Leergut

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Leergut ist ein unfreiwilliges Gesellschaftsspiel aus dem Hause Rewe, Aldi, Edeka, Lidl und Netto. Ziel des Spiels ist es einen guten Start in den Tageseinkauf zu ermöglichen (Verkäufer) oder zu haben (Kunde), ohne Komplikationen und Hindernissen zu begegnen.

Dabei wird das Spiel in verschiedene Teilbereiche eingeteilt, wie Funktionsfähigkeit des Leergutautomaten, Schnelligkeit des Verkäufers und Zufriedenheit des Kunden. Das Spiel gehört zu den Klassikern und wird weltweit in fast allen Ländern gespielt, wo es Supermärkte und Discounter gibt, da diese das Spielfeld darstellen. Obwohl es zur Freizeit dazugehört Spiele zu spielen, ist es im Ausbildungsberuf zum Einzelhandelskaufmann eine berufliche Pflicht.

Spielablauf, Ziel, Gewinn

Leergut wird mit mindestens zwei Spielern gespielt, die sich in zwei Teams, nämlich dem Verkäufer und den Kunden einteilen (1:1 Situation). Die Anzahl der Kunden kann allerdings auch höher liegen. Dann heißt es Alle gegen Einen. Jeder Verkäufer erhält einen festgelegten Spielbereich, zum Beispiel Getränkeabteilung und besitzt einen Schlüssel mit dem er den alleinigen Zugang zum Leergutraum hat. Im Gegensatz zum Kunden, trägt der Verkäufer eine festgelegte Spielbekleidung. Der Kunde besitzt mehrere leere Flaschen und ist in der Regel mit "wenig Zeit" aber dafür mit "viel Ungeduld und Pfandgeilheit" ausgerüstet. Die Spieler (Kunden) kommen nach ihrer eigenen Entscheidung der Reihe nach durch eine Schiebetür mit entweder einer Flasche, einer oder mehreren Kisten oder gleich mit mehreren Tüten oder Säcken.

Der jeweilige Spieler (Kunde) wickelt folgende Schritte ab:

Mit einem Auto einen Parkplatz finden, die Flaschen aus dem Kofferraum entnehmen und den Laden zum Leergutautomaten betreten. Die Flaschen richtig in "Mehrweg" und "Einweg" zuordnen.

Er kann auch bestimmte Aktionen ausführen:

So viele Flaschen in den Automaten einwerfen, bis dieser proppenvoll ist
Bewusst eine Flasche die im Laden nicht erhältlich ist in den Leergutautomaten schieben, damit diese nicht vom Automaten angenommen wird
Bei einem Streik des Automaten sofort an die Kasse rennen und sich beschweren, anstatt einen Zweitversuch zustarten
Sich über das eigene Team aufregen, wenn der Mitspieler der gerade einwirft zu langsam ist
Den Verkäufer für alles verantwortlich machen

Wenn ein Spieler bemerkt dass er nicht zurecht kommt oder wenn er sieht dass der Automat spinnt, darf dieser sich wie gesagt vorne an die Kasse begeben, die den Mitspieler (Verkäufer) zum Leergutautomaten durchrufen. Das Ziel des Spieles ist es in diesem Fall für den Verkäufer, schnellstmöglich das Problem, egal welches auch vorliegt schneller zu lösen, als der Kunde ausrasten könnte. Ein Verkäufer, dessen Leistungen einem Praktikanten gleichen, scheidet aus dem Spiel aus und es muss der Chef ran (Der Verkäufer hat verloren). Verloren hat der Kunde, wenn dieser keinen Grund zu meckern hat, weil der Verkäufer seine Arbeit schnell und problemlos ausgeführt hat. Der Verkäufer unterdrückt das Ausleben spießiger Verhaltensmuster und gewinnt.

Spielercharaktere

Der Gelassene

Dieser ist für den Verkäufer der angenehmste Gegner. Der Verkäufer kann noch so nervös und tollpatschig wirken und die Störung des Automaten nicht lösen, der Kunde bleibt stets der Meinung, der Automat wäre Schuld und nicht der Verkäufer. Nach einer halben Stunde, wenn die Flaschen endlich verschwunden sind, bedankt sich dieser höflich und macht darauf aufmerksam, dass der Verkäufer sich weder entschuldigen noch rechtfertigen muss. Mit einem „Jo danke junger Mann/junge Frau“ verabschiedet er sich sogar mit besserer Laune als vorher, weil er die sozialen Kontakte in Supermärkten durch und durch genießt.

