Leiharbeiter

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Eingang zum Bürogebäude einer Zeitarbeitsagentur.
Leiharbeiter oder Leihpersonal, sind Menschen die gegen Geld ihren Körper verkaufen.

Ihre Zuhälter nennen sich Zeitarbeitsfirma, vermeiden jedoch das aus der Prostitution bekannte Wort Vollkaufmann.

Arbeitsagentur white hg.png Funktion aus der Sicht der Zeitarbeitsfirma Arbeitsagentur white hg.png

Die Funktion eines Leiharbeiters ist einfach; er ist der Ersatzzahn im Mund des deutschen Fachpersonalmarktes. Gerne sieht der Leiharbeiter sich als unersetzlichen Goldzahn, realistisch gesehen, ist ein Goldzahn jedoch eher austauschbar als ein echter Zahn.

Dafür kann der Arbeitgeber im Vierwochentakt vier- bis sechsstellige Rechnungen schreiben.
Um die Funktion zu erhalten, nutzt die Zeitarbeitsfirma eine Vielzahl von Bestechungsmitteln und juristische Zwangsmaßnahmen. Überstundenkonten für die Sklaven Arbeiter existieren auf ungescannten Dokumenten zu deren Beruhigung. Faszinierend dabei ist, dass Überstundenkonten flüchtiger sind als ein Tropfen Waschbenzin auf heißem Sommersasphalt.
Digitale Kopien werden nicht geführt, da Speicherplatz auf den 48-Karat vergoldeten Iphones der selbstlosen Verwaltungsmitarbeiter der Zeitarbeitsagentur zu viel Miete kostet. Der Arbeiter selbst ist für die Agentur ein Name mit einem Passbild und variablem Lebenslauf sowie Ausbildungswerdegang.

Arbeitsagentur white hg.png Funktion aus der Sicht des Opfers Freiers Kunden Arbeitsagentur white hg.png

Die Zuverlässigkeit des Zeitpersonals ist dabei mindestens so berühmt wie dessen Zuverlässigkeit. Seine Fachkompetenz übertrifft oft die von langjährigen Festangestellten oder des leitenden Personals.
Die Motivation des Leihpersonals wird mit leeren Versprechungen aufrecht gehalten. Ein Favorit ist die Versprechung auf eine Festanstellung nach der Krise, wobei Festanstellung und Kündigung in diesem Fall das gleiche bedeuten und das Wort Krise eine flexiblere Laufzeit hat als der Leiharbeiter selbst.
Ein anderer Favorit: Das Gespräch mit dem Luden über einen erhöhten Obolus. Beides geschieht so häufig wie der garantierte Gewinn bei einer Lotteriespielgemeinschaft.
Das Leihpersonal wird für eine Vielzahl niederer Arbeiten eingesetzt. Beispielsweise muss ein Leiharbeiter Kaffee kochen, die Maseratis der Arbeitgeber polieren, Büroklammern nach Farbe sortieren oder einfach Wurstbrote für die Mittagspause schmieren.
Gelernte Fachkräfte werden dabei rücksichtslos für Arbeiten eingesetzt, für die sie nicht geschult sind. Oft müssen Elektriker Gartenpflanzen setzen, theoretische Physiker praktische Beispiele liefern oder gelernte Orinthologen krebskranken Patienten ihren Zustand verkünden. Das größte Missgeschick der Leiharbeit ist jedoch der Einsatz des ehemaligen Internetstars „annoying Orange“ als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Arbeitsagentur white hg.png Geschichte eines Leiharbeiters Arbeitsagentur white hg.png

Die Frage ist, wie ist dieses Desaster entstanden ist. Die Antwort findet man in einem beinahe Prophetisches Theaterstück, das die Situation exakt erklärt und in allen Einzelheiten Beleuchtet. Die Abwärtsspirale vom Leiharbeitertum in dem es keine Gewinner gibt, unterteilt in 10 Stufen ist nun mehr als 800 Jahre bekannt, verfasst, gespielt und Niedergeschrieben.
Dieses Werk ist bekannt als Divina Comedia - Die göttliche Komödie oder für die Playstation geschädigte Generation: Dante’s Inferno.
Darin beschreibt Dante die Abwärtsspirale eines Landes mit gesundem Bruttoinlandsprodukt, bis Hin zur Staatspleite aus der Sicht eines Leiharbeiters.

