Endstation-Skandal

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Der Endstation-Skandal wurde vor wenigen Monaten in Zürich, also in der Schweiz ausgelöst. Dabei handelt es sich um das sofortige Verbot für Straßenbahn-, Bus- und andere Fahrer, die sich dem Passagiertransport verschrieben haben, das Wort "Endstation" zu benutzen.

Der Skandal im Überblick

Der Skandal gelangte im November 2006 in die Schlagzeilen der Bouvlevardpresse und Pendlerzeitungen. Nur kurze Zeit später wurden alle Bandansagen in öffentlichen Verkehrsmitteln ausgetauscht und eine neue Stimme eingebracht, die einem nun zuckersüss verkündet, man befinde sich an der "Endhaltestelle". Bei Zügen gilt ein "Endbahnhof". Wie genau der Skandal ausgelöst wurde, ist noch völlig unklar. Unter Verdacht stehen Hip Hopper, sektierende Christen, alte, senile Frauen oder andere Kindsköpfe. Offenbar löst das Wort Endstation bei gewissen Leuten eine Phobie vor Vergänglichkeit aus. Wobei sogar die Gegner des Verbotes fairnesshalber zugegeben haben, dass eine Ansage wie "Endstation, Friedhof Dörndler" definitiv makaber klingt. Nichtsdestotrotz bewies die SBB (Schweizer Bundes Bahnen) einmal mehr ihre absolute Humor Immunität und tauschten bereits oben genannte Bände aus. Gegen viel Geld. Sehr viel Geld. Geld, das man in fähige Zugführer, Kontrolleure und pünktlichere Züge hätte investieren können. Mittlerweile brechen ganze Züge in schallendes Gelächter aus, sobald diese Ansage ertönt. Kritiker behaupten, dass eine solche Ansage eine große Gefahr auf herzkranke Personen, schwangere Frauen und Asthmaoiden birgt. "Gelächter kann gefährlich sein!", so der Vorstehende der Selbsthilfegruppe der Humorlosen e.V. Ob die SBB fähig ist, die Schmerzensgeldklagen zu bezahlen, wird sich in naher Zukunft zeigen. Vielleicht war es die letzte Missetat der äußerst unbeliebten Bahngesellschaft.

Möglicher Auslöser

Ein möglicher Auslöser für den Endstation Skandal wurde erst kürzlich veröffentlicht.

ENDSTATION erklingt TODs grabesbleierne Stimme, die so hart und treffend klang, als hätte man soeben einen schweren Stein auf die Füsse einer alten Frau fallen lassen. Die Sense blitzt im Licht und sirrt mit einem sirenenartigen Geräusch nieder. Ich erschrecke und wache auf. „Haben sie nicht gehört? Endstation“ Der Busfahrer nimmt allmählich menschliche Züge an, sein überaus knochig anmutendes Gesicht ruft bei mir immer noch einiges Unbehagen aus. Seine hellblauen Augen funkeln mich gefühllos an, als er sich die Kapuze über den Kopf zieht. „Aussteigen, Mann! Ich will noch nach Hause heut’!“ Draußen regnet es stark, die Tropfen peitschen hart auf den Asphalt, als hätten sie eine sadistische Ader und ein Flair für besonders heftige Folterspielchen. Als bald hämmerten sie auch auf mich ein, ich verhüllte mich in meinem dunklen Regenmantel und setzte den Gang durch die düsterdreckige Straße fort.

Dort auf der anderen Straßenseite wackelt eine ältere – gut, sehr alte Dame auf den Fußgängerstreifen zu, in der einen Hand eine unmodische Handtasche, in der anderen die Leine ihres Deutschen Schäferhundes, der sie bei jedem Schritt beinahe umwarf. Sie setzte einen Fuß auf die Straße, der Hund war bereits in der Hälfte angelangt als plötzlich ein dunkles Auto angebraust kam und das arme Tierchen plattwalzte. Ein weinerliches Quieken war das Letzte was ich vom Hund noch hörte. Vom Splittern und Knacken der Knochen und dem Schlürfen und Schmatzen des toten Kadavers mal abgesehen.

Die Frau blieb wie vom Donner gerührt stehen und betrachtete schielend die abgerissene Leine.
Der Automobilist bemerkte den Unfall, schaltete in den Rückwärtsgang und kam auf dem Kopf des Tieres zum stehen – es knirschte noch einmal herrlich, dass sich einen alle Nackenhaare sträubten – und erkundigte sich nach dem Wohlergehen der Großmutter. „Das war wohl Endstation für ihren Hund. Der TOD kommt zu uns allen.“ Mit einem gutmütig, naiv-dümmlichen Lächeln nickte er der Verzweifelten Frau zu und fuhr noch einmal fröhlich über den Kadaver. Immerhin sparte sich die Ex-Hundebesitzerin nun die Rotfärbung ihrer Kleidung. Denn rot stand ihr meiner Meinung nach um einiges besser, als diese langweiligen beigen Windjacken von H&M. Nun hatte sie sogar ein modisches Tüpfelmuster. Fehlen nur noch Sternchen. Sie freute sich nicht, sondern weinte weiter. Das erschien mir absolut schleierhaft. Scheinbar fehlten mir an diesem Tage ohnehin die empathischen Fähigkeiten. Mein Chef hatte sich mit Teewasser die Hand verbrüht und ich vor Lachen gebrüllt, bis er mir an die Gurgel gesprungen ist. Auch das kommt mir jetzt noch ein wenig rätselhaft vor. Die Frau schluchzt und plötzlich kippt sie nach hinten und knallt hart auf den Boden. Naja, nun spart sie sich aller Vermutung nach auch die Färbung ihrer Haare.

Pfeifend und heulend quietschte alsbald ein Leichenwagen um die Ecke und warf die Frau freundlicherweise in den Kofferraum in einen alten zerfressenen Eichensarg, welcher seiner optischen Erscheinung nach herausragend zu ihr passte. "Endstation Krematorium", grinste der Fahrer und drückte feste auf's Gaspedal. Beim Wegfahren verhedderte sich die Hundeleiche irgendwie im Fahrgestell und wurde einige hundert Meter mitgerissen bis sie auf den Gehsteig geschleudert wurde und dort klatschend vor einem knapp zehnjährigen Mädchen auf den Boden krachte. Das Kreischen kann man aller Wahrscheinlichkeit nach meilenweit hören. Kopfschüttelnd ob der heutigen Ereignisse setze ich meinen Weg fort.

Weder die Fahrer des Leichenwagens, noch die tote Frau wurden je gefunden. Die Polizei sucht nach Zeugen, tappt aber wie immer im Dunkeln.

Zitate von Betroffenen

  • "Mein Herbert ist von einem Bus überfahren worden! Gut, was die Verkehrsgesellschaften nun tun! Geschieht ihnen recht!" - Zitat einer alten, verwirrten Frau, deren Mann Herbert vollbepackt mit Einkaufstüten, neben ihr stand.
  • Endstation, Endstation, Endstatiooooooooooooon! - Zitat eines Jungen mit dämlichem Gesichtsausdruck und einer bemerkenswerten Fähigkeit für Ironie.
  • Als Jude kränkt mich das Wort Endbahnhof auch. Diese... Diese... Verkehrs...viecher. Sind Nazis!
  • Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten. Bei einer Straßenbefragung sind wir Dieter Nuhr über den Weg gelaufen.
  • Ey Alta! Isch mach disch gleich Friedhof Endstation, ich schwör! Aggressiver Hip Hopper der offenbar nicht verstanden hat, was wir wollten.