Diverses:Wie die Fruchtfliegen auf die Erde kamen und was Saddam damit zu tun hatte

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Das Leben der Fruchtfliegen, im Weiterern kurz „FF's“ genannt wird nun erzählt.

Von Menschen und Fruchtfliegen

Ihr wundert euch, warum Fruchtfliegen ÜBERALL auftauchen? Ihr wundert euch, warum sie vorher scheinbar nie da waren? Ihr wundert euch, warum ihr sie vorher nie sehen konntet? Warum sie so PLÖTZLICH da sind? Ihr habt vielleicht tausende davon im Bad an der Wand zu sitzen. Nun, hier die Antwort, sie kam mir, neulich, ganz nebenbei, beim Destillieren.

Das Leben der Fruchtfliegen früher

Das Leben der FF's begann in einer fernen Zeit auf einem fernen und fruchtbaren Planeten, genannt Drosophila. Dort lebten sie friedlich und gemeinschaftlich zusammen. Es war ein sehr kleiner Planet, ohne größere Tiere und Ziegen. Was sich als sehr vorteilhaft erweist, wenn man nur wenige Millimeter groß und am Weiterbestehen der eigenen Rasse interessiert ist.
Sie lebten Jahrtausende lang fast ausschließlich von der Landwirtschaft, bauten in Tagebauen Pfirsiche und Pflaumen an, pflanzten sich fort, genossen den Tag, den sie zum Leben hatten. Dazu muss gesagt werden, dass sich der Planet nur sehr langsam drehte. Ein FF Tag ist in etwa soviel, wie hier auf der Erde ein Jahrzehnt.

Die Erfindung des Fruchtfliegenfußballs

Nun, nach vielen vielen vielen tausend Jahren wurde es einem jungen Männchen mächtig langweilig. "Warum soll ich tagein, tagaus in den Fruchtbergwerken arbeiten? Wo ist der Spaß?", dachte er sich. Er dachte nach und erfand ein Spiel. Die FF's kannten bereits die Schere, das Feuer und den Ball. Schere und Feuer eigneten sich eher wenig zum spielen. Blieb also der Ball. Nur was damit anstellen?
Schnell kam Hans, so hieß die junge Fruchtfliege, auf die Idee, diesen mit dem Fuß zu spielen, was ziemlich nahe liegt, wenn man von Hause aus über sechs Stück davon verfügt.

Der Verfall der Sitten

Schnell wurde dieser, FFF (Fruchtfliegenfußball) genannte Sport zum beliebtesten Zeitvertreib der männlichen FF's. Einmal pro zwei Stunden versammelten sie sich in so genannten Stadien, um ihrer Leidenschaft zu frönen. (Anm. des Autors: Jahrmillionen später fand ein gewisser Zwanziger einen antiken Wettschein. Darauf stand: 1. FFC Pflaumenhausen gegen 1. FFC Pfirsigdorf. Wie Alles, mißverstand er auch dies und deutete die Abkürzungen falsch. So wurde der Frauenfußball erfunden. Aber ich schweife ab.) Leider konnte Hans, auf Grund seiner begrenzten Lebenszeit, nicht mehr dem Erfolg seiner Idee beiwohnen.
Alles lief aber dennoch sehr gut. Alle, naja fast alle, hatten ihren Spaß. Ausgelassen feierten sie. Sie trieben ihre Mannschaften mit lautem Gebrumm nach vorn. Einige sangen sogar. Aber etwas hatten sie nicht bedacht.
Sah es nämlich in den Stadien nach einem Spiel schlimm aus. Überall lagen Fruchtreste herum, überall auf den Tribünen stapelte sich der Müll. Eines heissen Sommers, es spielten gerade der 1. FFC Hoffentlich gegen den 1. FFC Süßebrausing, kostete ein übermütiger Wicht eines der liegen gebliebenen Fruchtstücke. Er war plötzlich viel besser drauf und steckte alle mit seiner guten Laune an. So erfanden die FF's den Alkohol. Damit machte plötzlich alles noch viel mehr Spaß und sie feierten noch ausgelassener.
Schnell gewöhnten sie sich an den Duft vergorener Früchte. In jedem Stadion stand ein solcher Kübel mit herrlichem Most. Und sie labten sich ausgiebig daran. So machte FFF noch viel mehr Spaß. Noch heute schwärmen manch alte FF's von dem Duft, der sich in den Stadien bildete und denken verträumt an alte Zeiten, alte Schlachten, alte Fußballspiele. Der FFF war nämlich dem Untergang geweiht. Aber ich greife vor.

