Diverses:Raumsonde Rosetta landet am Arsch der Welt!

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Piep, piep! Satellit!
Der nachstehende Text erweitert den Zusammenhang des Hauptartikels Satirischer Jahresrückblick 2014.

Am 3. November 2014 überraschte die Europäischen Weltraumorganisation ESA die Öffentlichkeit mit einer ungeheuerlichen Nachricht und diese Nachricht war sogar noch ungeheuerlicher, als die ESA selbst dachte. Aber beginnen wir diesen Jahresrückblick mit der Meldung, die uns alle in Erstaunen versetzt hatte: "Raumsonde Rosetta traf auf Kometen 67P/Kasparow-Garryschenko."

Der Anfang

Die typische Flugbahn einer Ariane 5

Die Raumsonde Rosetta war ein Kind der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Zu spekulieren, warum diese Weltraumorganisation mit Sitz in Darmstadt ihr Kind Rosetta genannt hatte, ist müßig und kann unterbleiben. Kommen wir lieber zur Chronologie der Ereignisse: Am 2. März 2004 spie die Erde eine Ariane-Rakete aus und dieser symbolträchtige Akt gilt zugleich als Geburt der Rosetta, denn zur Überraschung aller, führte die Ariane-Rakete eine Raumsonde mit sich. Verblüffend, denn ab dem Jahre 2001 war man dazu übergegangen, die europäischen Raketen ohne die teuren Satelliten starten und explodieren zu lassen bzw. sie schon vor dem Start zu zerstören um auch den Treibstoff zu sparen. Aber am besagten 2. März 2004 hatte man, vielleicht in einer Jackentasche oder gar in der Gesäßtasche, denn so eine Rosetta ist ziemlich klein, dem Geschoss eine Fracht mitgegeben. Vielleicht aus Versehen oder aufgrund eines Verständigungsproblems, denn die Europäer sprechen viele Sprachen und vielleicht sprach irgendein deutscher Manager davon, dass man höchstens ein Arschloch mit der absturzträchtigen Ariane starten lassen sollte und der polnische Dolmetscher der Franzosen sorgte dafür, dass der Weg für Rosetta frei wurde. Vielleicht war es auch Zufall oder göttliche Vorsehung? Wer weiß das schon?

Der Sinn dieser Aktion erschloss sich den Menschen damals nicht, denn wenn die Amerikaner schon Jahrzehnte zuvor auf dem Mond rumgelatscht waren und mit Modellautos auf dem Mars herumfuhren, warum wollen die Europäer eine Raumsonde ins All schießen? Man vermutete, dass die europäischen Regierungen lediglich Richard Branson zuvor kommen wollten. Oder dem Reinhold Messner, denn diesen beiden traute man auch Expeditionen ins Weltall zu. Offiziell stammelte man sich etwas von Asteroidengürtel und Erforschung der Weltenentstehung zusammen und nannte in Zeitabständen von wenigen Wochen drei unterschiedliche Zielkometen für diese Expedition.

Die Raumsonde Rosetta...

Was wir wollten

Zunächst verlief die Reise der Rosetta erstaunlich gut. Zumindest verbreitete die Darmstädter ESA gleichlautende Meldungen. Im Oktober 2014 spitzten sich die Ereignisse zu. Rosetta und ein Komet mit der lyrischen Bezeichnung 67P/Kasparow-Garryschenko näherten sich einander an. Diese Formulierung sagte uns zweierlei: Der von der Erde in Französisch-Guyana an der Spitze einer Ariane Rakete gestartete Alu-Koffer (Das mag eine kleine Enttäuschung sein, aber die Rosetta hat tatsächlich die Form eines Alu-Koffers mit ausklappbaren, seitlich angebrachten Fliegenpatschen.) fliegt zwar Richtung Komet, aber gleichzeitig fliegt der Komet Richtung Erde. Und da beide Himmelskörper ungefähr gleich groß sind, war „Annäherung“ genau die richtige Vokabel.

Die Welt blickt auf den Kometen 67P/Sackorow-Sackoschenko oder so ähnlich...

Hunderttausende Beobachter auf der ganzen Welt harrten an diesen denkwürdigen Oktoberabenden des Jahres 2014 aus um das seltene Himmelsschauspiel zu beobachten. Freilich war mit bloßem Auge und mit kleineren Teleskopen nichts zu erkennen aber allein der Gedanke, dass sich der eiskalte Himmelskörper mit seinem prächtigen Schweif der Rosetta näherte und umgekehrt, sorgte für viele Beobachter in diesen lauen Oktobertagen für eine aufgewühlte Spannung.

Auch diese kleinen Forscher besetzen gewissenhaft ihre Observationsstation (daran sollte sich die ESA ein Beispiel nehmen).

Was wir bekamen

Auch die ESA sah nichts; oder besser gesagt: Das, was die Wissenschaftler sahen, war nicht die Raumsonde! Die ESAnauten verfolgten die Raumexpedition nämlich auf ihren Computer-Monitoren und aufgrund der allgegenwärtigen Sprachbarriere hatte ein vermutlich portugisischer Systemadministrator auf Geheiß des italienischen Projektleiters (Originalton: Accusare pezzo die merda = zeige mir die Rosetta) eine Videodatei seiner Darmspiegelung in das Observationsprogramm eingefügt. Als die Darmsonde in diesem kleinen medizinischen Videodokument auf eine Darmwandzyste stieß, jubelten die ESAnauten und verkündeten "Contact" (in völliger Verkennung, dass dieser Blockbuster den Kontakt mit außerirdischer Intelligenz und nicht mit einem fliegenden Stück Dreck beschreibt). Ein für diese Fälle vorgesehener Ablaufplan trat in Kraft. Der deutsche Verwaltungsleiter startete "Operation Walkürenritt", eine computergestütze Informations- und Marketingkampagne und die Welt erfuhr, dass Rosetta auf 67P/Kasparow-Garryschenko gelandet wäre. 5 Tage nach diesem vermeintlichen Erfolg wurde die ESA nach Hinweisen eines portugisischen Proktologen, dem die Darmwandzyste bekannt vorgekommen war, zu einem Dementi gezwungen. Böse Zungen behaupten allerdings, die NSA hätte diesen Skandal in ihrer unermüdlichen, weltumspannenden und -verbessernden Arbeit aufgedeckt, denn selbstverständlich sind ihr auch portugisische Krankenakten bekannt.

Dieser Skandal, denn die ESAnauten schafften es nie mehr, Kontakt mit Rosetta herzustellen, sorgte in den Mitgliedsländern zu einem vorübergehenden, marginalen Anstieg der Arbeitslosenzahlen, vor allem im akademischen Segment. Mit den freigewordenen Mitteln, die die unweigerliche Auflösung der ESA mit sich brachte, plant die EU jedoch bereits Ungeheuerliches: Weltraumexpeditionen finden zukünftig nur noch in Filmstudios statt. Kontakte mit Dietmar Schönherr und dem Brausearmaturenhersteller Grohe wurden bereits aufgenommen, mit dem Ziel, an die glorreichen Zeiten des „Schnellen Raumkreuzers Orion“ anzuknüpfen.