Gelbe Seiten

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Die "Gelben Seiten" sind eine weitere Methode, noch mehr Regenwald abzuholzen. Die Bezeichnung rührt daher, weil das verwendete Papier bereits vergilbt ist. Dies liegt einfach an der großen Auflage, wodurch die ersten Exemplare der aktuellen Ausgabe bereits um 1900 gedruckt worden sein mussten.

Inhalt

Der Inhalt der Gelben Seiten ist von großem Umfang. Man findet quasi alles, was man sucht. Die folgenden Beispiele sollen das etwas erläutern.

Beispiele


Altenlagerungsstätten

Auch freundlich Seniorenheime genannt, sind große Lagerhallen, in welche man seine alte Schwiegermutter oder seinen in den 1940ern hängengebliebenen Opa abstellen kann. Diese gibt es in nahezu allen Orten und sind demnach auch in den Gelben Seiten gelistet.

Waffenläden

Für den Hobbyterroristen finden sich ebenfalls viele Anlaufstellen, ihrem Hobby nachzugehen und dafür ausreichend Equipment zu kaufen. Sollte man allerdings Bombenläden suchen, wird man leider enttäuscht.

Öffentliche Einrichtungen

Darunter fallen öffentliche Toiletten, Bushaltestellen, Parkbänke, Mülleimer und Brunnen, welche man direkt über die Gelben Seiten anrufen und sich über die jeweilige öffentliche Einrichtung Informationen abholen kann.

Die Gelben Seiten vor der Benutzung.

Benutzung

Grundkenntnisse

Zu allererst sollte man sicherstellen, dass man eine gewisse Feinmotorik besitzt, da die Seiten der Gelben Seiten extrem dünn sind. Blättert man also zu hektisch in dem Buch, kann es sein, dass man schnell ganz viele Schnipsel unter den Fingernägeln hat. Auch das Anfeuchten der Seiten mit Spucke zum verbesserten Seitenwechsel sollte vermieden werden, da auch nur geringe Feuchtigkeit das Buch total durchnässt und es unbrauchbar macht. Am besten legt man die Gelben Seiten quer vor sich hin, duckt sich mit dem Kopf so weit herunter, dass gerade noch der Mund über dem Tischrand zu sehen ist, und pustet sachte die einzelnen Seiten um. Allerdings kann es auch hier durch überhebliches Blasen zu Beschädigungen bis hin zum Zerfleddern des Buches kommen.

Zurechtfinden

Schlägt man die ersten Seiten der Gelben Seiten auf, wird einem schnell klar, dass es sich bei dem Wälzer wieder einmal um ein Minderheiten diskriminierendes Werk handelt.


Erster Hinweis

  • "Das Stichwortverzeichnis am Ende des Buches ist so leicht wie das Abc..."

Zunächst also sollte man kein Analphabet sein, ansonsten ist man beispielsweise in einem Notfall oder wenn man die Nummer des Finanzamtes nicht finden kann, total aufgeschmissen.

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"Ja wie, Sie können das nicht lesen?"

Zweiter Hinweis

  • "Jede Branchenüberschrift erscheint in der hier dargestellten Form..." - Hinweistext im Buch.
  • "Aha!" - Bemerkung einer verwirrten alten Dame.

Nicht nur, dass Analphabeten zur Genüge denunziert werden, haben es die Redakteure und Verfasser der Gelben Seiten auch auf den älteren Bevölkerungsteil abgesehen. Durch viel zu kleine Schrift und dreist-kleine Hinweisbildchen müssen die Omas und Opas dieser Welt so sehr ihre Augen zusammenkneifen, dass die Brillengläser Sprünge bekommen und sie sofort mal im vorliegenden Buch einen Optiker suchen müssen.

Dritter Hinweis

Die Gelben Seiten können als Instrument zur Industriespionage verwendet werden:

  • "Unter der Ortsnetzüberschrift, die stets mit einem blauen Quadrat beginnt, finden Sie die konkurrierenden Firmen alphabetisch geordnet..."

Na und? Der Otto-Normal-Verbraucher kann also nun herausfinden, welche Betriebe er durch simple Telefonstreiche gegeneinander ausspielen kann.

Vierter Hinweis

  • "Oben aufgeführtes Verzeichnis befindet sich auf der Seite 33..."

Dieser Hinweis macht deutlich, dass es sich bei den Gelben Seiten scheinbar um nichts anderes als ein mieses Lexikon handeln muss, da man ständig woanders hin verwiesen wird.


Die Suche

Durch die oben genannten Hinweise gewappnet, kann man sich nun auf die Suche nach der gewünschten Branche machen. Dabei sollte man zunächst wissen, was man sucht. Im Folgenden wird erläutert, wie man, egal was man anfangs sucht, nachher immer bei der Waffenbranche landet.

Das Nicht-Finden

Das Nicht-Finden der gewünschten Branche impliziert das Gefunden-werden-Wollen eines Weges zur Findung der gewünschten Branche. Kurz gesagt: Wenn man etwas nicht findet, sucht man eben weiter. Dieser Prozess kann je nach Temperament des Suchenden und seiner seelischen Konstitution zwei Minuten bis drei Wochen dauern. Bei einer Vergiftung durch Stablutrizyploklotzokokken kann letzteres unweigerlich zum Tode führen, sodass die Verzweiflung über das Nicht-Finden überhaupt nicht erst eintreten kann.

Das Verzweifeln

Das Verzweifeln gipfelt in dem monologartigen Stellen existenzieller Fragen und deren Diskussion, wie zum Beispiel:

  • "Warum ich?"
  • "Wieso nur?"
  • "Weshalb find ich den Scheiß net!?"
  • "Welcher Vollidiot denkt sich so'n beklopptes Buch aus?"
Die Gelben Seiten nach der Benutzung. Total zusammengeknüllt und verbrannt. So ist das richtig!

Das Wegschmeißen

Das Wegschmeißen ist die letzte Schutzreaktion des normalen Menschen, die auftritt, wenn die Verzweiflung emoartige Ausmaße annimmt. Bei Cholerikern wird meist nach einer bis zwei Minuten erfolgloser Suche der Verzweiflungsschritt mit dem Wegschmeißen verschmolzen. Dieser Prozess geht bei allen wie folgt vonstatten:

  • Der Betroffene baaft die Gelben Seiten zu.
  • Da es keinen wirklichen Buchdeckel gibt und die Seiten so dünn sind, gibt es keinen ordentlichen Knall, an dem sich der Choleriker erfreuen könnte.
  • Der Betroffene hält das Buch quer und versucht, alle Seiten auf einmal zu zerreißen, was aber nicht klappt.
  • Der Blutdruck des Betroffenen steigt.
  • Das Buch wird geschmissen und trifft den Flachbildfernseher, welcher von der Wand fällt und einen lauten Knall verursacht.
  • Der Choleriker schreit, flucht und schmeißt weitere Gegenstände, welche den PC, die Stereo-Anlage und andere, teure Elektronikwaren mit lauten Knallen zerstören.
  • Er verlässt das Haus und will Amok laufen, stellt jedoch fest, dass er keine Waffen hat und blättert in den Gelben Seiten.

Siehe auch