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Diverses:Wie ich Weihnachten doch noch gerettet habe

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Diese Geschichte hat sich wirklich so zugetragen. Sie ist zudem die einzig Wahre! Andere Menschen, die behaupten Weihnachten gerettet zu haben, lügen, denn schließlich bin ich es nachweislich gewesen!
Und so ist es geschehen ...


Der Weihnachtsmann nur ein Kassenpatient?

Samstag ein Tag vor dem 1. Advent. Ich sitze in meiner Praxis und bastel mir einen Adventskranz aus alter Glaswolle und Tannenzapfen. Mir juckt es im Auge. Ich reibe mir die juckende Stelle mit Iod ein. Es juckt noch mehr! Plötzlich klingelt es an der Tür. Ich öffne. Ein kleiner Paketbote überreicht mir einen großen Karton. Ich frage mich was das sein soll? Ich hatte nämlich nichts bestellt. Als ich das Paket öffne kommt mir ein fauliger Geruch entgegen. Es riecht nach alten Mullbinden, fermentierten Eiern und Doornkaat. Eine rote Zipfelmütze lugt hinaus. Ich ziehe daran und man sehe und staune an der pelzigen Mütze hängt noch eine Person dran. Mit rotem Mantel, fiebrigen Gesicht und weißgrauem Bart starrt mich diese Person abwesend an. Als ich dann noch die Halskrause, den blutig verschmierten Verband und das Fieberthermometer entdecke, wird es mir schlagartig klar. Es handelt sich bei dem Mann um den Weihnachtsmann, der beim Versuch Florian Silbereisen ein Gehirn zu schenken vom Dach gefallen ist und sich dabei sämtliche Knochen gebrochen, sowie eine schwere Capreolus Capreolus Influenza zugezogen hat. Wie man so etwas so genau feststellen kann? In 20 Jahren hat so ein alter Hase wie ich schon so einiges gesehen und gehört.
Ich mache mich sofort ans Werk und verpasse dem Weihnachtsmann, solange er sich noch nicht wehren kann, einen Einlauf nach dem anderem. Ich freu mich wie Bolle, denn soetwas kann man super abrechnen! Danach bekommt er erstmal eine professionelle Klangschalentherapie. Es hilft zwar auch nicht, aber ich habe meinen Spaß.

1. Advent, ich beginne mit der richtigen Behandlung. Dazu entferne ich ihm die gebrochenen Knochen und ersetze sie durch welche aus Plastik. Da ich eigentlich nur Hausarzt bin und ich keinen Anästhesisten in der Praxis habe, übernimmt meine Assistentin Schwester Beate die Narkose mithilfe eines Gummihammers. Die durch diese Methode geborstene Schädelplatte, flick ich mit Industrieschaum wieder zusammen. Insgesamt ist die Operation obwohl ich kein richtiges Ärztebesteck besitze äußerst erfolgreich (für meine Verhältnisse). Nach der anstrengenden Operation gönne ich mir erstmal ein Bier. Dem Weihnachtsmann führe ich als kleines Aua-Aua-Trostpflaster Lachgas zu. Das Lachen wirkt zwar etwas verkrampft, aber ich denke dadurch wird er für eine kurze Zeit seine Schmerzen vergessen. Die nächsten Tage werde ich ihm wohl auch nochmal eine Ruhepause genehmigen. Schließlich muss der Weihnachtsmann so schnell wie möglich wieder alle Kräfte beisammen haben, um die Kinder der zivilisierten westlichen Welt zu beschenken. Ich stelle mir die Frage, warum die armen Kinder in Afrika eigentlich nichts bekommen, wahrscheinlich waren sie einfach nicht artig genug.

2. Advent, nachdem ich mich dazu entschlossen habe dem Weihnachtsmann doch noch in der Vorwoche einiger Therapien zu unterziehen, geht es ihm noch nicht wesentlich besser. Immerhin kann er seit gestern wieder sprechen. Auch wenn er sich nur über meine angeblichen "ruppigen" Behandlungsmethoden beschwerte und drohte mich dieses Jahr bei der Bescherung auszulassen. Mir war es egal, denn den neuen 3D-Fernseher würde er mit der fetten Endabrechnung eh bezahlen müssen. Apropos fett, ich verordnete dem Weihnachtsmann eine Diät. Denn in dem Alter mit der Masse das wäre nicht mehr zu verantworten. Nachher bekommt er noch einen prediagnostischen Fettsturz!

Schwester Beate ein echtes Traumweib.

Mittwoch, der Weihnachtsmann hilft mir dabei meinen Adventskranz mit Schleifen zu verzieren. Durch das gemeinsame Basteln kommt richtig gemütliche Vorweihnachtsstimmung auf. Der Heilungsprozess schreitet voran. Besonders nachdem sich Schwester Beate in ihrer liebevollen Art um ihn gekümmert hatte, machte er gesundheitlich einen riesen Satz. Ihm ging es nach der Begegnung mit ihr nach eigenen Aussagen "besser als wie es jemals bei mir gegegeben hat". Dies freute mich.

