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Matrose

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Ein typischer Matrose in Arbeitskleidung: Seesternhut mit Möwe, Muschel, Hummer und Seepferdchen.
Matrosen sind Hilfsarbeiter auf Schiffen. Der Matrose ist das Gegenteil von und der Feind des Offiziers. Er macht alle Sachen, für die die Offiziere sich zu fein sind, auf See putzt er das Deck und an Land deckt er die Putzen. Die meiste andere Zeit sind Matrosen am Rumsaufen, weswegen man das beliebteste Getränk der Matrosen auch Rum nennt. An für sich aber ist der Job eines Matrosen ein sehr angesehener Handwerksberuf. Er zählt deshalb zu den Handwerken, da es an Bord viel zu wenige Frauen gibt, als dass man einen guten Anlass verspüren könnte, die Hand nicht zum Werken anzusetzen. Junge Matrosen und Matrosenkinder nennt man Schiffsjungen. Das ist eine Art Lehrlinge, denn auch das Rumsaufen, das Putzen des Decks und das Decken der Putzen sind kompliziert und wollen gelernt sein.

Das Berufsbild des Matrosen

Das Berufsbild des Matrosen besteht aus vielen verschiedenen Hauptaufgaben, die sich allerdings von Schiffstyp und Reiserouten stark unterscheiden können:

Ruderbootmatrosen
Ein sehr junger Matrose, der sogenannte Schiffsjunge und ein Matrosenhut ohne die typische Dekoration.
Segelschiffsmatrosen
  • setzen die Segel
  • stricken neue Segel
  • putzen die Segel
  • putzen das Deck
  • liegen in Hängematten
  • haben im Heimathafen eine Ehefrau und sieben Kinder
  • haben in jedem anderen Häfen eine Freundin
  • schälen Kartoffeln
  • saufen Rum
Ein Schiffsjunge klettert in ein Torpedorohr, um es zu reinigen. Seine Putzlappen nimmt er in einem Rucksack mit.
Motorschiffsmatrosen
  • tanken den Motor
  • bauen neue Motoren
  • putzen den Motor
  • putzen das Deck
  • liegen in Kojen
  • haben im Heimathafen eine Ehefrau und zwei Kinder
  • haben in jedem anderen Häfen eine Freundin
  • schälen Kartoffeln
  • saufen Rum
Unterseebootmatrosen
  • bohren die Löcher, die zum Tauchen nötig sind
  • putzen den Motor
  • putzen die Torpedos
  • liegen zu dritt in Kojen
  • haben im Heimathafen eine Ehefrau und neunundzwanzig Kinder
  • haben in jedem anderen Häfen eine Freundin
  • schälen Kartoffeln
  • saufen Rum

Geschichte der Matrosen

Weibliche Matrosen, die sogenannten Matronen, gibt es nicht, sie sind eine legendäre sagenumwobene Märchengestalt!

Seit es Schiffe gibt, gibt es auch Matrosen. Da die Schiffe in vielen verschiedenen Häfen vor Anker gehen, vermehren sich die Matrosen wie die Heuschrecken, in jeder Hafenstadt findet man reichlich Matrosenkinder, die sogenannten Schiffsjungen. Früher waren auf jedem Schiff hunderte Matrosen und nur zehn Offiziere, heute ist das anders geworden: Ganz früher gab es die Ruderboote, die sogenannten Galeeren, auf denen die Matrosen noch sehr viel Arbeit hatten. Dann wurden die Ruder aber abgeschafft und durch die Segel ersetzt, doch inzwischen gibt es auch keine richtigen Segelschiffe mehr und deswegen entfielen nach und nach alle Arbeitsaufgaben, die mit den Segeln zu tun hatten. Nur die lästigen Aufgaben beim Landgang blieben mehr oder weniger dieselben, wie etwa die Zeugung weiterer Schiffsjungen und die Beglückung von fremdländischen Weibsvolk. Von einigen Matrosen wird diese Aufgabe sehr ernst genommen, es macht ihnen sogar richtiggehend Spaß - da an Bord keine Frauen erlaubt sind und es dementsprechend auch keine Matronen gibt (so würde man die weibliche Form eines Matrosen nennen - wenn es sie gäbe). Auf einigen Inseln Ozeaniens stammen sogar alle Einwohner direkt oder indirekt von Matrosen ab. Für diese Landgänge wird an Bord dann auch handwerklich korrekt geübt. Wer den Landgang nicht richtig beherrscht, weil er zum Beispiel schon zu lange auf See ist, kriegt von seinen Matrosenkollegen die notwendige Hilfestellung angeboten. Kameradschaft wird unter Matrosen sehr groß geschrieben.

Matrosengeschichten

Die Geschichte von der wahren Liebe eines Matrosen

Matrosen haben in jedem Hafen ein Mädchen - nur an Bord sind keine Frauen erlaubt. Der Abschiedsschmerz beim Landgang ist legendär.

Die Geschichte von der wahren Liebe der Matrosen ist ein berühmtes Kölner Märchen. Es entstand etwa um 1990 und handelt von einem jungen, gutaussehenden Matrosen aus Köln. Er hatte standesgemäß in jeder Hafenstadt, in der er in seinem Leben angelandet war, ein Mädchen - eines hübscher als das andere. So richtig glücklich wurde der junge Matrose aber nur an Bord der Schiffe unter seinen Kameraden. Den Rest des Märchens in einem Lexikon abzudrucken, verbietet der Anstand.

La Paloma

Matrosen haben auch ihre eigene Musik, die sogenannten Matrosenlieder oder Seemannslieder. Das berühmteste Werk dieser Art ist das Lied "La Paloma". Das Wort selbst ist spanisch und heißt übersetzt "Die Taube vom Straßenstrich". Das Lied handelt von einer gehörlosen Matrosenfreundin und entstand anlässlich der Eröffnung des Straßenstrichs von New Orleans im Jahr 1863 und wurde vom berühmten hispano-amerikanischen Straßenkomponisten Juan Pablo Joséf Sancho Ortega de Gastéd y Torino. Von den Hafenstädten trat das Lied einen überwältigenden Siegeszug an und über die Jahre wurde es zum mit Abstand beliebtesten Lied der gesamten Welt. Es wurde anlässlich der Errichtung der Freiheitsstatue in New York gespielt, anlässlich der Erschießung des mexikanischen Kaisers Maximilians I. und angeblich war es sogar das letzte Lied, das die Bordkapelle der Titanic beim Untergang des Schiffes spielte.