Münchener Kessel

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Ein Münchener Kessel ist die heute übliche Vorgehensweise der bayerischen Polizei bei der Zerschlagung von Demonstrationen, die zuvor von viel zu liberal eingestellten Regierungspräsidenten leichtfertig genehmigt worden waren.

Strategie

Diese Strategie zielt dabei darauf ab, möglichst viele Unbeteiligtigte in dem Kessel einzuschließen, um Angst vor der Unberechenbarkeit und Willkür der Ordnungsorgane zu erzeugen. So sollen zukünftige Unmutsbekundungen der aufmüpfigen Untertanen schon im Keim erstickt werden.

Taktik

Die Taktik der Einsatzkräfte folgt dabei einem Konzept, dass den Tatbestand der Freiheitsberaubung als Teil des Gewaltmonopols des Staates interpretiert und nach folgendem Schema vorgeht:
Eine kleine Anzahl von Teilnehmern einer (vorzugsweise genehmigten) Demonstration werden von einer Überzahl Polizisten eingekesselt, geschlagen und mit Tränengas behandelt. Daraufhin werden zahlreiche Festnahmen gemacht aufgrund von Beschuldigungen, die den realen Tatsachen zumeist nicht entsprechen.

Die hierbei Festgenommenen sehen sich dann in der Regel mit folgenden Straftatsbeständen konfrontiert:

  • Nötigung... der Polizeibeamten - weil die gezwungen werden, vor Ort zu bleiben.
  • Erregung öffentlichen Ärgernisses... weil die Eingekesselten mangels Alternativen in aller Öffentlichkeit urinieren.
  • Landfriedensbruch... weil die Eingekesselten auch nach Aufforderung den Platz nicht räumen.