Kanadisches Kampfhuhn

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Kanadisches Kampfhuhn
Huhn2.jpg
Systematik
Ordnung: Geflügel
Familie: Meier
Gattung: Kämpfer
Art: Huhn
Fortpflanzung: unterschiedlich
Nächster Verwandter: Satan
Wissenschaftlicher Name
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(Dr. Mabuse, 1801)

Das kanadische Kampfhuhn ist eine weltweit gefürchtete Hühnerart. Ob ein Bauer, der sich um das Wohl seiner Kühe sorgt, ein Jäger, der es nicht wagt, auf eines dieser Tiere zu schießen oder ein Metzger, der sich selbst ein gestorbenes Exemplar nicht an zufassen traut. Mit kanadischen Kampfhühnern will niemand etwas am Hut, geschweige denn, sie drin zu haben.
Gar so bekannt wie es aufgrund der vielen Risiken eigentlich sein sollte, ist das kanadische Kampfhuhn aber nicht. Ein Problem, das ungeahnte Ausmaße annehmen könnte. Deshalb sollte man sich spätestens vor dem nächsten Kanadaurlaub über die Gefahren informieren - wenn es dann nicht schon zu spät ist.

Lebensraum

Das kanadische Kampfhuhn ist ausschließlich in Kanada vorzufinden. Deshalb auch der Name. Dort wird es seit eh und je von den Eingeborenen verachtet. Wurde eine neue Siedlung gegründet, durchsucht man erst über drei Tage hinweg die Gegend nach den besagten Tieren ab. Wurden im Umkreis von 50 km Exemplare gesichtet, suchten die Ureinwohner Kanadas schnell das Weite - wenn sie nicht längst von den Kampfhühnern überwältigt worden waren.
In den dichten Wäldern sind die Hühner meist in kleiner Gruppen vor zu finden. Manche Forscher, die Zusammentreffen mit solchen Herden überlebt haben, berichten von bis zu 50 Tieren, die sich zusammenfinden. Ihr Quartier sollen die Kampfhühner in Höhlen oder auf Bäumen aufgeschlagen haben; jede Nacht auf's Neue. In einem Gebiet von mehreren Quadratkilometern wandern die Wildhühner tagtäglich umher, immer auf der Suche nach Unterschlüpfen für die Nacht. Auseinandersetzungen mit anderen Tieren brauchen sie nicht zu befürchten, da jedes animalische Wesen mit genügend Grips intuitiv und ohne darüber nach zu denken vor den Kampfhühnerherden flieht, bevor diese auch nur in Sichtweite sind.

Verhalten & typische Merkmale

Das kanadische Kampfhuhn und sein Helm

Das Kanadische Kampfhuhn hat - wie viele andere Tierarten auch - verschiedene Merkmale. Diese muss man sich nicht unbedingt merken, und Gott verhüte nicht alle in einem Mal, will man sich aber vor den Tieren hüten, sollten sie doch bekannt sein.

  • Jedes kanadisches Kampfhuhn trägt einen Helm. Auf Stirnhöhe befindet sich eine kleine Kanadaflagge, auf die die Tiere besonders stolz sind. Der komplette Helm darf zerstört werden, doch die kleine Flagge muss erhalten bleiben. Ein Kratzer - beispielsweise ausgelöst durch einen urplötzlich herunter fallenden Ast - ist nicht wieder gut zu machen und eine Schande für die ganze Herde. Um die Ehre wiederherzustellen, werden Ehrenmorde begangen: das eine Tier mit der verunstallteten Flagge auf dem Helm muss gegen seine kanadische Kampfhuhnherde in einem Sudden-death-Match auf Leben und Tod antreten. Natürlich gewinnen immer die Guten und das böse, böse Flaggen-Zerstörer-Huhn stirbt. Diese Tiere besitzen wirklich einen gesunden Nationalstolz, das muss man sagen.
  • Jedes kanadisches Kampfhuhn muss patrouillieren. Nicht unbedingt jeden Tag, aber es muss. Jeden Abend werden werden zwei Exemplare ausgewählt, die einerseits über die kommende Nacht hinweg die Unterkunft der Herde bewachen müssen und zusätzlich das umliegende Gebiet nach Beute für den morgigen Feldzug zu durchkämmen haben.
  • Jedes kanadisches Kampfhuhn kämpft. Wann immer es geht, wo immer es steht - es kämpft. Notfalls auch grundlos. Dem Huhn geht es gar nicht darum, sich mit anderen zu messen, es will einfach kämpfen. Das wurde ihm so von seiner Kampfhühner-Familie so eingepickt. Und apropos Hackordnung: Die gibt es nicht. Oder: gäbe es sie, weiß niemand etwas davon. Die Kampfhühner kämpfen in ihrer Herde gegen jeden. Und wenn eines einen Kampf verliert, wird es mit den spitzen Krallen der andern mehrmals daran erinnert.
    Die kanadische Regierung versuchte einst, die heimischen Hühner aufgrund ihrer kämpferischen Art für militärische Zwecke zu nutzen, wie einst Hannibal seine Elefanten. Aus großer Distanz sollten Soldaten die Tiere über Bergpässe manövrieren, was sich als nicht allzu erfolgreich herausstellte. Nachdem kurz darauf mehrere Rekruten ihr Leben lassen mussten, als sie versuchten, auf den Hühnern zu reiten, schwankte das kanadische Militär von ihren Kampfhühnern auf Elche über.
  • Jagdstrategien

