Exhibitionist

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Ein Exibitionist oder doch nur ein Hehler

Der Exhibitionist ist ein possierliches, meist etwas struppiges, schmutziges kleines Männchen, das seinem Wesen nach, meist völlig zwanglos durch die Gegend streift. Man trifft ihn, wenn überhaupt, niemals in Rudeln an. Er war und ist immer schon ein Einzelgänger. Sein Revier beträgt meist mehrere Quadratkilometer, wobei er jeden Winkel genau kennt. Oft trifft man ihn in den wärmeren Jahreszeiten an, denn er liebt die leichte Bekleidung. Vorzugsweise, ganz auf seine Beute fixiert, hält er sich in Hauseingängen, hinter Gebüschen in öffentlichen Parks, in Parkhäusern, öffentlichen Toiletten, an Haltestellen oder Fahrstühlen gynäkologischer Arztpraxen auf. Man soll ihn auch schon hinter Mülltonnen gesichtet haben.

Trieb- und Jagdverhalten

Der gemeine Exhibitionist wird zu der "Krone der Schöpfung" gezählt und lungert, möglichst verborgen, in irgendwelchen, nur diffus beleuchteten Ecken herum. Seine Aufmerksamkeit gilt vornehmlich dem weiblichen Geschlecht, wenn er auf die Jagd geht. Männliche Beute ist ihm zu aggressiv und humorlos. Sein Trieb- bzw. Jagdverhalten ist sehr stark ausgeprägt. Sobald er ein potentielles Opfer ausgemacht hat, springt er, nur in beobachteten Augenblicken, hervor, reißt instinktiv sein Mäntelchen auf, unter dem er völlig unbekleidet ist, um sein entblößt hängendes "Strippchen" wackelnd zur Schau zu stellen.
Exhibitionist im Anflug
Darauf ist er mächtig stolz, und er freut sich sehr darüber, dass Andere den "ulkigen Spass" mit ihm teilen. Er ist überall gern gesehen und wird von weiblichen Spaziergängerinnen geradezu angehimmelt. Sie sind dermaßen überrascht von so einem mutigen und talentierten "Zupf-den-Hosenmatz-Akrobaten", dass sie vor Vergnügen laut jauchzen. Viele Damen, vor allem alleinstehende, wandern tagelang planlos durch die Gegend, um endlich einmal wieder einem so putzigen Exemplar zu begegnen.

Expeditionen

Oder so halt...

Die Behörden haben diese, leider nur noch vereinzelt auftretenden niedlichen Racker mittlerweile unter Artenschutz gestellt, um ihnen ein Fortbestehen zu ermöglichen.
Neuerdings sind auch schon Forscherteams unterwegs, um diese selten gewordenen, vom Aussterben bedrohten, scheuen Kameraden zu kennzeichnen. Wie auch bei Piepmätzen greift man hier auf die Bereifung zurück, die es ermöglichen soll, den kleinen "Schnidlwutz" auch wiederzuerkennen. Leider ist die Kennzeichnung dieser Spezies nicht einfach, weil sie eben zu den scheuen gehört. Hat so ein kleiner "Spätzchenzeiger" erst einmal einen Neonring um seinen "Jogger" geklemmt bekommen, ist er überglücklich. Er merkt sehr schnell, dass sich so ein Ring hervorragend eignet, um bei seinen Spässchen die Zuschauerinnen noch mehr zu überraschen. Sie sind durchweg so begeistert, dass sie ihr Glück kaum fassen können und laut kreischend aufschreien.

Staatliche Fürsorge

Hüter des Gesetzes sind schon oft darüber informiert worden, wenn ein Exhibitionist entdeckt wurde. Die Häscher rücken dann sofort aus, um dem gefährdeten kleinen Kerlchen zu Hilfe zu eilen. Nach behutsamer Annäherung und gutem Zureden gelingt es ihnen manchmal, einen dieser zunächst verschreckten und schüchternen scheuen Schelme dazu zu bewegen, sie zu begleiten. Haben sie ihn erst mal eingefangen, bringen sie ihn, um seine Gesundheit besorgt, erst einmal in eine gesundheitliche Einrichtung, in der dem Exhibitionisten ärztliche Pflege zuteil wird. Aufopferungsvoll nimmt ihn dann geschultes Fachpersonal in seine Obhut.

Selbstverständlich wird ihm auch nach der medizinischen Betreuung staatliche Fürsorge zuteil. Eine vertrauenswürdige Amtsperson sucht eine adäquate Herberge und so bekommt er ein kleines Zuhause, in dem er alles vorfindet, was er benötigt, Tisch, Stuhl, Bett, Spint und dreimal täglich ein ausgewogenes, artgerechtes "Fresschen". Auch für einen täglichen, stündlichen Auslauf wird gesorgt.