Die weibliche Gegenwehr

Den weiblichen FF's gefiel dieses ausschweifige Leben ihrer Männchen naturgemäß gar nicht. Sie bildeten Gruppen, die gegen dieses Treiben vorging. Sie trafen sich abends, diskutierten ewig, gaben Zeitschriften mit Frauennamen heraus. Ja, sie bildeten sogar eigene Häuser, zu denen Männer keinen Zutritt hatten. Frauenhäuser nannten sie das. Auch ihren Habitus veränderten sie. Einige begannen sogar, wie Männchen auszusehen. Sie bildeten sogar eine eigene Organisation, die sie FOUL nannten. Fruchtfliegen ohne Unerkannte Lebensfreude.
Schnell erkannten sie, dass sie so nicht gegen die Männchen ankommen. Sie verlegten sich also auf eine andere Taktik. Sie forschten. Und das relativ gründlich. Wer einmal mit einem Weibchen zusammen gelebt hat, weiss, wie GRÜNDLICH sie sein können. Pedantisch forschten sie und forschten. Schnell erfanden sie den Computer und den interstellaren Weltraumflug. Wer einmal mit einem Weibchen zusammen gelebt hat, der weiss, zu welchen gigantischen Leistungen sie fähig sind, um einem Männchen den Spaß zu verderben. So soll es auch hier niemanden wundern, wie schnell diese Erfindungen gingen.
Frieda, eine junge FF, erfand z.B. um 1012 fruchtfliegischer Zeitrechnung die Alkoholische Uranium Spaltung, kurz AUS genannt. Dies bildete den Grundstein der Eroberung des Weltraums duch die FF's .

Der große Fruchtfliegische Krieg und der Aufbruch ins Ungewisse

Im ersten Fruchtfliegischen Krieg, 1099, in dem die Männchen recht bald klein bei gaben, setzten die Fruchtfliegenfrauen ihre Pläne zur Besiedelung der Restgalaxis durch. Ein Männchen, welches ständig unterwegs ist, hatte nämlich zwei entscheidende Vorteile. Es konnte weder zu hause nerven, noch in Stadien verweilen, um sich zu besaufen.
So begaben sich die Männchen auf große Reise. (Einige von ihnen behaupteten später, sie taten dies nur, um den mittlerweile militanten Weibchen zu entkommen. Dies konnte aber nie bewiesen werden.) Wie Männchen nunmal sind, flogen sie einfach geradeaus. (Naja, nicht immer. Eines hätte nämlich ein vergorenes Fruchtstück retten können. Aber so kamen sie wenigstens unbeschadet kurvend durch einen Asteroidengürtel. Alkohol ist somit bewiesenermaßen nicht immer schlecht. Er kann sogar Leben retten.) Diese Reise dauerte sehr lange.

Die große Reise

Nun muss man wissen, dass ihr Heimatplanet ca. 900 Lichtjahre von der Erde entfernt ist und das Weltall hauptsächlich aus nichts besteht. Dies ist wiederum sehr vorteilhaft. Wenn man nämlich nur wenige Millimeter groß ist, braucht man für interstellare Weltraumflüge auch nur ein wenige Zentimeter großes Raumschiff. Somit verringert sich die Wahrscheinlichkeit, selbst mit wenig navigatorischen Fähigkeiten, mit einem Gegenstand im Weltall zusammen zu stoßen, fast auf Null. Auch kam ihnen die Natur, oder wenigstens ihre Konstanten zu Hilfe. Zwar gab es auf dem Heimatplanen der FF's nicht mal einen Stein, aber eine kosmischen Konstante, dass sich nämlich nicht mal FF's schneller bewegen können als das Licht, verhalf ihnen zu einer recht pünktlichen Ankunft auf der Erde. Gerade auf diese Pünktlichkeit waren die Männchen noch lange stolz und rieben sie den Weibchen noch nach Jahrzehnten unter die Nase.
Derart von der Natur bevorteilt, kamen die FF's glücklich und zum größten Teil unbeschadet nach genau 900 Jahren auf der Erde an.

Ankunft und Knechtschaft

Leider landeten sie unglücklicherweise im Irak, wo damals ein gewisser Saddam Hussein regierte. FF's haben von Natur aus (sie stehen eben auf Pfirsichmark) eine Schwäche für die Farbe Gelb. Und das Land sah von oben so schön gelb aus.
Von Natur aus friedlich begegneten die FF's auch Saddam freundlich. Dieser erkannte natürlich schnell die Vorzüge der von Frieda erfundenen Alkoholischen Uranium Spaltung (kurz AUS). Konnte er doch so Waffen von massenvernichtender Art bauen, ohne dass seine Erzfeinde, die Amerikaner etwas davon mitbekamen. Er wusste, dass die Iraker genausowenig Alkohol trinken, wie die Amerikaner Ahnung von dessen Herstellung haben. Genau an diesem Trick verzweifelten noch viele Amerikaner, konnten sie doch nichts massenvernichtendes finden. Sie zogen sich später resignierend aus dem Land zurück.
Saddam seinerseits konnte nicht zulassen, dass sein Geheimnis an die Öffentlichkeit kam. So verbannte er die Fruchtfliegen jahrelang in seine Erbeerminen. Lange waren sie geknechtet und unterdrückt. Bis sie sich schließlich ihrer Vergangenheit erinnerten und von Ferne den geliebten und bekannten Duft vergorener Früchte wahrnahmen.

Endlich angekommen

Von dem berauschenden Duft von Alkohol und der schwachen Erinnerung an FFF angezogen, schafften sie schließlich den Ausbruch und landeten in einer kleinen, illegalen, Alkoholdestillerie, wo sie das Wort „Gott“ in ihrer Sprache an die Fliesen des Bades schrieben. Sie landeten endlich endgültig auf der Erde. Sie landeten bei mir.