Nullte Ebene (Vorhof): Sammlung der Lustlosen und Unentschlossenen

In einem Staat entsteht ein Personalloch. Dieses hat nichts mit anderen wohlbekannten Löchern zu tun, auch wenn diese oft der Auslöser sind. Unternehmen und Ämter verlassen sich zunehmend auf verschiedene Systeme der Automatisierung um Personalkosten zu sparen. So kann man mehr Produkte und Dienstleistungen erstellen um das unendliche Wachstum zu fördern. Ungewöhnlich ist, dass je mehr automatisiert und computerisiert wird, desto mehr schwindet die Kaufkraft. Die Wirtschaftsexperten der Unternehmen rätseln seid der Industriealisierung woran das liegen könnte. Ein direkter zusammenhang mit der durch diese Automatisierungsvorgänge wachsende Arbeitslosigkeit ist ausgeschlossen. Um die Arbitslosen wie Fettaugen von einer Suppe abzuschöpfen, nutzt der Staat erste Maßnahmen wie Harz IV, Sozialhilfe und Ein-Euro-Jobs. Versagen diese Systeme legalisiert das Land zwei Dinge, die Voraussetzung für das Leiharbeitssystem sind:

  1. Das tätigen von ungebetenen Werbeanrufen bei Firmen.
  2. Sklaverei.

Dies öffnet Tür und Tor für die

Ebene eins: Opportunisten

Bruno Brauer, 39 Jahre, gelernter Bischof, mit 44 Jahren Berufserfahrung in der Wirtschaft.
Nun ergreifen Opportunisten und Wagemutige die Initiative und gründen Pferche mit Telefonleitungen und freien Mitarbeitern, die Wissen wie man das Senden seiner Handynummer abschaltet. Die ersten Callcenter entstehen.

Diese beginnen sofort Büropersonal in ganz Deutschland von der Arbeit abzuhalten in dem Bestreben alles an den Mann zu bringen, was nicht Niet- und Nagelfest ist. Die zweite Welle Opportunisten, geht nun voran und bestellt beim örtlichen Sklavenmarkt Jobcenter ein paar verzweifelte Seelen. Für ein geregeltes Einkommen, oder zumindest für das Versprechen eines solchen, sollen diese ihre persönlichen Daten zur Vermarktung freigeben.
So entsteht ist die erste Zeitarbeitsagentur. Das Leihpersonal wird nun über die Callcenter aggressiv angepriesen.
Die Telefonliste entstammt dabei dem Handelsregister. Jede Firma in Deutschland soll nur Horst Herbert, 42, gelernter Staplerfahrer, als Bäcker, Zahntechniker, Atomkraftspezialist oder Kindergärtner beschäftigen. Seine Bewerbungsunterlagen werden einfach je nach Zielgruppe angepasst.
Vergütet wird Horst Herbert mit dem Mindestsatz, abzüglich Überführungs- und Wohnkosten, also C.a 8,25€ Brutto die Stunde. Abgerechnet werden beim Kunden 38,75 netto die Stunde zuzüglich Vermittlungsgebühren, Kost- und Fahrgeld sowie Nacht-, Feiertag- und Überstundenzuschläge.
Alsbald arbeiten die Fachkräfte als Leiharbeiter und die Spirale geht über zur

Ebene zwei: Kreis der Liebenden

Neues Geld erfreut die Welt. So auch den leiharbeiter, der dank der neuen Arbeit wieder Perspektive hat. Das erste Gehalt wurde gerade ausbezahlt und wird nun in windeseile verprasst!

Fin Burgenwart, 26 Jahre, gelernter Personalchef, mit 18 Jahren Berufserfahrung in der Teilchenphysik.

