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Sankt Petersburg

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Sankt Petersburg
мафйя-гохбург
Fläche zu groß
Einwohnerzahl zu viel
Bevölkerungsdichte zu eng
Währung Rubbel
Zeitzone zu spät
Kfz-Kennzeichen MAF
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Sankt Petersburg (russ. мафйя-гохбург, zu dt. Mafia-Hochburg) ist eine russische Großstadt, die um 1700 von Peter dem Größenwahnsinnigen gegründet wurde. Heute gehört Piterror, wie die Metropole von den Einheimischen liebevoll genannt wird, zu 51 Prozent Gazprom und zu 49 Prozent Wladimir Putin.

Sankt Petersburg liegt an der finnischen Meerestitte und musste nicht nur mehrere Belagerungen, sondern auch zahlreiche Namensänderungen über sich ergehen lassen. 200 Jahre lang blieb es beim ursprünglichen Namen Sankt Pieterburch, bevor der Rotstift angesetzt wurde: Die Stadt wurde zuerst in Petrograd umbenannt, dann in Sankt Petersburg, Leningrad, Stalinburg, Adolfhausen, Breschnewgorod, Schiwago-Schiwago und vor der Jahrtausendwende hieß die arg gebeutelte Metropole sogar Großputinsches Reich. Für kurze Zeit nannte sich die Stadt Schrödermark-Oberhoden, diese Änderung war ein persönliches Geschenk vom Arbeitgeber Gazprom an den altdeutschen Kanzler. Zu guter Letzt bekam Piterror den Namen Sankt Petersburg wieder verliehen. Das bleibt jedenfalls so lange, bis 2020 der Vertrag mit Santa Claus ausläuft.

Sankt Petersburg gehört seit 1992 zu den russischen Millionenstädten, weil dort immer mehr neureiche Millionäre ihren Wohnsitz haben. Auch der Titel "Promillestadt" wurde der russischen Neva-Metropole aufgrund der hohen Alkoholrate verliehen.

Bevölkerung

Sankt Petersburg ist eine der wenigen multikulturellen Großstädte, so wurden folgende Einwohnerzahlen gemeldet (Stand 3/2010): 14 % Russen, 2 % Ukrainer, 12 % Nouveau riches (Neureiche), 32 % dubiose Geschäftsleute, 28 % Prostituierte und 9 % Gazpromis. Erwähnenswert ist außerdem, dass Oligarchen mit 2 % eine Minderheit darstellen und 43 % der Gesamtbevölkerung von der abtrünnigen Republik Wodkastan abstammen.

Zum Thema Prostitution muss angemerkt werden, dass nicht wie fälschlicherweise vielfach angenommen jede russische Schülerin ihrem ursprünglichen Berufswunsch "Prostituierte" nachgeht. Es sind nur 28 % der Mädchen, die tatsächlich Prostituierte werden. Der Rest geht einer normalen und ehrenwerten Arbeit nach: 32 % werden Huren, 20 % sind als Nutten beschäftigt, 13 % gehen zum Film als Pornodarstellerin und 9 % verdienen sich ihre Weißbrötchen als Domina.

Infrastruktur

Das Stadtbild der Promillestadt ist von Plattenbauten der 60er Jahren geprägt: Platte Wände, platte Böden und Metallplatten an den Türen gegen Einbrecher. Die Stromversorgung erfolgt nicht durch Gazprom, dessen Kernkraftwerke ausschließlich Westeuropa beliefern. Wie Moskau und Novgorod ist Sankt Petersburg an das wieder in Betrieb gesetzte Atomkraftwerk in Tschernobyl angeschlossen. Krankenhäuser, Schulen und andere staatliche Einrichtungen werden wiederum vom deutschen Energielieferanten Ruhrgas mit Braunkohlestrom versorgt und zwar im 4-2-4 Modus: Es gibt 4 Stunden Strom innerhalb von 24 Stunden, was ungewöhnlich großzügig ist.

