Geisterschiff

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Der Großteil der Bevölkerung stellt sich Geisterschiffe so vor

Ein Geisterschiff bezeichnet einen Aufenthaltsort von sozial schwachen Geistern, die sich keinen Grabstein auf dem Friedhof leisten konnten. Geisterschiffe finden sich auf allen Sieben Weltmeeren und zeichnen sich im Gegensatz zu Friedhöfen durch ein hohes Maß an Mobilität aus. In weiten Kreisen der Bevölkerung wird mit dem Begriff „Geisterschiff“ fälschlicherweise ein Schiff bezeichnet, dessen Besatzung verschwunden ist, was wohl darauf zurückzuführen ist, dass Geister für Erwachsene unsichtbar sind (mit Ausnahme von Aiman Abdallah).

Die Besatzung und ihr Kapitän

Die Besatzung

Die geringste Plage, Geisterratten an Board!

Die Besatzung eines Geisterschiffs besteht in der Regel aus vierzig- bis achtzigjährigen männlichen Geistern, die wegen ihres unkontrollierten Rumkonsums von Sozialhilfe abhängig sind. Somit ist das Geisterschiff die letzte Anlaufstelle für Geister, die kurz vor dem Fegefeuer stehen. Die meisten Geister an Bord kennen sich gut mit Schiffen aus, da viele in ihrem früheren Leben als Pirat tätig waren.
Es gibt aber auch wenige Geisterschiffe, die sich in der Besatzung deutlich von den klassischen Geisterschiffen unterscheiden: Beispielsweise sorgt sich die Kölner Geisterarche e.V., die von Aiman Abdallah ins Leben gerufen wurde, um kleine Geisterjungen, die bei einem Autounfall ums Leben kamen. Als Gegenleistung für die Unterkunft verlangt Aiman jeden Monat aufs Neue Nacktbilder der Crew, die er in seiner Sendung Galileo Mystery dem naiven Publikum präsentiert.

Der Kapitän

Der Kapitän eines Geisterschiffs, der ebenfalls schon tot ist, muss bestimmte Qualifikationen vorweisen können, die er während der Ausbildung erlangt. (Bis jetzt gibt es nur eine ausbildende Schule, die sich inmitten von Ozeanien befindet.)
Ein Kapitän muss seine Mannschaft zusammenhalten können, er muss trinkfester als alle anderen sein und er muss den schwierigen Umgang mit Landkarten beherrschen. Diese Fähigkeit macht ihn zu einem intellektuellen Individuum, das der Blödheit der Crew trotzt und verhindert, dass das Schiff den Bach runtergeht.

Der Geisterschiffsalltag

Die fünf goldenen Grundregeln für das Zusammenleben

(Dieser Artikel deckt nur die klassischen Geisterschiffe ab, aber Ausnahmen bestätigen die Regel)

Auch eine wichtige Regel: Ärgere nie einen besoffenen Kapitän!
  • Die richtige äußere Erscheinung: Zugangsvoraussetzungen für die meisten Geisterschiffe sind tiefe Narben im Gesicht, die vom Kampf mit Seeungeheuern und/oder der Ehefrau stammen. Auf den meisten Geisterschiffen herrscht Bartzwang (hier versteht der Geisterschiffskapitän überhaupt keinen Spaß), auf bestimmten Schiffen gibt es sogar eine Mindestbartlänge, die eingehalten werden muss. Auf vielen Schiffen hat sich außerdem die Regel durchgesetzt, dass Geister, die eine Augenklappe oder ein Holzbein besitzen, eine Extraportion getrocknete Nieren bekommen. Damit wären wir schon beim nächsten Punkt.
  • Auf schlechte Tischmanieren achten: Geister, die mit Messer und Gabel essen, werden ohne Wenn und Aber über Bord geworfen. Auch bei den Tischmanieren gilt: Umso schlimmer, umso besser. Das Rülpsen und Furzen bei Tisch ist absolut gewünscht, ebenfalls der übermäßige Konsum von billigem Rum. Die Knochen, die beim Verzehr eines Papageien (Papageienragout mit getrockneten Feigen ist in der Karibik eine Delikatesse) oder ähnlichem anfallen, müssen auf den Boden gespuckt werden. Wer dies nicht tut, darf an der nächsten Mahlzeit teilnehmen. Als Braten, versteht sich.
  • „Arrrr“: Auf Geisterschiffen ist der Begriff „Arrrr“ stark verbreitet, und er ist die Antwort auf alle Fragen. Dabei ist auf die richtige Aussprache zu achten, denn das „R“ muss gerollt werden. Mit der sogenannten Arrrr-Hierarchie wird der gesellschaftliche Rang eines Geistes bezeichnet: Wer das „R“ länger rollen kann, hat Rrrrecht.
  • Prügeleien auf Geisterschiffen: Schlägereien unter Geistern sind nur am Wochenende erlaubt. Wenn der Kapitän des Schiffes anfängt, gilt diese Regel natürlich nicht.
  • Arbeit auf dem Geisterschiff: Jeder Inhaftierte, pardon, jedes Crewmitglied muss eine gewisse Anzahl an Arbeitsstunden auf dem Schiff leisten. Dies bedeutet meist nur eines: An die Ruder, Männer! Da die meisten aber keine Arme mehr haben, sieht es für Außenstehende so aus, als würde das Schiff führerlos auf dem offenen Meer treiben.


