1 x 1 Goldauszeichnung von Assel

Diverses:Wort zum Sonntag/KW 03 2018

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Es lebe die Stupidedia.


Nie stirbt man so ganz

Seit mehr als zehn Jahren, ja, schon seit mehr als dreizehn Jahren, gibt es die Stupidedia. Ich selber bin seit mehr als neun Jahren dabei. Und alles hat auch mal ein Ende. Nach diesen dreizehn Jahren stellt das größte deutschsprachige Satirewiki - nach der Wikipedia - seinen Betrieb ein. Nur noch zehn Tage, dann sind wir durch und wir werden in alle Winde verstreut. Die meisten in Deutschland, einige in Österreich, weniger in der Schweiz.
Schietndiddi, die meisten kennen sich ja eh untereinander. Einige drucken sich die geilsten Artikel der Stupidedia als Buch aus und erfüllen damit das Klischee der alten Rentner, die sich jeden Internetscheiß ausdrucken müssen, bevor sie ihn lesen. Dafür hat die Stupidedia sogar extra ein Plugin bekommen. Dann noch ein bisschen Wein in die Hand, das Kaminfeuer anzünden und bei Schneeunwetter in Zell am See ein bisschen durch das wortwörtliche Internet blättern. Wer weiß, vielleicht findet man ja noch die ein oder anderen Artikel in der Hall of Fame, geschrieben von den Leuten in der Walk of Fame, die Leute sperrten, die im Walk of Shame festgehalten wurden. Oh Moment, den Walk of Shame hatten wir nie. Ist aber vielleicht auch gut so. Wer will schon wissen, wer Gregor König war?
Zeit zum Trauern gibt es nicht. Ich bin im Referendariat und unterrichte Französisch und Politik. Also im Grunde das, wovon ihr nachts träumt, wenn ihr am nächsten Morgen sagt, ihr habt Scheiße geschlafen, aber nichts von dem verstanden, was die Leute in eurem Traum so gebrabbelt haben. Also, außer sie sagten Voulez-vous couchez avec moi ce soir?. Aber dann war es vermutlich kein schlechter Traum. Als Referendar hat man nicht viel Zeit. Oder als Tankstellenelektriker. Als Wahl-Niederländer. Oder als Bahntechniker. Als Minderheitendäne. Als Erzieher, der andere in Discord battlen will, wer der bessere Erzieher ist. Wer sich erkannt hat, hat sich einen Keks verdient. Statt zu trauern lasst uns auf das zurückblicken, was wir in den vergangenen Jahren errichtet haben. Womit wir dann wieder bei der Hall of Fame sind. So schließt sich der Kreis. Und irgendwann sieht man sich wieder und wirft eventuell Bowlingkugeln mehrere Meter weit, weil man keinen Bock hat, richtig Sport zu treiben. Und nachher ist die Hand eh wieder kaputt von dem ständigen Finger-in-die-Löcher-Stecken, da können wir ja ruhig mal ein bisschen Kollateralschaden verursachen.
Die Bowlingbahn ist im Übrigen geschlossen.

Okay, vielleicht doch

Merkwürdige französische Küche.

Die Nouvelle Cuisine ist tot. Paul Bocuse diniert in Zukunft mit Jesus und kocht für Gott. Oder aber er isst mit Buddha und...äh...kocht auch irgendwie für ihn. Oder mit einen der tausenden hinduistischen oder shintoistischen Göttern. Was weiß ich, im Wikipedia-Artikel steht nicht, welcher Religion er angehörte.
Paul Bocuse ist am Samstag verstorben. Nun hat Frankreich einen großen Menschen, der die sowieso schon komische Esskultur noch weiter geprägt hat, verloren. Schnecken mit Petersilie und einem Glas Wein oder Muscheln, frisch aus dem Atlantik gefischt und serviert mit einem Stück Salat oder aber Forschschenkel...pur. Keine Ahnung, ob Bocuse das gekocht hat, aber für Plattitüden sind wir uns ja eh schon selten zu schade, da ist es auch nicht schlimm, mal ein bisschen in der Klischeekiste zu wühlen. Wir nehmen aber mal an, dass jemand, der seit den 60ern durchgängig drei Sterne von dem Werbemaskottchen von Autoreifen bekommen hat, ein bisschen besser kochen konnte als das, was wir gerade so aufgelistet haben. Und trotzdem mögen doch einige noch die Currywurst aus Bochum. Manchmal ist selbst der Geschmack etwas zu hochnäsig. Und dem Portemonnaie tut's meistens auch nicht gut.

Totgesagte leben länger

Schulz hypnotisiert die Delegierten.

