Es war einmal

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Es war einmal (abgeleitet vom schwäbischen Esch war eimal) war ein dreiwortiger Ausspruch, den die Gebrüder Grimm in ihren Märchen verwendeten. Seine Geschwister sind "... vor nicht allzu langer Zeit." und "Und wenn sie nicht gestorben sind..." Den Satz musste wohl jedes kleine Kind schon mal vor dem Schlafengehen von seiner Mutter hören. Die beiden Gebrüder Grimm verwendeten den Satz um zu verschleiern, dass ihre Märchen eigentlich völliger Unsinn und vor allem frei erfunden sind. Sie behaupteten, die Märchen seien alle so passiert, wie sie sie in ihrem dicken Märchenband gesammelt haben. Je häufiger der Satz von einem Menschen ausgesprochen wird, desto größer ist der Hass auf die beiden Geschwister, da er die Märchen nur unnötig in die Länge zieht und sie so aussehen lässt, als wären sie höhere Literatur.

Glaubwürdigkeit

Da Es war einmal generell vermittelt, dass der vorliegende Text eine Beschreibung realer Vorgänge in der Vergangenheit ist, fragen die mehr betroffenen Kinder nach Beweisen. Eine ganze Industrie hat es sich zur Aufgabe gemacht, für verzweifelte Kinder, die das Herz in Vogelscheuchen suchen, Rosen wie die Pest meiden oder sich in zu enge Schuhe quetschen, und für noch verzweifeltere Eltern Scheinbeweise für die geschriebenen Geschichten zu finden. Dies wird dann verbunden mit einer logischen Erklärung, die schließlich zu einer Neuorientierung des Kindes und der Befriedung der Situation führen soll.

Beispiel

  • Ein Kind wundert sich, warum es schneit, ohne dass eine dicke alte Frau in den Wolken erschöpft ihr Plumeau durchschüttelt.
  • Die einfachste industrielle Rettungstat: "Na, es heißt ja <<es WAR einmal>> - die Frau ist schon gestorben, heutzutage übernimmt das ein chinesisches Unternehmen mit Knowhow aus Deutschland".
  • Und nur etwas komplexer: "Die ist momentan in Urlaub, sie wird von kleinen Elfen vertreten, die siehst Du natürlich auf diese Entfernung nicht..."

Verbot

Aufgrund von Elternbeschwerden, deren Kinder aufgrund der Banalität und der ewigen Wiederholung dieser Einleitung psychotischen Syndromen neigen, griff die deutsche Familien- und Kinderministerin Kristina Schröder durch und sorgte für eine Revidierung des Passus. Entstandene Abformen lauten nun

  • "Es könnte sein, dass..."
  • "Es wird wohl so gewesen sein, aber..."
  • "Es wäre schön, wenn..."
  • "Es hätte passiert sein müssen, aber..."
  • "Es wird vielleicht einst folgendes geschehen,..."

Buchhandlungen haben bereits Proteste angekündigt.

Nachdem "Es war einmal" aus sämtlichen deutschsprachigen Büchern verbannt wurde, flachten die Elternbeschwerden trotzdem nicht ab. Stattdessen bestand die trotzige Kinderseele weiterhin auf dem Wahrheitsgehalt der ominösen Geschichten und beriefen sich darauf, dass Erwachsene ja zum Beispiel auch Politikern glaubten. Daher hatten sie weiter Angst, dass sie wie Hänsel im Backofen landen würden oder Riesen in Luftschlössern wohnten, wenn man Bohnen angebaut hatte.

Fernsehen

Durch die vielen Proteste erregte Es war einmal eine so große Aufmerksamkeit, dass vor einigen Jahren eine genauso benannte Zeichentrickserie aus Frankreich versuchte, endlich darüber aufzuklären, dass die Märchen der Gebrüder Grimm nichts als reine Lüge waren. Die Titel der Sendungen im einzelnen:

  • Es war einmal... das Geschwisterpaar Grimm (1900)
  • Es war einmal... Es war einmal (1901)
  • Es war einmal... vor nicht allzu langer Zeit (1902)
  • Es war einmal... ein Märchen (1903)
  • Es war einmal... ein Märchen, dass eine Lüge ist (1904)
  • Es war einmal... ein reiner Unsinn (1905)
  • Es gibt... eine Ministerin, die Es war einmal aufgrund von Protesten verbietet (2010)

Da die Sendung jedesmal dasselbe beinhaltete, blieben nach und nach die (gelangweilten) Zuschauer der Mattscheibe fern, sodass sie Sendung abgesetzt werden musste.

Literatur

  • Johann Wolfgang von Goethe: Es war einmal - Abhandlung über ein sinnloses Wörtchen (1780)
  • Gebrüder Grimm: Es war einmal - Was wirklich hinter unseren Märchen steckt (1800)
  • Gebrüder Grimm: Es war einmal - Es ist einmal - es wird immer sein (1820)
  • Gebrüder Grimm: Es war einmal - Wir haben keinen Bock mehr zu schreiben! (1840)
  • Friedrich Schiller: Es war einmal - Die grimmigen Brüder und ihre Märchen (1860)
  • Hans Christian Andersen: Es war einmal - vor nicht allzu langer Zeit (1900)
  • Deutscher Bundestag (Hrsg.): Es war einmal - Grimms Märchen (zensierte Ausgabe) (2010)

Filme

  • Es war einmal 1.0 - Wie die Gebrüder Grimm versuchten, die Märchenwelt zu verändern (2007)
  • Es war einmal 2.0 - Aus der (Alb-)Traum - Grimms Märchen machen Angst (2008)
  • Es war einmal 3.0 - Drei Worte ohne Sinn (2009)
  • Es war einmal 4.0 - Drei Worte sind tot (2010)

Kult

Es war einmal ist durch seine große Wirkung zum Fan von vielen Sprachwissenschaftlern wie Goethe geworden. Jedes Jahr pilgern hunderte Märchenfreunde zur Ruhestätte des Satzes und legen ihm Grimm'sche Märchenbände nieder, die sie selbst nicht mehr haben wollen.