1 x 1 Silberauszeichnung von El carnero

Müslifresser

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Der Müslifresser (auch: Ökofritze, Posthippie) ist ein bärtiges Relikt aus den 80er Jahren das es sich zum Ziel gesetzt hat, mit Hilfe von Grünkern-Bratlingen, Protestsongs und "Atomkraft - Nein Danke!"-Buttons die Welt zu retten.

Aussehen

Ein Müslifresserweibchen

Mit seinem bunten, fröhlichen Aussehen ist der Müslifresser auf der ganzen Welt gleich als solcher zu erkennen. Er hat eine Vorliebe für selbstgestrickte Kleidung in bunten Mustern, vorzugsweise aus Angorawolle. Er trägt alle Kleidungsstücke durchschnittlich drei Größen zu groß, besonders sein traditionelles Batik-T-Shirt mit dem das Müslifressermännchen in der Paarungszeit das Weibchen anlocken möchte. Er zeichnet sich durch einen besonders starken Haarwuchs an den verschiedensten Körperteilen aus, den er enorm kultiviert und zum Züchten von Mikroorganismen nutzt. Sein traditionelles Schuhwerk sind entweder Birckenstock-Sandalen oder Jesus-Latschen. Gerne trägt er eine Jutetasche bei sich und dekoriert seine Kleidung mit lustigen Buttons die entweder für oder gegen eine bestimmte Sache werben.

Ernährung

Gesunde Ernährung ist einer der Lebensinhalte des Müslifressers, wobei er längst nicht nur die im Namen genannten Cerealiten konsumiert. In den meisten Fällen ernährt er sich makrobiotisch und hängt der Vollwertkost an. Er ist mindestens Vegetarier, wenn nicht sogar Veganer. Sein Fressen jagt der Müslifresser im Bio-Laden und im Reformhaus. Auf dem Speiseplan stehen oft Rohkost, Tofu und verschiedene exotische Getreideprodukte mit Namen wie Quinoa, Hirse, Dinkel oder Grünkern. Der Müslifresser kriegt beim Erwähnen des Wortes "McDonalds" einen unschönen Hautausschlag und verwendet keinen Zucker sondern lediglich Akazienhonig von glücklichen Bienen oder noch besser Ahorndicksaft. Die Hühner, deren Eier der Müslifresser konsumiert, werden von ihm nachher in Selbsthilfegruppen geschickt, damit sie den Schock besser verarbeiten können.

Lebensraum

Der Müslifresser lebt bevorzugt in Wohngemeinschaften, früher auch Kommunen genannt. Hier lebt er in einer kommunistischen Lebensgemeinschaft in denen Kollektiverfahrungen durch das Konsumieren illegaler Substanzen, gemeinsames Musizieren und Geschlechtsverkehr gemacht werden. Bestimmt ist der Tagesablauf in einer Müslifresser-WG aber vor Allem von der Lieblingsbeschäftigung eines jeden Müslifressers: Dem sogenannten "Diskutieren". Mangels anderer Beschäftigungen wie geregelter Arbeit, Haushaltsaufgaben oder Kinobesuchen ist man hier im Stande schlichtweg jedem Thema eine anderthalb Stunden lange Diskussion abzugewinnen. Gegenstände der Diskussionen können profane Dinge wie der Sinn des Lebens oder Weltfrieden sein, aber auch schwerwiegende Themen wie "Ist es Diskriminierung, wenn die Tomaten im Supermarkt immer von den Auberginen verdeckt sind?". Beliebt ist auch die Diskussion darüber, wer welche Aufgaben im Haushalt zu erledigen hat, was letztendlich immer demokratisch auf "niemand" abgeschoben wird.

Musikgeschmack

Junge Müslifresser in der Paarungszeit.

Die Musik ist für den Müslifresser ein weiteres Mittel zur Verbesserung der Welt. In einem Plattenladen findet man ihn oft in der Folk-Abteilung wo er limitierte Editionen alter Bob Dylan-Platten sucht. Er sympathisiert mit dem "Singer/Songwriter"-Genre sowie seinem deutschen Äquivalent, dem "Liedermacher". Somit kann er sämtliche Songs von Konstantin Wecker und Hannes Wader auswendig mitsingen und lobt die "tiefgründigen Texte" seiner Lieblingslieder. Das Müslifresserweibchen mag am liebsten Musik von sogenannten "starken, selbstbewussten Frauen", die entweder trotzdem "total sensible, einfühlsame Musik" machen oder auch "wirklich auch mal für die Frauen sprechen." Ihre Göttinen heißen Joni Mitchell und Ina Deter und sind in der Regel asexuelle Wesen. Bei den meisten Müslifressern finden wir außerdem eine Vorliebe für die sogenannte "Weltmusik". Er hört gerne moderne Tamburinrhythmen aus Papua-Neuguinea oder peruanische Panflötenorchester. Musik ist für ihn auch Entspannung, in den meisten Müslifresserwohngemeinschaften finden wir eine respektable Sammlung von CDs mit Vogelstimmen, Meeresrauschen oder Orang-Utan-Orgasmen, die er sich anhört um zu sich selbst zu finden.

Fortpflanzung

In der Paarungszeit treffen die brünftigen Müslifresser sich regelmäßig auf sogenannten "Demonstrationen". Forscher vermuten, dass dieses Verhalten des Müslifressers mit dem "auf Partys gehen" des Menschen zu vergleichen ist und primär aus dem Urinstinkt geschieht, der dem Männchen das Ziel ausgibt, ein Weibchen kennenzulernen. Sekundär ist es nach den Diskussionen die drittliebste Beschäftigung des Müslifressers, der er aus Gewohnheit nachgeht (siehe Party - die zweitliebste Beschäftigung ist übrigens der kollektive Drogenkonsum). Das Männchen versucht, dem Weibchen seiner Wahl zu imponieren. Zu seinem Balzen gehört das Werfen diverse Gegenstände (Aus diesem Grund sollte man dem Müslifresser in der Brunftzeit mit Vorsicht begegnen - Sein Lieblingswurfgeschoss sind Steine), sowie das Anfallen rudelfremder Polizistenmännchen. Dem Müslifresser ist die feste Beziehung unbekannt. Er pflegt den sexuellen Kontakt mit allen Mitgliedern seines Rudels und sucht hierbei die Abwechslung. Sexualität ist im Müslifresserrudel also genauso Allgemeingut wie fixe Gegenstände.

Siehe auch