3. Advent, ein Rückschlag. Nachdem Verzehr eines Bohnenkompottkuchens bekommt der Weihnachtsmann stärkste Blähungen und fällt vom Stuhl. Ein darauf folgender Atemstillstand, wird durch Schwester Beate, die zuvor noch ein paar Knoblauchzehen verspiesen hatte, durch Zwangsbeatmung wieder gelöst. Doch die Lage ist immer noch kritisch, so beschloss ich einen weiteren Experten hinzuzuziehen. Ich rief einen alten Bekannten an. Er ist Klempner von Beruf. Hatte aber ein Semester Allgemeinmedizin studiert. Er sollte mit seiner Rohrzange vorbei kommen und den Darmtrakt genauer untersuchen. Weitere Darmspiegelungen, die ich hätte auch noch alleine durchführen können, hielt ich auch nicht mehr für angemessen. Gegen Abend kam mein Bekannter, er stellte trotz seiner umfangreichen Sachkenntnis nichts fest. Er riet mir lediglich dazu beim nächsten mal einen Korken zur Hand zur halten, den ich im Falle des Falles rektal einführen kann.

Am Donnerstag mache ich mir einen freien Tag, Schwester Beate kümmert sich um den Weihnachtsmann. Ich nehme mir die Zeit um sämtliche Kindergottesdienste und Schulveranstaltungen der Stadt zu besuchen. Dies tue ich um mich bei Textfehlern über die Dummheit der Kinder lustig zu machen. Mein herzhaftes Lachen erzeugt zwar bei den Eltern große Wut, doch als Arzt kann man es sich ja erlauben.

4. Advent. Der Weihnachtsmann hat Diarrhö. Der ganze Fußboden der Praxis ist schon vollgekleckert. Schwester Beate nimmt die anderen Patienten in die Pflicht und lässt sie den Boden sauber machen. Mit einer Peitsche wird dem Nachdruck verliehen. Auch der allgemeine Zustand des Weihnachtsmannes ist noch schlechter als je zuvor. Der Industrieschaum zur Schienenung der Schädelplatte quillt aus der Narbe und die Plastikknochen sind auch schon total verbogen. Dies kann man an der V-Form der Wirbelsäule des Weihnachtsmannes genau erkennen. Ich beschließe den billigen Plastik durch Metall zu ersetzen. In einer langen nächtlichen Notoperation wird es vollbracht.

Ein paar Spritzen später. Topfit wie wir es uns alle wünschen!

Montag (Ein Tag vor Weihnachten!). Der Weihnachtsmann ist nervös. Er will unbedingt gehen, sich auf das Fest vorbereiten. Doch er muss noch im Bett liegen bleiben. Auf einmal zieht der designierte Weihnachtsmann ein langes Messer aus seinem Stiefel. Es kommt zum Showdown! Er fuchtelt wild mit dem Messer rum. Doch ich reagiere blitzartig und haue mit meinen weißen Gesundheitssandalen auf die frischgenähten Narben. Er krümmt sich vor Schmerzen. Ich nutze dies aus und ziehe ihm mit einer noch vollen Bettpfanne einen über den Schädel. Bewusstlos sinkt er zu Boden. Als Schwester Beate in den Raum stürmt, habe ich ihn schon unlängst wieder an das Bett gefesselt. Doch was wird nun aus Weihnachten? Ich beschließe einen radikalen Schritt. Ich werde den Weihnachtsmann bis morgen einfach Fitspritzen. Dazu werde ich einfach die alten Medikamente nutzen, die ich über das Jahr nicht aufgebraucht habe ,weil das ist ja auch deutlich billiger. So schont man wertvolle Ressourcen für kommende Generationen und kann Weihnachten doch noch retten! Gesagt, getan. Am Abend führe ich es durch. Sofort ist der Weihnachtsmann hellwach. Er scheint richtig zu strahlen. Der Schaum der aus seinem Mund hervorschäumt, wische ich ab. Nachdem ich die Fesseln gelöst habe, geht der Weihnachtsmann sofort ab. Wie vom Salamander gebissen sprintet er zu einem Taxi und lässt sich zum Nordpol chauffieren. Dort steigt er in den Polarexpress und fährt in sein geheimes Hauptquartier ins Elfenland. Heilfroh und etwas erschöpft setze ich mich ins Wartezimmer und schlafe ein.

Heiligabend. Ich wache auf. Doch ich sitze nicht mehr in der Praxis, sondern bei mir zu Hause im Sessel. Der Kamin flackert. Ich frage mich; Habe ich alles nur geträumt?! Doch da entdecke ich in dem Socken auf meinem Kamin einen 105 Zoll 3D-Fernseher liegen. Dann ist wohl doch alles wahr!


Frohe Weinachten
Jesus' Geburtstag!
Da strahlt der Baum!