Dreidel

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Ein Babydreidel

Ein Dreidel (Trendl (jiddisch), draydel (englische Schreibweise), סביבון sewiwon (hebr.)), auch Dreidl, ist eine antike Nahkampfwaffe der israelischen Armee. Heutzutage wird sie nur noch als symbolisches Geschenk an Chanukka (8-mal Weihnachten) verschenkt, um Kindern spielerisch erste Techniken des Nahkampfes zu lehren.

Geschichte

Zur Zeit der römischen Besetzung Israels fand der Dreidel erstmals Einzug in die jüdische Kultur. Durch das römische Holzgladius inspiriert und aus Rohstoffmangel aus Holz produziert war der Dreidel die optimale Lösung, um ihren Gott zu ehren (Beschriftung des Dreidels), als auch um ihren Feinden ordentlich eins auf die Mütze zu geben. Da der Dreidel aus Holz, also einem in dieser Zeit rückständigen Waffenmaterial, hergestellt wurde, erforderte es eine besondere Dreidelkampftechnik, um ihn im Kampf mit anderen Waffen als ebenbürtig erscheinen zu lassen. Nachdem die römischen Störenfriede irgendwann von dannen gezogen waren (nicht ganz unbeteiligt war die berühmt berüchtigte Dreidel-Wirbelwindkampftechnik), wurde der Dreidel sowas wie ein Unabhängigkeitssymbol. Noch bis weit ins 20. Jahrhundert wurden alle vier Jahre die Internationalen Dreidel-Kampfspiele abgehalten, bei denen sich in verschiedenen Disziplinen Männer und Frauen (ab 1896) mit dem Dreidel gemessen haben. Zum Bedauern vieler Dreidelkämpfer wurden die Disziplinen nie olympisch. Heutzutage lehren immer noch vereinzelt Familien den Dreidelkampf zur Wahrung der Traditionen, bei den meisten hat der Dreidel jedoch nur symbolischen Wert.

Zeichnung eines Kampfdreidels

Die Dreidelmafia

Die sogenannte Dreidelmafia ist eine kriminell religiöse Vereinigung, welche hauptsächlich durch die Veranstaltung illegaler Dreidelkämpfe bekannt wurde. Die erst sehr junge Organisation ist weitgehend unbekannt, ihre Mitgliederzahl wird von Experten auf ca. 2000 geschätzt, sie ist hauptsächlich in Israel aktiv, jedoch sind auch schon vereinzelt Zellen in Mexiko aufgetaucht. Traditionelle Waffe bei solchen Kämpfen ist der Kampfdreidel (ein mit Metallzacken verstärkter Dreidel). Da diese Kämpfe große Verletzunggefahren bergen und darüber hinaus in den Augen traditionsbewusster Juden den Missbrauch eines wichtigen Glaubenssymbols darstellen, wird die Dreidelmafia scharf kritisiert und verfolgt. 2003 fand der bis heute größte Prozess gegen die Führungsmitglieder in Mexiko Stadt statt, bei welchem sowohl Jehuda Alves, als auch Judith Gonzo zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt wurden. Sie wurden im Rahmen einer Razzia, die eigentlich illegale Tierkämpfe unterbinden sollte, zufällig auf frischer Tat ertappt, als sie einen Dreidelkämpfer gegen einen mexikanischen Wüstenhund kämpfen ließen.

Der Dreidel als Geschenk

Schon zur Zeit der römischen Besatzung wurde der Dreidel an Chanukka verschenkt, hauptsächlich um dem Nachwuchs den Umgang mit der Waffe zu zeigen. Heutzutage ist er für Kinder mehr ein Spielzeug und traditionelles Symbol, welches in den vergangenen Jahrzehnten mehr und mehr kommerzialisiert wurde. Neue Produkte – wie der Babydreidel oder der strasssteinbesetzte Dreidel für Mädchen – werden besonders von den ortodoxen Juden mit Misstrauen beäugt.