Die Straßen sind in einem hervorragenden Zustand. Während es im übrigen Russland Schlaglochpisten sind, die stellenweise durch eine feste Asphaltdecke unterbrochen werden, ist es in Petersburg umgekehrt: Die Asphaltdecke hat lediglich hin und wieder Schlaglöcher. Dafür haben diese einen relativ großen Durchmesser und sind häufig mit Regenwasser gefüllt. Bei schlechtem Wetter sind manche Pfützen so groß, dass eine Fährverbindung vonnöten ist.

Wirtschaft

Gazprom hat hierzu keine Daten veröffentlicht.

Kultur

Durch die vielen innerhalb der Festungsmauern eingesperrten Schriftsteller und Dichter entstand die sogenannte Knastliteratur und auch die Freiheitsmaurerei. Unter anderem fanden sich Puschkin, Tschechow, Tolstoi, Marx, Trotzki und Pasternak zusammen und trotzten gemeinsam der Regierung, die sich aber kaum beeindrucken ließ. Aufgrund der langen Zeit hinter den Gittern kamen große Werke zustande und es entstand eine beachtliche Gefängnisbibliothek.

Auch in der Schauspielkunst kann Sankt Petersburg viel vorweisen: Jedes Mal, wenn die Kleinhändler von den Schutzgelderpressern heimgesucht werden, gibt es ein großes Theater.

Der wohl berühmteste Stummfilm aller Zeiten ist "Panzerkreuzer Pitersburg", gedreht von Regisseur Sergej Eisenstein. Das sollte übrigens lange Zeit der einzige Spielfilm bleiben, denn vor und während der Sowjetunion waren Dreharbeiten verboten.

Geschichte

Geburt der Stadt

Vor der Errichtung der Stadt durch Peter den Größenwahnsinnigen ist nichts über die sumpfige Gegend bekannt, außer dass finnische Wikingertouristen an schönen Wochenendtagen in Scharen am Ufer anlegten und vorglühten, bevor sie ihre Saufgelage in den angrenzenden baltischen Staaten fortsetzten. Davon zeugen noch heute die vielen Glasscherben, die besonders im Winter an wolkenlosen Nächten durch Mondlicht und Lichtbrechung ein schönes Farbenmeer an den Himmel spiegeln (sog. Polarnächte).

Zarenzeit

Erst gegen 1702 erreichte der russische Zar Peter der Größenwahnsinnige mit seinem Gefolge die Stelle an der besagten finnischen Meerestitte und beschloß, eine Stadt zu errichten, die seinen Namen tragen sollte. Die Genehmigungen für die Errichtung der Stadt wurden von Moskau erteilt, doch die Feuerpolizei gab ihren Segen mit der Auflage, dass aus Brandschutzgründen für den Bau der Häuser kein Holz verwendet werden durfte. Daher wurden Steine und Lehm für den Kaiserpalast verwendet. Für die restlichen Häuser ließ Peter Unmengen von Stroh und Laub herankarren.

Wichtigster Bau war zweifelsohne die Peter und Pauls-Festung, in deren Kerker der Despot seine politischen Feinde, Reiche und Stupidedia-Autoren werfen ließ. "Die Festung diene zum Schutz der Stadt", hieß es stets, wobei "vor sich selbst" geflissentlich weggelassen wurde. Die Kanonen auf den Festungsmauern zielten zuerst auf das Stadtzentrum. Erst nach heftigen Protesten, die von der Bevölkerung ausgingen, wurden die Waffen um 180 Grad zum Meer hinaus gedreht.

