Exhibitionisnuss

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Eine fröhliche Exhibitionisnuss.

Die Exhibitionisnuss (Nux nudica vulgaris) (gemeine Nacktnuss) gehört zu den bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliophyta). Früher auch Huren- oder Freinuss genannt.

Vorkommen

Die Exhibitionisnuss ist ein seltenes Gewächs aus den Urwäldern Südamerikas. Größere Vorkommen finden sich nur am Juruá (ein Nebenfluss des Amazonas). In den unwirtlichen Gegenden ihrer natürlichen Herkunft bietet sie sich Vögeln und anderen Fressfeinden durch das sprunghafte Abwerfen der Schale offen zum Verzehr an, was zu einer weiten Verbreitung der Art führte. Wie bei anderen Nussarten wird auch der unverdauliche Kern der Exhibitionisnuss hierbei über den Kot des Tieres ausgeschieden. Da der Strauch der Exhibitionisnuss erst nach ca. 5 bis 10 Jahren das erste mal blüht und Früchte ausbildet, ist die Art inzwischen akut von der Ausrottung durch den Menschen bedroht.

Informationen

Der Name rührt daher, dass die Nuss bei Berührung sprunghaft ihre Schale abwirft. So ist sie vor Schäden und Austrocknung geschützt und kann, wenn sie als reife Frucht zu Boden fällt, schneller auf dem nährstoffarmen Boden des Urwalds keimen. Des Weiteren spielt das Abwerfen der Schale eine Rolle bei der Verbreitung. Die mit feinen Haaren von maximal 1 mm Länge überzogene Schale verrottet nach dem Abwurf sehr schnell und dient dem lichtempfindlichen Keimling im Schutze der großen und fleischigen Blätter des Mutterstrauches zusätzlich als natürliches Düngemittel.

Verwendung

Der bitter-herbe Geschmack der Nuss, der auch nach zehn Monaten der völligen Ausreifung nicht vollständig verschwindet, macht die rohe Frucht für den Menschen ungenießbar. Die Frucht ist jedoch ungiftig. Aus der Schale der jungen Frucht kann ein intensiv rot-brauner Farbstoff gewonnen werden, der beispielsweise zum Färben von Kleidung oder als Körperschmuck genutzt wird. Aus dem gegorenen Saft der Exhibitionisnuss wird ein Getränk gebraut, welchem aphrodisierende Wirkungen zugesprochen werden.