Gaumenzäpfchen

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Höhle? Eingangshalle? Nein!
Der Pfeil zeigt auf das vereiste Gaumenzäpfchen nach Prof. Dr. C.-F.

Das Gaumenzäpfchen (Lat.: Uvula, nicht zu verwechseln mit der Vulva) ist ein ominöses und sehr umstrittenes Muskelkonstrukt im hinteren Bereich der Mundhöhle.

Moderne Vermutungen

Die Wissenschaft spaltet sich in dieser wichtigsten aller anatomischen Fragen in einige Lager:

Die Geschmacksvertreter

Aus dem Lager der Geschmacksvertreter des Zäpfchens stammt die Theorie, dass das Gaumenzäpfchen 60% des nervlichen Geschmackszentrums ausmacht. Im sogenannten "Zäpchennexus" träfen sich nach landläufiger Meinung der Interessengruppe die Geschmackleitenden und -verstärkenden Nervenbahnen der Zunge und der Mundhöhle. Bevor die Geschmacksreize an das Gehirn weitergeleitet würden, so die greisen Kauze aus der Wissenschaft, träfe man sich im Zäpfchen zur Vorbesprechung. Die Vorstellung, dass sich im Gaumenzäpfchen die Geschmacksneuronen zu einer Besprechung treffen, ist zwar in der Bevölkerung als ein eher befremdlicher Gedanke verankert. Manch Akademiker allerdings steht hinter dieser Behauptung.

Die Temperaturfraktion

Laut Prof. Dr. Celsius-Fahreinheit und seiner Arbeitsgruppe an der Universität von Tromsø ist das Gaumenzäpfchen die ureigene, menschliche Temperaturmesssonde und gleichzeitig "Temperaturregulationsbehörde" des Körpers.
Er und seine Kollegen stellten die Theorie auf, dass das Zäpfchen aufgrund von Temperaturschwankungen in Mund und Rachen die Regulation der Körperkerntemperatur übernähme. Gerade in Gebieten mit eiskalten Verhältnissen (O-Ton Dr. Fahreinheit: Fucking shillingcold) wie z.B. der Antarktis sei dies überlebenswichtig. Ein einfaches Einatmen durch den Mund reicht nach der professoralen Meinung, um die Körpertemperatur um bis zu 3° zu erhöhen respektive zu senken.

Die Epiglottis-Favoranten

"Ohne das Gaumenzäpfchen würde der Speichel bei der Verfrachtung in den Magen über die Nebenhöhlen bis hoch ins Gehirn gesogen werden." Das Gaumenzäpfchen wäre dieser Theorie nach eine Art Leitsystem für Speichel und zerkautes Essen.
Ohne das besagte Gaumenzäpfchen hätte Mensch also große Probleme beim Erbrechen. Da sich das Gaumenzäpfchen beim Magenentleeren nach hinten klappt, verhindert es somit das Eindringen des Unverdauten ins Gehirn, was sonst durch die Verbindung des Nasen-Rachenraumes zum Rest des Verdauungsapparates geschehen würde. Da sich in Erbrochenem bis zu 67% Magensäure befinden, würde das Gemisch aus Speisebrei und Säure auf seinem Weg gen Mundhöhle durch besagte Verbindung zum hirnnahen Nasenbereich einen Pfad der Verätzung bahnen. Im Gehirn angekommen, manifestierte sich der Schaden durch Verätzung gar grauenhaft: Die hoch aggressive Magensäure würde sämtliche vorhandenen Hirnzellen mit einem Schlag vernichten, was natürlich fatale Konsequenzen nach sich ziehen würde: Innerhalb eines Jahres wäre das Vorkommen des Säugetieres "Mensch" auf ein Minimum von 0 (in Buchstaben: N U L L) dezimiert.

Das Zäpfchen in der Gastronomie

Auch die Angehörigen der Hotellerie und Gastronomie haben das Zapfenstückchen für sich entdeckt.
Gourmets haben das Gaumenzäpfchen schon vor langer Zeit zweckentfremdet. Eine professionelle Weinverkostung zum Beispiel wäre ohne Gaumenzäpfchen nicht möglich. Das Gurgeln von Wein während des Verkostungsvorganges stützt sich auf die bemerkenswerte Fähigkeit des Gaumenzäpfchens, sich nach allen Richtungen bewegen zu lassen. Hierbei verwirbelt das Zapfenkonstrukt die Weinmassen zu einer Art Rundumvernebelung. Dieser Nebel wird durch die Rachen-Nasenverbindung eingesogen und das entstehende Kondenzwasser üblicherweise ausgespuckt. Nur durch eine derart aufwändige Verprobung mit Hilfe des Zäpfchens lassen sich die scheinbar völlig aus der Luft gegriffenen Behauptungen aufstellen, der Wein habe "...einen erdigen Hauch von Ahornzedernholz, Zitrone und Baustaub, der eine Nuance der A1 vom Seitenstreifen zwischen Kilometer 200 und 250 Richtung Karlsruhe bietet...".

Siehe auch