Die berühmte Eremitage, besser bekannt als "Winterpalast", wurde auf Befehl der Zarin Katharina die Große errichtet, die dort ihre zahlreichen Liebhaber unterstellte. Hinter den Mauern hatten die ausrangierten Männer die Wahl: Entweder sie wurden Eremiten und durften ihr Dasein hinter den Mauern fristen oder sie wurden Eunuchen und nach Moskau in den Kreml geschickt. Die schlimmste Strafe unter den Soldaten, die seinerzeit verhängt wurde, war "ti spat c Kati" (du schläfst mit der Kati). Nicht wenige Verurteilte flehten um einen gnädigere Bestrafung wie Erschießen oder Erhängen. Das Lied, das die Eltern sangen, wenn die jungen Burschen ungehorsam waren und bestraft werden sollte, lautete:

Der Städter hat seine Lena, der Bauer seine Mascha, doch alle haben die Katharina.

oder einfach: Sei brav oder die Kati vernascht dich!

Die Alexandersche Phase dagegen verlief relativ ruhig. Der moderate russische Zar Alexander II. öffnete für Dichter und Denker die Stadttore und mit den Schriftstellern kamen auch die leichten Mädchen, die den süßen Worten Puschkins reihenweise verfielen.

Revolutionszeit

Die Hafenstadt Sankt Petersburg wurde seit Beginn des 20. Jahrhunderts von zahlreichen Revolutionen heimgesucht. 1905 ging es mit dem Blutsonntag los. Nachdem in Petersburg die Wochentage abgeschafft wurden, damit keine Aufstände mehr ausbrachen, mussten die Monate herhalten: Die Februarrevolution machte den Anfang, bevor es mit der Märzrevolte und Aprilaufstand weiterging. Nachdem das Panzerschiff "Aurora" den Startschuss für die Oktoberrevolution setzte und dem Zarenreich ein Ende setzte, schaffte die nachfolgende Regierung auch die Monate ab und für alle Fälle gleich die Jahre. In Sankt Petersburg gab es daher bis 1939 keinen Kalender mehr. Die Menschen orientierten sich an den Sternen oder an der Moskauer Zeit, sodass es kein Wunder war, dass die Stadt aufhörte zu existieren und zwischenzeitlich in Leningrad umbenannt wurde.

Nazizeit

Nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten in die Sowjetunion im Jahre 1941 wurde als Erstes die Stadt Leningrad in Angriff genommen. Die schöne Lage und die adretten Mädchen hatten es Hitler besonders angetan, daher parkten die faschistischen Panzer schon bald vor den Toren der Stadt. Jedoch blieben diese dank der strengen und widerstandsfähigen Mutter Rodina geschlossen und die Nazis zogen nach einer Weile mürrisch zurück nach Hause, wo sie von Väterchen Russland für ihre Flegeltat verdroschen wurden.

Die Sowjetunion und ihr Ende

Nachdem Stalin erfolglos versucht hatte, die Stadt in Stalingrad die Zweite umzubenennen, blieb es vorerst bei dem Namen Leningrad, bis nach verschiedenen Staatsoberhäupten Gorbatschow an die Reihe kam. Dieser verzichtete auf eine Umbenennung in G'orbit, riss jedoch den eisernen Vorhang herunter und öffnete die Stadttore zum Westen. Nachdem der Revolutionär Boris Jelzin betrunken mit einem russischen Panzer gegen die Eremitage fuhr, hielt die Regierung den Unfall irrtümlicherweise für einen Putschversuch und Gorbatschow trat zurück.

Postkommunismus und Sankt Petersburg heute

Nachdem Wladimir Putin im Jahr 2000 die Wahlen gewann und russisches Staatsoberhaupt wurde, teilten sich Putin und Gazprom die Stadt auf, wobei die russische Ölfirma die Mehrheit behielt. Die Stadt unterhält außerdem eine Filiale gleichen Namens in den Vereinigten Staaten. Nicht zu vergessen: 2002 wurde auf dem Autosalon der VW Colorado vorgestellt.

Literatur und Filme

  • Kinderlied: Piterror, Piterror, wie heißt du heute?
  • Puschkin: Meine Heimat ist hier
  • Tolstoi: Krieg und kein bisschen Frieden in St. Petersburg
  • 1922 - Panzerkreuzer Pitersburg - Stummfilm von Sergej Eisenstein
  • seit 1992: diverse Mafia-, Action- und Pornofilme, kaum nennenswert.