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Mensa (Verein)

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Mensa International ist ein Hochbegabtenverein zweifelhaften Rufs, der als einziges Aufnahmekriterium einen nachgewiesenen IQ fordert, der höher ist als der von 98% der Bevölkerung. Die Abkürzung steht für MENschen mit Sozialen Auffälligkeiten (engl. MEN with Social Abnormity).

Geschichte (offizielle Version)

Lancelot Ware, Totalversager

Mensa wurde 1946 in Großbritannien von Roland Berrill und Lancelot Ware gegründet, die mit ihrer Situation als verlachten Hanswürsten nicht so recht klar kamen. Sie waren bei zufälligen Tests davon überrascht worden, dass sie, die nicht mal gut in der Schule waren, zumindest ein leistungsfähiges Kurzzeitgedächtnis hatten und geschickt 3D-Objekte im Geiste wenden können. Wie praktisch!

Na ja, vielleicht nicht im engsten Sinne, aber dieser merkwürdige Test heißt ja nun mal "Intelligenztest" und wenn sie jetzt nur vollmundig einen "Verein der Intelligenten" gründen und das an die große Glocke hängen würden, würde man sie schon mit Geld zuschütten, Downing Street würde den Kontakt aufnehmen ("Blitzdenker gegen Blitzkrieg"), alle Welt ist an Intelligenz interessiert. Und die bislang notorisch unbeliebten Nerds würden von nun an sämtliche Weiber abräumen, die ihres Weges kämen. Endlich wären sie die Oberhoschis.

Als die Zeitungen nach der Gründung aber keineswegs mit einem erleichterten "Planet Earth saved!" erschienen und Premierminister Eden nicht einmal während der Suez-Krise geruhte, sich mit den Koryphäen in Verbindung zu setzen, mehrten sich die Zweifel, dass das Unternehmen letztlich von Erfolg gekrönt sein würde.

Denn leider waren sie in den Augen der Öffentlichkeit die gleichen erbärmlichen Tölpel wie eh und je, und mochten sie noch so sehr mit dem Testergebnis rumwedeln. Und selbst die Zahl der Neumitglieder blieb überschaubar.

Glück im Unglück: Der Verein wurde kurz darauf von einem gewissen Victor Serebriakoff übernommen, der früher in Norwegen Heizdecken vertickt hatte und es jetzt mal in der Branche der intellektuellen Eitelkeit zu probieren, ob Heizdecke oder IQ, das Geschäft ist ja im Grunde das gleiche. Durch sein unermüdliches Engagement auch jenseits des großen Teichs fragten sich bald Millionen "Hab ich das Zeug zum Mensaner?", eine Frage, die sie förmlich dazu zwang, ihren IQ testen zu lassen, der Verein wurde zu einem weltumspannenden Erfolg mit über 100.000 Mitgliedern. Eden rief zwar immer noch nicht an, aber er war ja auch nicht mehr Premier, und man muss das auch mal so sehen, hätte er vorurteilsfrei den weisen Rat der Mensaner eingeholt, würde er vielleicht heute noch regieren.

Widerstrebende Theorien und grauenvolle Wahrheit

Es gibt zwei Haupttheorien/Interpretationen, die von unaufgeklärten Laien auf den Verein von außen draufprojiziert werden:

1. "Ach, wenn doch nur alle so schlau wären"

Jawoll, Mensa ist der Verein der Intelligenten, ja, hier versammeln sich die Superhirne unserer Zivilisation. Ein weltumspannendes Erwachsenen-Jugend-forscht, politisch wegweisend, ein A-Team der Hirnrinde, Chapeau. Wann werden diese Teufelskerle ein Mittel gegen Krebs finden?

Stimmt natürlich nicht. Aber warum ist das eigentlich nicht so? Es liegt daran, dass Menschen nur mit geistigem Potenzial geboren werden, nicht mit manifesten Denkvermögen. Wäre das so, wären die gebürtig Intelligenten immer erfolgreich im Leben, die Dummheit hätte nichts zu lachen und Hitler wäre nie an die Macht gekommen.

2. "Die Intelligenz verfolgt uns. Aber wir sind schneller"

Für die Antithese, dass Mensaner alles andere als helle sind, ja sogar so was von behindert, dass Jessica Simpson neben ihnen wie ein wahres Genie erscheint, scheint sehr viel mehr zu sprechen.

