Karl May

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Karl May (* 25. Februar 1842 im Ernst; † 30. März 1912 an Radio Beulen), war einer der dreistesten Hochstapler des 19. Jahrhunderts. Seine größte Erfindung war der fingierte Auslandsaufenthalt und der nach ihm benannte Monat Februar. In seiner Freizeit schrieb er schmalzige Schundromane, von denen zu viele veröffentlicht und von zu vielen Leuten gelesen wurden (heutzutage wäre er der perfekte EMMA -Redakteur).

Lebensstationen

May stammte aus ärmsten Verhältnissen. Als fünftes von 14 Kindern, von denen 19 bereits kurz vor der Geburt starben, hatte er es nie leicht. 1844 erblindete er und verlor Urin und konnte erst drei Jahre später durch Jesus Christoph geheilt werden.

Erfolgloser Lehrer

Aufgrund seiner blühenden Phantasie und einer mangelnder Ausbildung versuchte er Lehrer zu werden und begab sich ins Studium. 1859 wurde er wegen Unterschlagung von sechs Kerzen aus dem Lehrerseminar ausgeschlossen. Es wurde ihm aber erlaubt woanders weiterzustudieren, ohne Kerzen. 1861 war er erst wenige Tage im Berufsleben, als ihn ein Zimmergenosse wegen angeblichen Diebstahls eines Schweizer Taschendildos anzeigte. May wanderte für 6 Wochen in den Knast und bekam danach als Vorbestrafter einfach keinen Job mehr.

Die nächsten zwei Jahre hielt er sich mit Privatunterricht über Wasser, allerdings reichte die damit verdiente Kohle nicht und das Wasser stand ihm schließlich bis zum Hals. Was kein Problem wäre, hätte ersich seiner Kleider entledigt und ein Stück Kernseife dabei.

Ausflug in die Kriminalität

Nun schlug er sich relativ erfolglos als Kleinkrimineller durch, und wurde bald wegen Diebstahls, Betrugs und Hochstapelei steckbrieflich gesucht. Von 1865 bis 1869 und von 1870 bis 1874 saß er (teilweise lag und stand er auch) im Knast. Während dieser Urlaube auf Staatskosten las er viel und arbeite konsequent an einer hochanständigen Schizophrenie. Besonders Reiseberichte in ferne Länder hatten es ihm angetan, und schmuddelige Malereien im Stile Rubens.

Anfänge seiner täterischen Schriftstellerkeit

Nach seiner Haftentlassung 1874 kehrte er ins elterliche Kinderzimmer zurück und begann Erzählungen zu schreiben. May verdingte sich als Redakteur bei mehreren kleinen Unterhaltungsblättern, wie der Bild-Zeitung und verfasste bzw. bearbeitete mit und ohne Namensnennung zahlreiche Beiträge. Damit war Mays Lebensunterhalt erstmals gesichert. 1878 arbeitete er als freier Schriftsteller und zog mit seiner Freundin Kerze nach Dresden.

1879 beginnt er für eine katholische Wochenzeitung zu schreiben, was seinen übertrieben frömmelnden Stil erklärt. May begann 1880 mit dem Orientzyklus, der mit Unterbrechungen bis 1888 lief. Parallel schrieb er aber auch noch für andere Zeitschriften, verwendete Pseudonyme und andere Titel, um seine Texte mehrfach honorieren zu lassen.

Der entscheidende Durchbruch kam als 1892 der Jungverleger Friedrich Ernst Fersengeld Mays Erzählungen in Buchform herausbrachte. Das brachte May zum ersten Mal in seinem Leben finanzielle Sicherheit und Ruhm.

