mehr, im schlimmsten Fall wird er sogar zum Freund, was dann natürlich extrem ärgerlich ist. In manchen Fällen reicht sogar ein einziger unbedachter Satz aus, um eine misstrauensverbrauchende Situation einzuleiten, "Yes, we can" etwa oder im schlimmsten Fall "Ja, ich will".

Abwendung eines Misstrauensverbrauchs

Natürlich will niemand das Misstrauen zu einem verhassten Menschen verbrauchen. Deshalb ist es wichtig, eine solche Feindschaft stets aufrecht zu erhalten und wenn möglich auch auf das nächste Level zu bringen. Routine sind hierbei ständige Provokationen und zweideutige Anspielungen, auch der Beischlaf mit dem Partner des verhassten Individuums wirkt in der Regel förderlich. Wenn nötig, kann auch eine gelegentliche Morddrohung eingestreut werden. Eine wichtige Lektion ist es, in brenzligen Situationen, in die das Feindbild verwickelt ist, stets einen kühlen Kopf zu bewahren und den Hass weiter zu schüren. Auf keinen Fall darf nach dem Hollywood-Prinzip gehandelt und geholfen werden, sonst würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Misstrauensverbrauch eintreten, denn schon die Bibel sagte: "Liebe deinen Nächsten. Von allen anderen hat keiner was gesagt."
Weiter gilt es zu berücksichtigen, sich immer in der Nähe des eigenen Feindbilds aufzuhalten, denn wenn die Verbindung abreißt, wird das angestaute Misstrauen mit der Zeit verbraucht. Es ist also von einem Wechsel des Wohnorts abzuraten, wenn man sich bereits in der gesamten Nachbarschaft den Ruf des Buhmanns ergattert hat und auch dem innig verhassten Chef zu kündigen, wäre ein folgenschwerer Fehler.

Zitate von Misstrauensverbrauchenden

  • "Mein Alltag ist total aus den Fugen geraten. Mein Ruf ist zerstört! Wie konnte das nur passieren?" - Zeuge Jehovas, nachdem er zum ersten Mal nicht abgewiesen wurde
  • "So ein Mist, da streng ich mich so an, schlecht zu spielen und dann rutscht mir der Ball ins Tor!" - Lukas Podolski nach dem Ereignis des Misstrauensverbrauchs gegenüber Jürgen Klinsmann
  • "Ich weiß nicht, was ich machen soll. Seit dem 11. September fangen die Leute an, ihr Misstrauen zu mir zu verbrauchen. Da muss ich was gegen tun. Wie wärs mit Irakkrieg?" - George W. Bush, vorbildhafter Bekämpfer des Misstrauensverbrauch
  • "Seit ich Voldemort umgebracht habe, ist mein Leben langweilig und sinnlos." - Harry Potter, lebender Beweis dafür, dass Mord am Todfeind nicht ratsam ist