Der Schweigende

Ein sehr schlecht einzuschätzender Kunde ist der "Schweigende". Dieser ist so gut wie völlig emotionslos und man kann nicht erkennen was genau in seinem Inneren von Statten geht. Entweder schweigt er, weil er von Natur aus eher nicht viel redet, oder er brodelt innerlich vor Wut, und niemand kann es beweisen. Daher ist hier Vorsicht geboten. Er neigt dazu, weder den Verkäufer zu begrüßen, noch sich zu bedanken, geschweige denn ihn zu verabschieden. Theoretisch könnte man vermuten, der Verkäufer hat eine Störung, aber auf keinen Fall der Automat. Diese Art von Kunden meinen bestimmt auch, die Flaschen verenden als Fossilien unter der Erde des Supermarktes, so dass eine Störung am Automaten, der zu voll ist, völlig unrealistisch ist.

Der sture Spießer

Dies ist der absolute Alptraum jeden Verkäufers. Zu allererst sei gesagt, dass der Kunde sich immer so viel aufregen darf wie er will, während hinter dem Verkäufer der parteiische Chef steht, der ewige Freundlichkeit vorschreibt. Der sture Spießer hat seit Jahren schlechten Sex, würde am liebsten jeden anzeigen der falsch parkt und macht jedes menschliche Wesen für alles auf der Welt verantwortlich. Sein größter Freund ist der Leergutautomat und selbst ihn hasst er, aber am meisten macht er dafür den bösen Verkäufer verantwortlich und sei es nur ein unschuldiger kleiner Azubi. Aber nicht nur er bekommt einen auf die Mütze, nein der gesamte Laden, der in seinen Augen das Schlimmste ist was er je in seinem Leben betreten hat.

Typische Sätze dieses schweren Gegners ist:

  • "Da ist ja schon wieder was am Automaten! HALLLLOOOO!!!"

(Hierbei wird sogar noch nicht einmal der Gang zur Kasse in Betracht gezogen, es muss in den Getränkemarkt hineingebrüllt werden)

  • "Kann das nicht ein bisschen schneller gehen?"

(Der Verkäufer gibt alles, rast und rennt um sein Leben voller Schweißperlen und abgelaufenen Schuhsohlen).

  • "Ich möchte das heute noch los werden!"

(Möchte natürlich nur er. Es dreht sich die Welt nur noch um ihn und seine Flaschen)

  • "Da muss man vielleicht mal die Automaten austauschen ne?"

(Besserwisserei. Noch nie hier gearbeitet, kennt sich aber mit allem besser aus und weiß für alles eine ultimative Lösung)

  • "Ich muss los, ich hab keine Zeit"

(Verständlich. Er muss noch zur Polizei seinen Nachbarn anzeigen)

  • "Immer wenn ich hier hinkomme ist der Automat kaputt!"

(Jo. Bei allen anderen funktioniert er. Eine bewiesene Verschwörung!)

Beim Verkäufer gibt es immer nur einen Spielcharakter

Der Sklave

Er muss ständig lächeln und freundlich sein. Für etwas entschuldigen wo für er nichts kann. Pluspunkte sammeln vor dem Chef kann er nur, wenn er sein Recht auf Notwehr ablegt. Hier zählt nur Schlüssel aus der Arschtasche, Automatentür auf, Behälter raus, zack zack, Kopf nach unten, Folie hinein in den Leergutautomaten schieben und einen schönen tollen Tag wünschen. "So bitteschön Herr Graf und Kaiser, er funktioniert wieder!".

Spielhindernisse aufsteigend nach Level

  • Level 1
"Wo isn hier der Leergutautomat?"
"Nicht zu schnell einwerfen!"
  • Level 2
"Diebstahlversuch"
"Die nimmt der nicht an/Die will er nicht"
"Marke nicht akzeptiert"
  • Level 3
"Der Behälter ist voll!"
  • Level 4
"Bon erreichte den Auswurf nicht"
"Kistenbahn zu voll"
  • Königsdisziplin
"Automat muss gereinigt werden!"