In dieser kurzen Zeit lernt der Leiharbeiter das Leben neu kennen, lernt sich wieder selbst zu Lieben denn alles ist großartig. Nicht nur das Geld fließt und man gönnt sich eine Auszeit, nein auch die Zukunft birgt rosiges. Der Chef des neuen Einsatzortes winkt wenn man sich gut anstellt mit einer Festanstellung.
Beim, im Vergleich zu Harz IV, üppigem Mindestlohn wird es nicht bleiben! Wieso also Sparen? Das kann man doch noch wenn man mehr verdient!
Doch alsbald kommt nun die ernüchternde

Ebende drei: Kalter Schauer

Der ausgelassene Lebensstil der ehemaligen Profi-Freizeitler zollt seinen Tribut. Es regnet eiskalt gelbe Urlaubsscheine hervorgerufen durch alkoholinduzierte Muskelverspannungen im Nackenbereich. Die ersten Kündigungen werden ausgesprochen, die Leiharbeiter verlieren nach und nach ihre Kunden. Einige können die Situation durch die Versprechung von unbezahlten Überstunden noch retten, verlieren dann aber in der Regel nach zwei bis vier Monaten auch den Kampf um ihren Arbeitsplatz. Ernüchtert und depressiver als vor der Kurzarbeit, kehren sie nun in ihre Behausungen ein, die vom Dreck der vergangen Partys an eine Güllegrube erinnern.
Knietief in der Scheisse stehend bedauern sie nun ihren Entschluss den Vertrag als Leiharbeiter je unterschrieben zu haben.
Die wenigen die hier aktiv werden, steigen auf den letzten Zug zurück zur ersten Ebene, der Rest driftet ab zur

Ebene vier: Geiz und Kurzarbeit

Hein Bertrecht, 303 Jahre, gelernter Highlander, mit -23 Jahren Berufserfahrung im Tiefbau.

Der eigentliche Arbeitgeber, also die Zeitarbeitsfirma, meldet nun für ihren Schützling Kurzarbeit an. Dieser darf nun bis er wieder vermittelt ist, zuhause aufräumen und seine Existenz mit 60% des eigentlichen Gehalts fristen.
Um das zu überleben, muss der Leiharbeiter einen bislang unbekannten Geiz an den Tag Legen. Nach außen hin wahrt er den schein der Weiterbeschäftigung und verschwendet die 60% Gehalt nach Herzenslust. Tagsüber verkriecht er sich in seiner Wohnhöhle und hofft, dass niemand bemerkt, dass er zuhause ist und nicht arbeiten muss.
Hier wird jeder Cent zweimal umgedreht um wenigstens die Miete, die ein selbstarbeitender Mensch alleine aufbringen muss, bezahlen zu können.
Doch bald kommt er, der vermeintliche rettende Anruf, welcher den Weg weist zur

Ebene fünf: Sumpf der Arbeit

Wütendes Gebrüll von einem erbosten Chef donnert durch die Hörmuschel. Man habe nun endlich einen neuen Arbeitsplatz für den Leiharbeiter, doch dieser solle es nun nicht wieder versauen, wie beim letzten Mal!
An der neuen Arbeitsstelle ist alles etwas anders.
Leiharbeiter kennt man nun schon, „Hire und Fire“ sind hier an der Tagesordnung. Alle sind wütend, die Kollegen, die Vorarbeiter und die anderen Zeitsklaven. Die Atmosphäre lässt sich mit einem Betonpfeiler schneiden.
Das schlägt aufs Gemüt. All die Wut und die negative Energie wird also am Wochenende abgefeiert, gelber Freifahrtsschein, Zwangsurlaub, neue Arbeitsstelle.
Der Kreis wird so oft wiederholt, bis sich das Zeitpersonal von all dem Geschrei nichtmehr beeindrucken lässt.
Mit Eigeninitiative öffnet der gefrustete Leiharbeiter nun das Tor zur

Ebene Sechs: Der unendliche Dis

Mini Wini, 3 Jahre, gelerntes Würstchen, mit abgelaufener Berufserfahrung als Proktologe.