Man muss sich ja nur allein den wirklich saublöden Namen "Mensa" anschauen, der bis dato mit einer Unicafeteria assoziiert wurde und auch heute noch weitgehend wird. Der Verein hat mit einer Mensa nur insofern etwas zu tun, dass er oft mittelschweren Brechreiz auslöst, er ist an keine Bildungsstätte angeschlossen. (Einzige Ausnahme und Alibiprojekt ist eine Kooperation mit der bekannten Vom-Hummel-Hoch-Stiftung und der NAACP, in die Mensa so manche Kröte investiert). Brillante Namensgebung! "Auch die Bretter vorm Kopf können die Welt bedeuten" stöhnte schon der Kabarettist Werner Finck, der den Verein kannte wie seine Westentasche. Schon allein dieser Umstand zeigt: Irgendwo mag sich die geballte Intelligenz des Universums versammeln, aber sicher nicht hier.

Möglicherweise stößt der Leser im Internet auf ein Einstein-Zitat, das er im hohen Alter in Princeton getätigt haben soll: "Relativitäts- und Quantentheorie, alles schön und gut, aber das ist doch noch lange nichts gegen Roland Berrill und Lancelot Ware. Also wie die Zahlenreihen komplettieren und Würfel im Kopf drehen können, davor kann ich nur meinen Hut ziehen, für mich sind das die wahren Genies. Wo ist der Aufnahmeantrag?"

Es handelt sich dabei um eine Fälschung.

Glaubt man den Nörglern hätte Plato den Verein "Idee der Nutzlosigkeit" genannt, eine Ansammlung von reichlich behämmerten aufgeblasenen Fatzkes, die doller auf die Fernbedienung drücken, wenn die Batterien alle sind und ihren Arsch nicht mit beiden Händen finden können, es finden sich sogar Wikipedia Webmaster in ihren Reihen. Sie haben Marquis de Posas "Sire, geben Sie Gedankenfreiheit!" irgendwie falsch verstanden. Immerhin sorgt ihre grandiose Blödheit dafür, dass die Stupidedia keine bösen Beschwerden wegen dieses "gemeinen" Artikels bekommt, die Mensaner rufen nur "Mensa" in der Suchmaschine auf und bleiben an der Cafeteria backen ;-) , hehe.

Aber diese Interpretation impliziert, dass der IQ nun gar keine kognitive Aussage hat, die Praxis zeigt aber, dass herausragende Wissenschaftler und Denker sehr wohl einen hohen IQ aufweisen. Man kann das Scheitern des Saftladens also nicht pauschal mit angeborener Stupidität erklären. Beide Theorien greifen aus ein und demselben Grund nicht, nämlich dass Intelligenz zwar zu einem erheblichen Teil aber nicht nur angeboren ist und dass die von Mensch zu Mensch durchaus beträchtlich differierenden angeborenen Denkvoraussetzungen (die durch den IQ-Test leidlich gut erfasste "Begabung") eben auch mit Umweltbedingungen interagieren, ein gutes Testergebnis ist also bestenfalls eine von mehreren Voraussetzungen hoher geistiger Leistung.

Schockierende Auflösung

Mit dem neuen Vorsitzenden kam frischer Schwung

Bis 1963 war der Verein nur auf Grund von unterentwickelten Strukturen noch nicht besonders schlagkräftig, die kritische Größe, bei der sich konstruktive Netzwerke bilden können war noch nicht erreicht. Bei den Mächtigen der westlichen Welt sorgte der Name "Mensa" nur für Schulterzucken. In diesem Jahr fand bei ihnen ein dramatischer Sinneswandel statt, als durch einen warnenden Vortrag des Schweizer Psychiaters Kurze-Buchbaum über die soziale Sprengkraft von Intelligenz den auf Martha's Vineyard versammelten Oberen 10.000 die IQ-Bedrohung urplötzlich klar wurde. Die Kubakrise war gerade überstanden, die Mauer gebaut, Hochbegabte könnten für den Ivan eh man sich's versieht zur Fünften Kolonne werden. Weit gefährlicher aber wäre es, wenn sie plötzlich echte Demokratie und saubere Berichterstattung in den Massenmedien einforderten und dem Fernsehen und den vertrauenswürdigen Meinungsführern nicht mehr glauben würden, wie schön unsere westliche Welt ist.

Doch schon im folgenden Jahr auf einem Symposium der Bilderberg-Vereinigung in Bad Ischl verständigte man sich darauf, dass von Toptalenten zwar theoretisch ein politischer Impuls ausgehen könnte, aber dass allein deswegen noch lange kein Grund zur Panik bestehe. Man solle das Problem einfach umdefinieren und den Verein vielmehr statt ihn auszubremsen im Gegenteil einfach fördern, dabei unterwandern und somit das gesellschaftliche Denken der begabten Menschen lässig und elegant zum Erliegen bringen. Ohne Wissen Serebriakoffs, der genaue Ablauf ist noch zu klären , wurden überall Agenten der herrschenden Klasse eingeschleust (Stand 2007: in der deutschen Mensa etwa 20 bei gut 6.000 richtigen Mitgliedern), mittlerweile geschickt getarnt als "gewählte Vorstände" (eine Art Politbüro) und so genannte LocSecs (lokale Statthalter der sektenähnlichen Organisation, nicht zu verwechseln mit Loksäcken) haben diese nur die eine Aufgabe, allzu dumme Fragen nach dem Sinn und Zweck der Veranstaltung zu verhindern und das Denken mittels aufwändiger Hirnkillerprozeduren möglichst komplett abzutöten. Wie im John-Carpenter-Klassiker "Sie leben", in dem Außerirdische die Intelligenz der gesamten Bevölkerung lähmen um sie auszubeuten, werden die Toptalente aller Länder von Angestellten des Kartells der Mittelmäßigkeit nun systematisch rekrutiert, gebunden und manipuliert (vgl. auch Film "Amadeus").

