Jean-Bêtise la Critz de l'Eucalypte

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Jean-Bêtise la Critz de l'Eucalypte (*29.2.1689 in Cambrai - †18.06.1753 in Paris) ist der Erfinder des Husten-Bonbons.

Leben

La Critz de l'Eucalypte wuchs im beschaulichen,aber für seine Süßwaren berühmten Ort Cambrai auf. 1704 begab er sich nach Zürich und begann dort eine Lehre beim legendären Bonbonmacher Reto Zältli. Dort traf er erstmals den jungen Enrico Riccola. Um 1720 kehrte er nach Frankreich zurück, wo er auf das kurz zuvor vom Apotheker François-Marie le Cou d'Enrou erfundene Hustensaftkonzentrat aufmerksam wurde. Ihm gelang die wirkstoffschonende Verfestigung des Elixiers durch Einkochen unter Zusatz von karamelisiertem Zucker. Durch seine guten Kontakte zu Enrico Riccola,der in Zürich eine Agentur eröffnete, fand seine Erfindung schnell Verbreitung in der gesamten Eidgenossenschaft. Er starb im Juni 1753 im Büro seiner Pariser Fabrik.

Kulturhistorische Bedeutung

La Critzens Erfindung leistete in der alten Eidgenossenschaft einen wichtigen Beitrag zur gesamteidgenössischen Identitätsstiftung und steht heute im Range eines Nationalsymbols. Im Bereich der Kunst und Musik ist seine tatsächliche Bedeutung umstritten. Karrieren wie die Enrico Carusos wären ohne La Critz nicht denkbar; die von Peter Maffay hingegen schon.

Zitate

  • "Wer hat's erfunden? Wär chenau ? " - irrtümlich Riccola zugeschrieben und bis heute in der Schweiz als geflügeltes Wort populär.)

Sonstiges

  • Zu Ehren des großen Erfinders ist eine Süßholzwurzel nach ihm benannt worden Lakritz.
  • Der Entsetzensschrei seines deutschen Sekretärs,der am Tag nach La Critzens Tod aus dem Urlaub zurückkehrend dessen Büro leer vorfand ("La Critz fort !") führte - von den französischen Kollegen falsch verstanden- zur Entstehung der Urban Legend vom Starklakritz, die sich bis heute gehalten hat.

Kulinarische Lehrschriften

  • Réflexions sur la puissance sanitaire du Bonbon , Paris 1723 (gemeinsam mit F.-M. le Cou d'Enrou)
  • Sur la caramelisation des herbes, Memorandum, Zürich 1717