Fleischesser

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Als Fleischesser bzw. Carnisten bezeichnet man die Anhänger einer Sekte, die sich ständig auf der Suche nach einer mysteriösen, als "Lebenskraft" (gelegentlich auch "Mir schmeckt's halt so gut") bezeichneten Entität befindet und den festen Glauben vertritt, sich diese durch rituelle Opferungen aneignen zu können. Beliebte Opfer der Carnisten sind höhere Wirbeltiere wie Schweine, Rinder, Hühner, Katzen, Hunde und - im Fall der Verarbeitung zu Wurst - zahlreiche weitere, bisher nicht näher kategorisierte Lebensformen.

Geschichte

Gegründet wurde das Fleischessertum bereits vor mehr als 100 000 Jahren, als einige Raubaffen der Gattung homo - die sich später aufgrund eines Irrtums, in den eine Gruppe Medizinstudenten, zwei Kanarienvögel und eine Flasche Wodka verwickelt waren, fälschlicherweise selbst die Bezeichnung sapiens gab - beschlossen, das Leben auf Bäumen sei ein einziger Holzweg. Die bereits damals vorhandene, außerordentliche Aggressivität wird durch zahlreiche Graffiti an Höhlenwänden und anderem öffentlichen Eigentum bestätigt, deren gewalttätige Inhalte (nicht selten FSK 18) ein beeindruckendes Zeugnis der schon damals vorhandenen Tiertötungstechniken und mangelnden Zeichenkünste abgeben. Im Zuge der Globalisierung gelang es den Fleischessern bald, sich weltweit zu behaupten, und sich noch vor Judentum, Christentum, Islam und der Rastafari-Bewegung Platz 1 der am meisten verehrten Religionen zu sichern. So blieb den Fleischessern genügend Zeit, ihre außerordentlichen Fähigkeiten im Zerschlitzen, Zerbeißen, Zerfleischen und der ethischen Diskussion (in der sie sich meist heldenhaft gegen sogenannte Vegetarier und Veganer - eine Gegenströmung, die ihnen den heiligen Gral der Lebenskraft entreißen möchte - zur Wehr setzen müssen) möglicher Rechtfertigungen zu perfektionieren.

Ethische Positionen

Die meisten Fleischesser vertreten neben ihrem religiösen Bekenntnis des Carnismus den Aberglauben der Guten Haltung. Gemeint ist damit, dass sie im Gegensatz zu den Vegetariern, die auch bedenkenlos Fleisch von Feldfrüchten aus Massenmöhrenhaltung konsumieren, darauf achten, nur glückliche Tiere rituell zu opfern. Was genau Tiere (die bekanntlich neben Menschen, Pflanzen, Pilzen und Einzellern ein eigenes Reich der Biologie darstellen) glücklich macht, ist umstritten - die meisten Carnisten vertreten jedoch die Ansicht, dass Schutz vor gefährlichen Umwelteinflüssen wie Sonne, Wind, Regen und Gras sowie eine Tötung vor dem ersten Lebensjahr, die den Tieren Krankheit und Alter erspart, ein großes Glück darstellt. Auch wenn so gut wie alle Fleischesser aus Guter Haltung kaufen, sind manche Sektenmitglieder sogar bereit, mehr Geld für bunte Bildchen auf ihren Tieropfern zu bezahlen. Diese sogenannten Labels zeigen künstlerisch sehr freie Interpretationen der Nutztierhaltung (z.B. sind teilweise sogar Außenbereiche wie Wiesen, Flüsse oder Berge zu sehen) und tragen Aufschriften wie "Bauernhofsgarantie" und "Aus der Region". Sinn und Zweck der Labels ist die Gewissensberuhigung besonders sensibler Vertreter der Guten Haltung.

Ein typisches Opfer der Carnisten-Sekte. Hier ist es zudem grausam der freien Natur überlassen - ein Schicksal, das kein Vertreter der Guten Haltung einem armen Schaf wie diesem wünschen würde ...


Eine kleine Randgruppe der Carnisten vertritt hingegen die Philosophie des Antiveganismus. Diese noch sehr junge Abteilung des Fleischessertums wurde als Gegenströmung zur Gegenströmung des Veganismus gegründet und vertritt die Ansicht, den Heilsweg durch das Ärgern von Vegetariern und Veganern zu finden. Dementsprechend versuchen Antiveganer, so viel Fleisch und Fisch wie möglich zu verstoffwechseln, und dadurch ihre Lebenserwartung und die Lebenserwartung möglichst vieler Tiere massiv herabzusetzen. Um Vegetarier und Veganer besonders zu ärgern, behaupten Antiveganer gerne, ihr Fleisch aus unglücklicher Haltung zu kaufen. Da es aus finanziellen Gründen schwer möglich ist, Tiere durch Sonne oder Gras zu quälen oder qualvoll eines natürlichen Todes sterben zu lassen, kaufen auch sie eigentlich glückliche Tiere und stellen deshalb per se keine Gegenströmung zur Guten Haltung dar.

Wichtige Erkenntnisse

Im Laufe der letzten 100 000 Jahre hatten die Fleischesser genug Zeit, ihre Argumentationstechnik auszufeilen und eine hieb- und stichfeste Ethik zu entwickeln, die rituelle Opferungen als absolutes Muss jedes moralisch anständigen Bürgers darstellt. Dementsprechend schlecht schneiden mangelernährte und moralisch verwirrte Veganer auch meist bei Diskussionen ab.

Zu den wichtigsten Erkenntnissen und entwaffnendsten Argumenten gehören:

  • Es war schon immer so.
  • Es schmeckt so gut.
  • Ich trete sowieso auf Ameisen und mein Immunsystem tötet Einzeller.
  • Wenn ein Mungo Fleisch essen darf, dann darf ich bitte schön auch.
  • Das Fleisch im Supermarkt ist doch sowieso schon tot.
  • Gemüse hat auch Gefühle.
  • Mensch ist Mensch, Tier ist Tier.