Eigentlich dürfen die Mitglieder alles "frei" machen außer eben das politisch-wirtschaftliche System und die Herrschaft von Deutscher Bank, Zeugen Kapitalisti, Jamba und Konsorten in Frage zu stellen.

Eine Weile wurde sogar erwogen, Mensaner auf technisch-wissenschaftlicher Ebene konstruktiv kooperieren zu lassen, die politische Utopie der Gründer in einem übersichtlichen Teilbereich wahr werden zu lassen. Aber man muss ja nicht das Schicksal herausfordern. Wie schnell wird selbst aus einem vermeintlich harmlosen Naturwissenschaftler à la Robert Oppenheimer oder Sacharov ein politischer Kopf? Denken kann leicht eine Eigendynamik entfalten, schon dass viele Mensaner Linux oder Macintosh gegenüber Windoof den Vorzug geben, stimmt das Syndikat nachdenklich, also sollte man am besten auch gleich das Mütchen der Technokraten kühlen. Funktionierende Fachidioten braucht die Welt natürlich immer, aber ihrer systemerhaltenden Funktion als Rädchen im Getriebe (Fresse halten, Maschine justieren) können sie in adäquater Weise auch isoliert außerhalb von Talentorganisationen nachkommen, Mensa sollten sie nur zur entspannten Freizeitgestaltung aufsuchen. Immer entspannt, immer lächeln, immer schön bescheuert, immer brav die Komplettverarsche rund um die Uhr schlucken. Außerhalb des Vereins darf der Mensaner also durchaus Erfolge haben und sich borniert darauf etwas einbilden, somit hat der Verein zwar nicht nur erfolglose Mitglieder sondern durchaus auch erfolgreiche, aber wenn das so ist, hat das mit Mensa sicher nichts zu tun, man könnte eher sagen, sie sind trotz Mensa erfolgreich.

Viele Mensaner verweisen auf die Frage nach Prominenten in ihren Reihen gern auf die Schauspielerin Geena Davis, auch sie hat ihre Hollywoodkarriere aber sicher keiner Mensa-Connection zu verdanken. Auch wenn das den Streifen "Die Piratenbraut" erklären würde.

Die Möglichkeit der Autoemanzipation von ihren Puppetmasters läuft bei derartig unselbständigen Rindviechern praktisch gegen Null. Die einzige Hoffnung für die Mitglieder liegt darin, dass der Scheißhobbit endlich mal seinen verfickten Ring in diesen Vulkan schmeißt bzw. in einer gigantischen Gegenverschwörung, die die teuflische Verdummungsstruktur brutal zu Fall bringt.