Verpflegung

Junkfood a la Karibik

Geisterschiffe sind entgegen der landläufigen Meinung keine Piratenschiffe, da sich die Crew hauptsächlich von der Fracht des Schiffes und von den Schätzen von Mutter Natur ernährt. Alles, mit Ausnahme der Papageien, die einer besonderen Zubereitung bedürfen, wird in Salzfässer eingepökelt und im Bauch des Schiffes gelagert, bevor es in den der Mannschaft gelangt.
Seit Beginn des 21. Jahrhunderts entstand auf Geisterschiffen der Begriff „Kombüsenfraß“, der den „Kantinenfraß“ weitestgehend aus dem deutschen Sprachwortschatz verbannte. Allerdings kennt niemand die wahren Ausmaße dieses Begriffs, da noch keiner ein solches Fressgelage er- bzw. überlebt hat.

Krankheiten

Da die Hygiene auf Geisterschiffen unsäglich schlecht ist (Christian Rach würde seinen Job schmeißen und zum Mond fliegen), nisten sich dort nicht selten sogenannte Skorbute, kleine Käfer, die sich von Zahnfleisch und Gliedmaßen ernähren, ein. Diese Käfer gehören zwar zur Gruppe der Parasiten, beugen aber andererseits einer Übervölkerung vor, weshalb sie auch ganz nützlich sind.
Ein weiteres Problem auf Geisterschiffen ist der sogenannte Alkohol, der bei der Mannschaft lang anhaltende Rauschzustände hervorruft. Da es jeden Morgen ein Katerfrühstück gibt, sind die Heringsbestände in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen.

Freizeitgestaltung

Neben essen, schlafen und prügeln sind die Beschäftigungsmöglichkeiten auf Geisterschiffen sehr eingeschränkt. Die meisten Geister vertreiben sich die Zeit mit Kartenspielen (z. B. Strippoker) und dem Spinnen von Seemannsgarn. Ansonsten ist nicht viel los (wenn man saufen nicht als Aktivität ansieht), weshalb viele Mannschaften in ihrer unendlichen Kreativität selbst Spiele wie Klau-dem-Kapitän-die –Unterhosen oder ähnliches entwickelten.
Auf der Mary Celeste gab es bis vor kurzer Zeit noch das alljährliche Papageienwettgrillen und die Meisterschaft im Haifischfüttern, diese Spaßgaranten wurden jedoch ohne Angabe von Gründen wieder eingestellt.

Strafen bei Regelverletzungen

Harte Strafe: Das Kielholen

Die weitverbreitetste Methode, Geister zu bestrafen, die gegen die Grundsätze eines Geisterschiffs verstoßen haben, geht durch den Magen. Manche schwören hier auf das schonende Garen im Wok, andere hingegen stehen mehr auf eine Fleischeinlage in der Suppe.
Wenn eine Regel aus dem Geistergesetzbuch verletzt wird, die sich nicht gegen die goldenen Regeln des Geisterschiffes richtet, z.B. Diebstahl, wird oft die Methode des Kielholens angewendet. Dabei wirft der Kapitän den Kiel, also den Schaft einer Feder, über Bord, und der Verbrecher muss hinterherspringen, um ihn zu holen. Diese Maßnahme wurde oft heiß in Fachkreisen diskutiert, da sie an die animalische Foltermaßnahme des Apportierens erinnert, sie wurde jedoch nie abgeschafft.

Kosten

Die Kosten für den Aufenthalt auf dem Schiff inklusive Verpflegung, alkoholischer Getränke und Aktivitäten an Bord belaufen sich auf einen Obolus.

Geisterschiffe in den Medien

Besonders durch Film und Fernsehen wurde der Begriff „Geisterschiff“ stark geprägt, was dazu führte, dass immer weniger Menschen mit dem klassischen „Geisterschiff“ etwas anfangen können. Unseriöse Wissensendungen auf n-tv und N24 vermitteln den Eindruck, dass Geisterschiffe Schiffe sind, die ohne Besatzung auf dem Ozean treiben. Nur noch wenige erstklassige Forscher (z.B. Aiman Abdallah) beschäftigen sich in geheimen Bunkern unter der Erde mit dem Mythos Geisterschiff.
Eine erschreckende Studie, durchgeführt von obigem Wissenschaftler, belegt außerdem, dass heutzutage immer mehr Menschen, besonders die jüngere Generation, mit Geisterschiffen etwas Negatives, ja geradezu Furchteinflößendes verbinden. Diese ablehnende Haltung gegenüber den in Wahrheit sehr friedlichen „mobilen Anstalten für tote Seemänner“, kurz MAtS, entsteht vor allem durch volksverhetzende Sendungen wie „Wickie“, „Spongebob“ und „Fluch der Karibik“, die das moderne Bild des Geisterschiffs prägen.