Harold Lloyd

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Lloyd kurz vor seinem Sturz 1955

Harold Zhong Lloyd (* 1. Januar 1900 in Hongkong; † 30. Mai 1955 in New York) war ein berühmter asiatischer Uhrenmacher. Bekannt wurde er vor allem durch seine gewagten PR-Kampagnen, in welchen er (fast) alle Stunts selbst ausführte. Am 30. Mai 1955 verstarb Lloyd an den Folgen eines Sturzes aus dem 4. Stock eines Hochhauses in New York. Das Bild auf welchem er sich mit letzer Kraft an dem Zeiger einer von ihm entworfenen Turmuhr "Mildret" festhält machte ihn weltberühmt.

Kindheit und Jungendjahre

Als Sohn eines britischen Kolonisten und einer chinesischen Akrobatin genoss er schon in seinen ersten Lebensjahren viele Privilegien. Als er 12 Jahre alt war war er sich sicher in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und sein Uhrengeschäft übernehmen zu wollen. Doch Lloyd hatte noch eine zweite Passion, inspiriert von seinem idealistischen Vater und geschult in Akrobatik durch seine Mutter bekämpfte er nach eigenen Angaben bereits mit 16 Jahren falsch gestellte Turm-und Taschenuhren in der ganzen Stadt. Seiner Meinung nach konnte das viele Leid und Missstände auf der Welt nur aus mangelndem Zeitmanagement resultieren. Schon von klein auf hatte er beobachtet, wie chinesische Arbeiter zu spät zur Arbeit kamen und von britischen Kolonisten hart beschraft wurden. An der Grundsituation konnte er nichts ändern, da machte er sich nichts vor, er war ja schließlich kein Superheld, auch Politik interessierte ihn wenig, aber er konnte zumindest sicherstellen, dass "jede verdammte Uhr richtig schlägt" (Lloyd, 1945). Jeden Tag nach der Arbeit im Uhrengeschäft maskierte sich Lloyd heimlich und zog als "Uhrenmacher" durch das nächtliche Hongkong. Er korrigierte, Kirchen- und Bahnhofsuhren, sowie Taschen- und erste Armbanduhren, bis er schließlich am frühen Morgen in sein Bett sank. "Es war wie ein Rausch!" (Lloyd, 1947). Das war natürlich eine strapaziöse Zeit, er kam kaum zu Ruhe, doch konnte ihn sein Uhrenidealismus ganze 4 Jahre lang weitertreiben, bis zu seinem Zusammenbruch.

OAT (Organisation against Timekilling)

Nachdem Lloyd 1922 einen Nervenzusammenbruch erlitten hat (durch den massiven Stress) erholte er sich ein Jahr lang, bis er mit 23 Jahren die OAT gründete, diesmal ganz offiziell. Schnell fand die Organisation Zuwachs an Uhrenfetischisten und Zeitidealisten wie Lloyd. Durch sein gewaltiges rhetorisches Talent konnte Lloyd eine ganze Schar von Unterstützern um sich sammeln, die in seinem Auftrag Uhren korrigierten. Bis 1945 strömten die OAT unter dem Organisationsmotto "We are full in time." durch ganz Hongkong bis alle Uhren auf die Sekunde genau gleich tickten.

Die Expansion

Nach dem Tod von Lloyds Vater 1932 übernahm dieser das Uhrengeschäft und schaffte es durch seine Fähigkeiten und Popularität über die Grenzen Honkongs hinaus nach China zu expandieren. Jedoch hatten dieser Schicksaalsschlag und sein Ruhm Spuren hinterlassen, Lloyd wurde depressiv und verbrachte mehr und mehr Zeit in seiner Uhrenwerkstatt damit Sekunden zu zählen. Nur durch "Jaba" (Das gleiche wie Crystal Meth) konnte er weiter arbeiten. "Ich tat das um zu vergessen" sagte Lloyd in einem Interview 1935, dass er trotz allem weiter produktiv war und seine Firma vermarkten konnte fand er bis zu seinem Ableben unglaublich. "Die Lloyd Clock Company und ich mussten einfach weiter funktionieren, ich war Teil des Uhrwerks". 1940 waren seine Uhren überall auf der Welt zu finden, alle hatten sie, vom einfachen Handwerker bis zum Börsenhai, es war für jeden was dabei. Mit dem zunehmenden Erfolg und durch den Einfluss seiner Mutter, die ihn in transzendaler Meditation unterwies ging es ihm wieder besser und er fühlte sich "wie gut geölt" (Lloyd, 1947).

Lloyd und die Werbung

Berühmt und geradezu berüchtigt wurde Lloyd vor allem durch seine waghalsige Promotion: Durch seine Mutter in Akrobatik geschult installierte er selbst ohne Sicherung Uhren an Kirchtürmen und Wolkenkratzern und das vor begeistertem Publikum und Kamera. Solche Aktionen in schwindelerregender Höhe verschafften ihm den Rausch die Zeit zu vergessen, sein größter Traum.

Tod

Nachdem Lloyds Mutter 1951 verstarb flüchtete er sich mehr und mehr in seine Arbeit, besonders im PR-Bereich. Er tourte um die ganze Welt um Uhren zu installieren und korrigieren. 1953 wurde ihm sein Wagemut zum Verhängnis als er bei der Installation der von ihm entworfenen Uhr "Mildret" abrutsche und 4 Stockwerke hinab auf die Straße fiel. Augenzeugen berichteten von einer "Wahnsinns Sauerrei". Auf seinere Beerdigung wurde "John Dowland-Time Stands Still" gespielt.

Trivia

Lloyd war nie verheiratet und hatte laut Aussagen seiner Freunde kein Interesse an Frauen oder Männern, sein Uhrenfetischismus beeinflusste wahrscheinlich auch seine sexuellen Interessen(Objektophilie).

Der ebenfalls chinesische Uhrenmacher Jackie Chan starb auf die selbe Weise. Er war ein großer Verehrer Lloyds. (Siehe dazu auch: Club der toten Uhrenmacher)

Harold Lloyd trug niemals eine Uhr bei sich, nach eigenen Angaben machte ihn das ständige "Ticken" verrückt.

Zitate

"Zeit die uns etwas gibt ist Zeit die wir uns nehmen."

"Uns gehört nur die Stunde. Und eine Stunde ist viel!"

"Du gehst mir auf den Zeiger!" (Zu einem Journalisten)

"Der tickt doch wohl nicht mehr richtig!" (über Hitler)