Typische Merkmale

  • Totalpassivität: Ein weit verbreitetes Phänomen bei ca. 70% der Mitglieder ist es, sich nicht mal ansatzweise mit dem Verein auseinander zu setzen bis ihnen ClubMed-artige Animationswohlfahrt widerfährt. Sie überweisen den Beitrag, erscheinen aber zu keinen Veranstaltungen, nehmen an keinerlei Interaktion teil. Viele sind damit sehr glücklich, vor allem die Legastheniker, die die Mitgliederzeitschriften nicht entziffern können (Idealmitglieder).
  • Mitglieder-Zeitschriften wie in Deutschland das nationale MinD Magazin (60-seitiger Synapsenmehltau) und lokale Mitgliederzeitschriften bringen mördermäßig interessante Artikel wie "Pauls Fahrt auf einem Donaukahn". Sie thematisieren auch gerne den Begriff "Intelligenz" (etwa auf dem Niveau "Haben dralle Blondinen mehr Intelligenz als flachbusige?") und lenken erfolgreich davon ab, dass so etwas wie echte Hirnaktivität im Verein in jeder Hinsicht unerwünscht ist.
  • Frohsinn ohne Hirngebrauch, man kann im Verein ganz zauberhafte Menschen kennen lernen, mit denen man jede Menge Spaß haben kann, wenn man sich nicht mit ihnen unterhalten muss. Picknicks und Grillfeste werden groß geschrieben, man kann auch gerne zusammen bowlen, saunen, Ski fahren und segeln gehen, mal zusammen lecker lecker hammi kochen, beliebtestes Gericht dabei ist übrigens der berühmte Hermann-Teig, das ist schön, das ist fein, Hauptsache geistig rückständig. Dabei werden Zusammenhalt, "Empathie" und "Toleranz" betont, gegen seine Freunde kann man sich bekanntlich nicht wehren, und wenn die Fahrenheit 451-Fraktion dann auch noch so süß "Shiny happy people" singt? Männlein und Weiblein kommen hier ebenfalls schon mal zusammen. Und dann, und daaaaannn lassen sie es r-i-i-i-c-h-t-i-g krachen, mein liiieber Herr Gesangsverein.............................. Oder auch nicht :(.
  • Konformismus: Bei so viel unverstellter Fröhlichkeit braucht man nun wirklich keine Beckmesser, die miesepetrig "echtes Denken" einfordern. Für Frustrierte darf nur die Erduldungsstarre bleiben, Diskussionen sollten sich sich entweder mit hirnrissigen Themen befassen oder komplett faktenfrei und somit fruchtlos ablaufen, Spiegel lesen wird gern gesehen und nach Kräften gefördert, etwa im internen Forum "ich hab hier 'nen Link von Spiegel.de, die haben herausgefunden...".
  • SiGs (special interest groups): Für Leute, die sich trotz aller Abschreckungsmaßnahmen immer noch nicht jeglicher geistiger Tätigkeit entsagen wollen, bieten so genannte Special Interest Groups kontrollierte und für die Obrigkeit übersichtliche Intelligenzabfuhr. Dabei wird das Skurille gelobt, das Politische nach Kräften verhindert. Diese SiGs haben Namen, die die Mitglieder als belustigend empfinden, z.B. Tierfreunde finden sich in der PeltSig, Polyglotte tummeln sich in der FroossöSIGsch, die SigHeil engagiert sich für nostalgische Mitteldeutsche etc.
  • Mensa-Humor: Viele sind der gänzlich falschen Ansicht dass es keinerlei Humor bei Mensa gibt. Das ist ein kompletter Irrtum, es gibt nur kaum intendierten Humor von den echten Mensanern, die sind eher "komisch" im Sinne von merkwürdig. Versucht es ein noch nicht vollkommen hirntotes Neumitglied dennoch mal mit Sarkasmus, insbesondere gegen die Machthaber, wird er im Nu Probleme mit der Computerverbindung zum Forum haben und später unschädlich gemacht, denn das geht selbstredend nicht, Humor ist der Intelligenz zu ähnlich und subversiv, weg damit. Die eingeschleusten IMs dagegen pflegen dagegen ausgiebig Mensa-Humor über (!) ihre Mensaner-Wirte, insbesondere wenn ein Mitglied "endlich Taten" (lol) einfordert. So trudelte beim MinD Mag vor zwei Jahren ein Schreiben ein, dass sich über die MV (jährliche Mitgliederversammlung) beklagte und resümierte, die Podiumsdiskussion habe "Nichts, nichts, nichts" erbracht. Das sorgte in der Redaktion für großes Hallo und eitel Freude, dem Chefredakteur liefen die Tränen nur so über die Wangen, man hörte das Gegröhle der Redaktion noch Straßen weiter. Doch als er schließlich das Schreiben mit dem müden Seufzer "Ach was, auch schon gemerkt, Alter?" in den Reißwolf schieben wollte griff ihm der zufällig anwesende Deutschland-Vorsitzende in den Arm: "Moment, Moment, wir nehmen die Ansichten und Sorgen unserer Mitglieder sehr ernst. Du, das wird abgedruckt." und steckte sich mit stoischer Miene eine Montechristo an. "Ach was?" entgegnete dieser, zunächst noch halb ungläubig ob derartiger Chuzpe. Die Redaktion hielt sich noch stundenlang den Bauch vor Lachen. Der Vorsitzende schickte dem Briefschreiber auch eine Mail, er werde seinen Werdegang im Verein "mit großem Interesse verfolgen".

Zitate

  • "Der Laden funzt nicht. Kann man den mal neu booten?" (Karl-Uwe M., Bergisch Gladbach)
  • "Lass uns mal wieder was Intelligentes machen. Kommt doch nachher bei mir vorbei, dann spielen wir ne Partie "Siedler von Catan"." (Hinnack P., Castrop)

Berühmte Mitglieder

Siehe auch

Quellen

  • Harvard Psychological Review, article 3, Arthur Jensen: "Are really all Mensans dumb as shit?"
  • Hollingworth Center "Mensa explained" (35.300 Seiten)
  • Roeper Review 2006: "60 years Mensa. Achievement of the gifted" (2 Zeilen)