Der Ausdruck Dis kommt aus dem Hip-Hop-Jargon und wird vom Verb "dissen" abgeleitet. Das steht für Mobbing. Ein Dis ist eine manipulative Aussage über eine dritte Person, um diese herunter zu machen oder ihre Würde anzugreifen.
Und genau das findet bei gefrustetem Zeitpersonal auf der sechsten Ebene statt. Dieses greift nicht nur die Moral der Zeitarbeiter und wenigen verbliebenen Festangestellten an, sondern kostet auch Arbeitsplätze.
Allerdings schafft es das findige Zeitpersonal auf diese Weise, das Selbstwertgefühl insoweit anzuheben, dass ihm das Gebrüll aus Ebene fünf Egal wird. Das Wochenendgefeiere wird ab hier endlich abgeschafft und mit allerlei anderem Krams ersetzt.
Beispiele wären: Ein Tunerauto das ohne Ende Geld frisst, ein Steamaccount der Ohne Ende Geld frisst oder eine Spielsucht die ohne Ende Geld frisst.
Immer Vorausgesetzt, der vorgeschädigte Leiharbeiter hat von den vorherigen Ebenen nicht schon eine Alkoholkrankheit, die ohne Ende Geld frisst.
Die Finanzen müssen also saniert werden, was einen zurückbringt zum Gespräch als eine Festanstellung in Aussicht gestellt wurde.
Die Eigenleistung ist jedoch mäßig und die fachliche Kompetenz als gelernter Zimmermann in einer Produktionsstätte für Kolbenrückholfedern eher unterdurchschnittlich.
Es bleibt nur der Schritt zur

Ebene Sieben: Selbstprofilierung

Die Verzweiflung treibt das Leihpersonal zu drastischen Maßnahmen.
Der Kaffee des Vorgesetzten wird jeden Morgen mit etwas Arsen versetzt, beim Kunden geklautes Material zu Wucherpreisen bei Ebay vertickt und neue Zeitarbeiter, die auch hergeschickt wurden, werden gemobbt und tyrannisiert um sie klein zu Halten.
Es wird versucht auf direktem Wege zu Geld und auf indirektem Wege zur Beförderung zu gelangen. Oft lassen sich die vom System geschädigten Leiharbeiter zu Straftaten außerhalb der Arbeitsstelle verleiten, was nicht selten zu deren Inhaftierung führen kann.
Wissentlich oder Unwissentlich, seltenst jedoch geplant, landet der Leiharbeiter automatisch in

Ebene 8: Erkenntnis

Sepp Pautschek, 72 Jahre, gelernter Rentner, 33 Jahre Berufserfahrung als Klugscheisser.

Das Zeitpersonal hat auf dieser Ebene mehr als genug Erfahrung mit kriminellen Machenschaften.
So viel, dass es beginnt zu verstehen, dass es selbst seit langem gefangen ist, in der Maschinerie eines betrügerischen Leiharbeitssystems. Jeder Leiharbeiter hat spätestens ab diesem Punkt die sprichwörtliche „Schnauze“ so voll, dass er seinen Arbeitgeber auf schnellstem Wege verlässt.
Er gibt zwar dem Kunden seiner Leihfirma noch die Chance ihn fest einzustellen, doch der Chef der Kundenfirma sieht den Leiharbeiter nur fragend an. Ergo; zurück nach Harz IV.
Doch genau hier ist der Boden des Fasses, namentlich:

Ebene 9: Gefrorener Exoddus

Verwirrt steht das Leihpersonal in dieser Stufe vor einem geschlossenen Arbeitsamt.
Es gibt kein Harz IV mehr. Auch keine Sozialhilfe oder Kindergeld. Etwas Recherche zeigt dem nun ehemaligen Leiharbeiter, dass die Produktionsqualität und Arbeitsqualität so in die Knie ging, dass das Land nun Pleite ist.

Pergamentrolle.png

Kodex der Sith Zeitarbeit

Es gibt keine Facharbeiter mehr,
nur Leiharbeiter.
Es gibt keine Handwerker mehr,
nur Leiharbeiter.
Es gibt keine Beamte mehr,
nur Leiharbeiter.
Die Leiharbeit hat alle befreit.

Die wenigen, die aus dem ganzen Prinzip Profit erwirtschaftet haben sind längst in ein Land ausgewandert, in dem die Leiharbeiterschaft noch verboten ist.
Der ehemalige Leiharbeiter wird zum Wirtschaftsflüchtling.