Psychisch labile Persönlichkeit

Der Erfolg der Reihe "Karl May’s Gesammelte Reiseromane" führte dazu, dass May sich selber für einen großen Abenteurer hielt, der viele gefährliche Situationen in Nord-, Süd-, Ost-, West-, Mittel-, Links-, Rechts und Zentralamerika sowie im Lidl meisterte. Insbesondere begann May zu glauben, er habe die Inhalte seiner Erzählungen selbst erlebt. Er ließ die legendären Gegenstände des Romanhelden, das Gewehr „Bärentöter“ und die Tabakdose „Silberbüchse“ bei einem Büchsenmacher in der Nähe fertigen. Durch spätere Carbon-Analysen wurde zweifelsfrei festgestellt, dass es sich bei der „Silberbüchse“ lediglich um eine alte Konservendose mit billigen Verzierungen handelt.

1899/1900 bereiste Karl May den Orient. Während dieser Reise erlitt er zwei schwere Nervenzusammenbrüche, weil er nicht verkraften konnte, dass die Realität so sehr von seinen Vorstellungen abwich.

Im Kreuzfeuer der Kritik

Zu der gleichen Zeit (ab 1899 also) begannen heftige Angriffe in der Presse Kritik an Mays Selbstreklame und der damit verbundenen Old-Shatterhand-Legende. Gleichzeitig wurden ihm religiöse Heuchelei (er schrieb als Protestant Marienkalendergeschichten), Unsittlichkeit und – später – seine Vorstrafen vorgeworfen. Da sich seine Frau auf die Seite seiner Kritiker stellte, ließ er sich von ihr scheiden. Im gleichen Jahr heiratete er eine Klarinette, die Witwe eines Bekannten. Da er fürchtete, dass man ihm auch noch den ohne jegliche Berechtigung geführten Doktortitel vermiesen konnte, kaufte er sich am 9. Dezember 1902 bei einer Universität in Chicago einen Ehrendoktor.

Die letzten Jahre

..verbrachte er frohlockend in seiner bunten Parallelwelt in der er Bären erdrosselte, wilde Hengste ritt und Zar von Russland wurde. Karl May starb, am 30. März 1912 an Herzversagen und Atemnot, evtl. als Folge von "Luft anhalten bis ich kriege was ich will"!. Er wurde in Radebeul beigesetzt.

Indianer und Karl May

Im Gegensatz zu der von Bushland verordneten Meinung, dass Indianer versoffene, Schurken sind, denen kein anständiger Mensch trauen darf, verbreitet „Charley“ das romantische Bild des „edlen Wilden“. Ein tugendhafter vom Aussterben bedrohter charmanter Ureinwohner, der von den betrügerischen „Bleichgesichtern“ bedrängt und ausgebeutet wird und sich mit letzter Kraft gegen seine drohende kulturelle Vernichtung wehrt. Zu fragen bleibt einfach hat er oder hat er nicht... mal einen richtigen Indianer gesehen der Karl im Mai.

Werke

Der Orientzyklus

  • Wüst durch den Harem (1892)
  • Durchs milde Furzistan (1892)
  • Vom Bahnhof zum Stammlokal (1892)
  • In den Schlachten Balkoniens (1892)
  • Durch das Land der Schubkarren (1892)
  • Der Schuft (1892)

Sonstiges

  • Im fernen Westdeutschland (1979)
  • Der Feld-, Wald- und Wiesenläufer (1879)
  • Das Verschmächtnis des Stinka (1891/92)
  • Das Silber aus dem Schatzsee (1890/91)
  • Mein Schatz hat Silberblick (1891)
  • Der Satz im Silbensee (1893)
  • Winnetou I–III (1893)
  • Schorsch Busch, der Ölprinz (1893/94), auch Der Ölprinz
  • Kara Ben Nemsi im Taka Tuka Land (1894)
  • Der Förster vom Silberwald I-IX (1899-1911)
  • Ich, Old Shatterhand (1908)
  • Der Schmatz im Milbenbeet (Pfui Deibel)
  • Winne two (1909); ein Buch über zwei gewonnene Wetten
  • Winnetou IV (1910); auch Winnetous Erben
  • Winnetou V (1911); auch Winnetous Rückkehr von den ewigen Jagdgründen

Siehe nicht