    Fürchte dich!
    (Gemeint ist der Elch)

    Die kanadischen Kampfhühner sind allesamt Fleischfresser. Vegetarisch lebenden Neugeborenen wird, sobald ihre Einstellung gegenüber Fleisch und mehr noch dessen Verzehr an Tageslicht gerät, erbarmungslos das Leben geraubt. Nicht, dass die Kampfhühner etwas gegen Vegetarier hätten, nein auch unter ihnen wird Diskriminierung verpönt, sie bringen die Nicht-Fleischfresser einfach um. Tradition.

    Eine Herde kanadischer Kampfhühner geht täglich auf Jagd. Schon früh morgens machen sie sich auf den Weg. Könnte man es schaffen, sie unverletzt bei einem Beutezug zu beobachten, bekäme man die komplette Brandbreite ihrer Hinterhältigkeit zu Gesicht. Ist ein erstes Opfer gefunden, wird dieses von den Hühnern umzingelt und eine gewisse Zeit verfolgt. Bis hierhin hat das Objekt der Begierde noch keinen blassen Schimmer von der Anwesenheit der Kampfhühner. Besser wäre - für das Beutetier - es wüsste davon, sodass es möglicherweise fliehen könnte. Meistens ist es jedoch so, dass das Opfer der Hühner sobald es von deren Existenz weiß, nie von eben dessen gewusst haben will, denn zu diesen Zeitpunkt ist es schon längst tot.
    Im richtigen Augenblick, wenn das zu erlegende Tier unbesorgt seinen Weg watschelt, springen die Kampfhühner los. Ihr Schlachtruf darf hier nicht fehlen. Unter diesem ohrenbetäubendem Kikeriki wird den Opfertieren - meist Elchen - häufig das Geweih ausgepickt. Dieses trägt am Abend das Huhn, das während des Beutezuges am egoistischen war und sich als erstes das Geweih unter die Krallen gerissen hat.

    Ausgehende Gefahren

    Gäbe es ein Ranking der am gefährlichsten Begegnungen nach der Wahrscheinlichkeit des direkt darauf folgenden Todes, wäre nicht nur ein Kernkraftwerk südöstlich von Hamburg an der Elbe - sollte der höchst unwahrscheinliche Fall eintreten, dass es explodiert - sehr weit vorne vertreten, auch das kanadische Kampfhuhn hätte ein Platz in den ersten Reihen sicher.
    Kanadische Kampfhühner sind nicht nur gegenüber Beutetieren nicht einfühlsam, auch zu Menschen kann man ihre Verhaltensweise als eher unangenehm bezeichnen. Oft ist es schon passiert, dass meist unschuldige und zudem noch jungfräuliche Paare beim gemütlichen Spaziergang durch die dunklen, kalten Wälder Kanadas von den heimischen Kampfhühner attackiert wurden. Die Tiere hatten sich in Sträuchern am Wegesrand verkrochen und schlichen sich - hinterhältig wie sie sind - rücklings an. Nach der Autopsie der jungen Paare ergab sich häufig, dass die Hühner erst jegliches ungenießbares Etwas aus der Rucksäcken der bis dato noch lebendigen Leichen gefressen hat, bevor sie ihnen den Gnadenstoß verpassten. Raubmord und Fahrerflucht. Hinterhältiges Pack!

    Triviales

    • Natürliche Fressfeinde: Keine. Allein der Versuch endet tödlich.
    • In mageren Zeiten ohne große Beute ernähren sich Kampfhühner auch von fleischfressenden Pflanzen, die sie aus botanischen Gärten mittelgroßer Städte entwenden.
    • Kanadische Kampfhühner unterscheiden sich ohne Helm für den Laien nicht von normalen Hühnern, sie sind aber unlängst gemeiner, hinterhältiger, brutaler und allgemein aggressiver.