Arbeitsagentur white hg.png Typische Verträge von Leiharbeitern Arbeitsagentur white hg.png

Im Gegensatz zum gemeinen Arbeiter, der sich in einer Gewerkschaft gruppiert, um so Tarifverträge und Mindestgehälter von arglosen Multimillionären zu erpressen, hat der Leiharbeiter kein Recht auf Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft.
Generell schwört er mit Vertragsunterschrift seinen Menschen- und Grundrechten ab und wird als Ding in einem Werkvertrag weiterverkauft.
Im Allgemeinen sehen die spezifischen Regelungen im Vertrag aus wie folgt:

Arbeitszeiten

Ein Leiharbeiter hat grundsätzlich flexible Arbeitszeiten von Null bis Fünfundzwanzig Uhr bei einer 177 Stundenwoche.
So beschreibt es zumindest die Zeitarbeitsfirma. Tatsächlich aber hat das Leihpersonal es geschafft, verschiedene Techniken zu entwickeln, diese Arbeitszeiten zu simulieren, ohne sie tatsächlich zu erbringen. Eine berühmte Taktik ist es, sich mit der Mittagswarenlieferung als Paket getarnt ins Lager einzuschleichen. Ungesehen schleicht sich der Leiharbeiter nun an die Stempeluhr, die er dank einer Googleanleitung auf 6.30 Uhr stellt, einstempelt, auf 16.00 Uhr stellt, ausstempelt und sich dann aus dem Klofenster abseilt.
Extrem findiges Leihpersonal, hat die Strategie entwickelt, vor dem Abseilen aus dem Klofenster, an die Arbeitsstelle zu schleichen. Dort startet der Leiharbeiter einen Tumult, in Form einer Beschwerde über eine Defekte Maschine oder Ähnliches. So wird er dann vom Vorarbeiter, der seinerseits schon wieder fast aus dem Klofenster entkommen ist, noch als Anwesend registriert. Im Durchschnitt ist ein Leiharbeiter an einem Achtstundentag 30 Minuten auf der Arbeit.


Vergütung

Im Schweiße seines Angesichts, erarbeitet der Leiharbeiter so einen Lohn, der ein Luxusleben ermöglicht. Die Reichtümer der Mühen überschütten ihn am Ende eines jeden Monats mit Gütern und Diensten an die wir Normalverdiener so leicht nicht herankommen. Selbstverständlich gibt es einen Ausdruck im Regelwerk der deutschen Bürokratie für sowohl Menschen die diese Reichtümer erhalten als auch Reichtümer selbst. Diese Worte sind: Geringverdiener und Mindestsatz.

Leiharbeiter in einem Callcenter, der vergessen hat seinen Tod anzukündigen.

Kurzarbeit

Arbeitet der Leiharbeiter nicht, so befindet er sich automatisch in Kurzarbeit und wird mit 60% abzgl. Verwaltungskosten vom Mindestsatz entlohnt.
Befindet sich der Leiharbeiter länger als 6 Wochen in Kurzarbeit, wird er ohne Ansprüche fristlos wegen Faulheit gekündigt.

Urlaubsanspruch

Ah ja, der Urlaub. Die Zeit in der sich die fleissigen Leiharbeiter unter der Sonne räkeln oder die frische Alpenluft geniessen. Passiert nicht all zu oft, vor allem da Leiharbeiter auf dem Papier eine Ware sind und keine Person. Die Idee den Personalausweis eines Leiharbeiters mit einem Lieferschein zu ersetzten und ihm ein Haltbarkeitsdatum zu tätowieren wurde vom Bundesverfassungsgericht abgelehnt.

Krankmeldungen

Wenn der Leiharbeiter es noch schafft zum Arzt zu kriechen, schafft er es auch bis zur Arbeitsstelle. Wenn nicht, ist das ein Vertragsbruch und zieht die sofortige Kündigung nach sich.
Gelbe Urlaubsscheine die nicht per Einschreiben geschickt werde, treffen Grundsätzlich nicht ein.

Tod

Der einzig anerkannte Weg der Arbeitsstelle beim Kunden fern zu bleiben. Dieser muss jedoch sechs Wochen vor Eintritt bei der Leiharbeitsfirma beantragt werden. Wird diese Frist versäumt, werden Verwandte oder Erben des Leiharbeiters rechtswirksam in Regress genommen.