"Hop oder top" ist die Frage, die man sich zur Zeit bei der SPD stellt. Heute ist es soweit und die Sozialdemokraten müssen sich entscheiden, ob sie dem Ruf der Jusos folgen und weiter das S im Namen verdienen sollten (als ob) oder ob sie mit der Union wieder unter eine Decke wollen. Okay, wir müssen zugeben: Momentan geht es nur darum, ob die drei Parteien SPD, CDU und CSU miteinander verhandeln wollen. Der Koalitionsvertrag ist nicht ausgehandelt, es sind bis jetzt nur Sondierungsgespräche, die auf dem Tisch liegen. Das heißt, das alles nochmal nachverhandelt werden kann.
Tja, äh, außer, man ist Konservativ und will an den Ergebnissen unbedingt festhalten, weil sie aus Altherrensicht nunmal geil sind. Und was der CSU gefällt, ist schon mal per se nicht wirklich geil, sondern maximal der feuchte Traum eines Achtzigjährigen, der fürchtet, dass die ganzen Flüchtlinge ihm die Rente wegnehmen. Gerne auch jünger, wenn man die AfD wählen mag. Dann kann man in Vorbereitung zum feuchten Traum auch die Viagratablette weglassen.
Die Art und Weise, wie aber zur Zeit kommuniziert wird, lässt aber darauf schließen, dass die Sondierungsergebnisse die feste Stoßrichtung vorgeben wird, in die die Regierung taumeln wird. Es klingt wie ein "Weiter so", gepaart mit Zugeständnissen an die rechten Klappspaten und ein paar Schlaftabletten für die linke Seite, damit die vergessen, dass sie eigentlich in der Regierung sitzen.
Vielleicht hat die SPD aber mal ein bisschen Mum, sich selbst nicht zu verkaufen, um den Leuten zu zeigen, dass man für Werte auch einstehen kann, die man ständig propagiert. Oder aber man will in der nächsten Wahl deutlich unter 20% erreichen. Your choice, SPD.

Auch Pflanzen segnen das Zeitliche

Sturm (dramatisierte Darstellung)

Was der Tod für die Menschen ist und von Joscha Sauer als charakteristische Figur gezeichnet wird, um sich drüber lustig zu machen, das war dieser Tage mal ausnahmsweise nicht der Förster, sondern Sturm Friederike, ein Sturm, der in den Niederlanden Windgeschwindigkeiten von bis zu 140km/h erreichte. Bäume wurden umgeknickt wie Streichhölzer, einige wollten noch etwas länger auf dieser Erde bleiben und die meisten der Deutschen fragten sich, warum die Deutsche Bahn Pussy spielt und den gesamten Verkehr einstellt. Ja gut, wenn ein Baum auf den Schienen ist und der Zug dagegen prallt, wenn dann ein paar Dutzend Menschen sterben, dann fragt man sich natürlich, warum die Bahn bei SO EINEM STURM hat fahren lassen können. Es ist aber nichts passiert. Außer ein paar Bäume, die auf den Schienen gelandet sind und gegen die ein Zug hätte fahren können.
Aber so musste der 08/15-Deutsche auf dem Bahnhof warten. Er selbst wird fast aufs Gleisbett geweht und kann sich nur mit größter Mühe hinter der weißen Linie halten - ja nicht übertreten! - aber wenn er das schafft, dann schafft es ja wohl auch die Scheißbahn, mit mehreren Tonnen Gewichten durch die Gegend zu tuckern. Immerhin werden die ja nicht so schnell weggeweht. Und wenn der 08/15-Deutsche aus wettertechnischen Gründen nicht zum Job kommt, wird der Chef fuchsteufelswild und interessiert sich einen Scheiß, ob die Bahn gefahren ist oder nicht. Also interessiert sich der 08/15-Deutsche auch einen Scheiß für Friederike und hebt sie auf die ähnliche Stufe wie Frau und Kinder, wenn sie während der Sportschau etwas wollen. Und wundert sich dann, wenn er auf dem Weg zur Arbeit von einem Baum erschlagen wird. Oder was auch immer nach dem Tod kommt.

Im Kopf vermutlich (nicht?) tot

Der schon wieder?

Barack Obamas Geburtsurkunde ist nie aufgetaucht. Bzw. er hat sie nie vorgelegt. Oder er hat sie gefälscht. Kommt drauf an, wen man fragt. Aber kompletten Blödsinn muss man ja auch nicht debunken, wenn er ein katastrophaler Schwachsinn ist. Man könnte aber auch sagen, dass da jemand was zu verheimlichen versucht. Er sagt ja nur nichts, weil er was zu verbergen hat!
Dachte sich vermutlich auch Donald Trump (shit, der kommt ja schon wieder in einem Wort zum Sonntag vor!) und ging zu einem Amtsarzt, um seine körperliche und geistige Fitness zu überprüfen. Ergebnis: Trump lebt. Gut, das ist jetzt ein bisschen schwach, daher liefern wir noch nach: Der Amtsarzt sagte, dass er die Präsidentschaft wahrscheinlich überleben wird. Könnte ja natürlich immer noch ein Irrer mit Waffe rumlaufen und den Präsidenten abknallen. Aber der hat ja Bodyguards, anders als die John-Doe-Bevölkerung, die sich gerne für in in die Flugbahn der Kugeln werfen würden. Den zweiten Verfassungszusatz zu entschärfen wäre vermutlich auch eine Spur zu einfach. Immerhin hängen die Jobs des Secret Service dran. Zumindest zum Teil.
Was aber vermutlich nicht zu erwarten war, ist Trumps geistige Fitness. Die sei voll in Ordnung. Zum Amtsarzt ist er nach der Veröffentlichung des Buches Fire and Fury (nicht zu verwechseln mit dem anthropomorphilen Buch Fire and Furries) genötigt worden, das ihm eine geringere geistige Intelligenz bescheinigt hatte, als es für das Präsidentenamt notwendig war. Aber jetzt wissen wir: Alles gut. Trump ist nur so dämlich, dass er sich von einem solchen Buch aus der Fassung bringen lässt. Passiert. Leider.


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