Dorfbrunnen

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Dorfbrunnen sind solcherlei Brunnen, die in Dörfern errichtet wurden und nun unter allen dazugehörigen Folgen ihrer Existenz zu leiden haben.

Wenn die Leute wüssten, was sie da eigentlich trinken...

Nutzung

Ein Dorfbrunnen hat für jedes Klientel seinen eigenen Nutzungsbereich. Errichtet wurden und werden die meisten Dorfbrunnen, um hübsch auszusehen und dadurch jeden, der ihn sieht, zu erfreuen. Oftmals verbinden die Initiatoren der Errichtung eines Brunnens im Dorf auch das schöne Aussehen mit einer gewissen Aussage. So gibt es zum Beispiel einige Brunnen, die künstlerisch gefertigt wurden und zum Nachdenken anregen sollen. Diese sind demzufolge meist auch als Denkmal anzusehen. Die meisten Dorfbrunnen sind also Zierbrunnen.

Dorfbrunnen leiden, wie schon erwähnt, unter den Folgen ihrer Existenz. Besonders viel wird gelitten, weil in Dörfern bekanntlich nur Dorftrottel leben. Dörfer, die sich mit einem Brunnen zieren, verfügen meistens über eine gut gefüllte Dorfkasse. Das ist auf Tourismus zurückzuführen. Es ist ein Kreislauf. Schöne Dorfbrunnen laden durch ihr schönes Aussehen Touristen zum Verweilen an Ort und Stelle ein. Je mehr Touristen durch einen Brunnen angelockt werden, desto mehr Geld fließt in die Dorfkasse, was dann verwendet werden kann, um weitere Dorfbrunnen zu bauen. Die Dorftrottel sind in diesem Fall Parasiten. Sie sähen nicht und ernten doch. Sie nutzen den Brunnen, finanzieren ihn allerdings nicht mit. Weil sie faul, arbeitslos oder beides gleichzeitig sind, und zwar alle. Ausnahmslos!

Tiere nutzen die Dorfbrunnen zum Ablegen ihrer Stoffwechselendprodukte. Außerdem trinken sie aus den Brunnen. Ersteres sieht man zwar nie, trotzdem weiß es jeder. Vor allem überaus zivilisierte Eltern, deren Kinder liebend gerne in dem Brunnen spielen würden, wissen darüber genauestens bescheid.

Touristen Nutzen den Dorfbrunnen zum Erquicken ihrer sorglosen Gemüter. Tagsüber sieht man die stattlich bewindelten Kinder der Touristen ständig im Brunnen planschen, bis sich die erste Windel füllt. Die Kinder spritzen sich gegenseitig nass und haben Spaß, während die Eltern daneben sitzen und sich daran erfreuen, dass die Kinder Spaß haben, bis sie in den Spaß verwickelt werden. Wer will schon von seinen glücklichen Kindern ein paar Wassertropfen abbekommen?

Der gemeine Dorftrottel verwendet den Brunnen auf andere Art und Weise. Alte Menschen im Ruhestand, die den Brunnen jeden Tag zu jeder Stunde genießen könnten, zeigen demonstrativ, dass sie es nicht mehr nötig haben und halten sich von dem Brunnen fern, um jüngeren Menschen zu zeigen, wie viel freie Zeit sie haben. Die Jungen Dorftrottel sitzen im Sommer ab Einbruch der Dunkelheit mit Bier und Zigaretten um den Dorfbrunnen herum und erzählen einander, was gerade in ihren Köpfen vorgeht. Dabei kommen meist kurze, aber amüsante Sätze heraus und gegen Ende des Abends, uriniert einer der männlichen Dortrottel in den Brunnen. Dorftrottelinen urinieren aus Prinzip nicht in Dorfbrunnen. Richtig in Fahrt kommt die Nutzung des Dorfbrunnes durch die Einheimischen aber erst zu Dorffesten, die fast immer rundum den Dorfbrunnen stattfinden. An diesem Abend verwandelt sich der Zierbrunnen zu einem universal nutzbaren Gegenstand. Man nutzt ihn als Planschbecken, Abfalleimer, Aschenbecher, Bierrestentsorgungsstätte, Kotztrog und natürlich auch als Toilette.

Zu frühen Zeiten, als es noch keine Wasserleitungen gab, dienten Dorfbrunnen lediglich dazu, den Dorfbewohnern das Wasser direkt vor der Haustür zugänglich zu machen, damit sie keine weiten Wege zu Quellen zurücklegen mussten. Diese faulen Bratzen!