Greteln

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Als Greteln bezeichnet man das absichtliche Ignorieren von körperlichen, geistigen oder anerzogenen Einschränkungen bei Mensch oder Tier. Die so entstandene Wahrnehmung wird dem gegretelten unumwunden mitgeteilt, mit dem Ziel, dessen Selbsteinschätzung zu manipulieren.

Ursprung

Der Ursprung des Wortes liegt im Märchen Hänsel und Gretel. Hier wurde die Hexe bewußt über die Tatsache hinweggetäuscht, dass sie Vegetarier war. Sollte sie aufgrund dieser Fehleinschätzung Teile von Hänsel verspeisen, hätte das weitreichende körperliche Folgen für sie haben können. Menschenfleisch wirkt zwar besonders zart, ist aber schwer verdaulich. Verstopfung, Völlegefühl und Mundgeruch sind schon bei Nicht-Vegetariern die Folge. Bisher hatte die Hexe sich nur von Lebkuchen ernährt und war sich dieser Tatsache nicht bewusst. Da die fiese kleine Gretel ihr einredete, es wäre eine gute Idee ihren Bruder statt ihrer selbst zu verspeisen, gilt sie seither als Namensgeberin. Die Tatsache, dass sie auf diese Weise auch ihren dödeligen Bruder loswerden könne, kam ihr an dieser Stelle ebenfalls zu Pass. Beide Teile des Plans gingen nicht auf. Dafür die Hexe in Flammen und der kleine Bruder mit nach Hause.

Opfer

Geeignete Opfer für das Greteln finden sich vermehrt unter den kleinen Menschen, auch Kinder genannt. Meist werden dazu Kindergärten und Schulen systematisch überprüft. Im weltweiten Netzwerk Gretel.VZ werden alle potenziellen Opfer mit all ihren Einschränkungen eingetragen. Vor der Zeit der elektronischen Datenverarbeitung wurden entsprechende Listen mit Stift und Papier angefertigt und auf Spielplätzen verteilt.
Langzeitstudien belegen, dass Menschen, die einmal gegretelt wurden, immer wieder Ziel von Greteleien werden. Dies ist unabhängig davon, wie alt sie werden. Einige lassen sich auch den Satz Gretel mich! auf die Stirn tätowieren.

Beispiele

  • Sehr beliebt ist die Vorgehensweise, beleibten Personen das Gefühl und die absolute Sicherheit zu vermitteln, sie seien besonders schlank. Dies führt dann in Konsequenz dazu, dass diese Personen in der nächsten, normal geschnittenen Tür stecken bleiben. Verstärkt wird der Effekt dann mit Aussagen wie: Wieder mal waren die Handwerker zu dumm, eine Tür anständig für schlanke Leute zu bauen!
  • Einem jugendlichen Fahranfänger wird gerne vermittelt, er habe sein Fahrzeug unter Kontrolle. Besonders effektvoll ist dies auf regennassen Landstrassen auf dem nächtlichen Heimweg von Diskotheken. Kommentare wie Du kannst den Schleicher da vorne ruhig überholen, das schaffst Du noch! stärken das Selbstvertrauen des Fahrers ins Unermessliche und führen meist zu den beliebten Samstagabendunfällen.
  • Eine besonders bei Erziehungsberechtigten verbreitete Art des Gretelns hat mit Dieter Bohlen und dem Fernsehformat DSDS ihren Guru gefunden. Hier werden Teenager von ihren Eltern so lange in ihrem Glauben bestärkt, sie können singen, bis diese sich freiwillig vor einem Millionenpublikum zum Affen machen.