1 x 1 Silberauszeichnung von Assel

Diverses:ORF-Interviewrunde zu den Nationalratswahlen 2013

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Ingrid Thurnher (ORF-Moderatorin): Hat Österreich nicht schon genug unter den Fratzen der Politiker, die von jeder Hauswand lächeln, gelitten? Ist es nicht schon längst überflüssig, diese elend langen Konfrontationen im Fernsehen abzusetzen? Könnte man den Wahlkampf jetzt endlich ruhen lassen? Der ORF meint nein und lädt alle Parteichefs, der im Nationalrat vertretenen Parteien, zu einer Interviewrunde über Österreichs Zukunft ein! Ich habe die Ehre den Herrschaften die Fragen zu stellen, die sie mir sowieso nur mit Slogans und Floskeln beantworten werden, und werde Sie nun zur besten Sendezeit bestens unterhalten. In unserer Runde vertreten sind heute: Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ), Dr. Michael Spindelegger (ÖVP), Heinz-Christian Strache (FPÖ), Eva Glawischnig (Die Grünen), Frank Stronach (Team Stronach) und zuletzt Matthias Strolz (NEOS).

Ein echt österreichischer Kanzler: "Wo anders ist's noch schlimmer!"
Der Mann, der vermutlich bald nicht mehr ÖVP-Chef ist - Dr.Michael Spindelegger.
Sie ist eine Powerfrau, sie ist gegen Korruption und sie ist vor allem wieder nicht in der Regierung!
Geld gewinnt keine Wahl? Na und! Geld zieht ins Parlament ein - ich meine natürlich Gelb!
Klein, quirlig und nervig! Partei und Parteichef passen perfekt zusammen.
Über ihn hier braucht man nichts Lustiges schreiben - er erzeugt schon beim Anblick Lachkrämpfe und/oder Kopfschütteln.
Unglaublich - ist das die beste Moderatorin Österreichs?

Werner Faymann: Grüß' Sie!

Michael Spindelegger: Grüß Gott!

HC Strache: Heilo! Hallo!

Eva Glawischnig: Guten Abend!

Frank Stronach: Hello, sörwus!

Matthias Strolz: Grüß Gott!

Josef Bucher: Guten Abend auch von mir.

Thurnher: Herr Bucher? Tut mir leid aber das ist eine Wahlgewinnerrunde, Sie sind ja nicht mehr im Nationalrat vertreten.

Strache: Wahlgewinnerrunde? Warum sind dann ÖVP und SPÖ hier?

Bucher: Nein, ich bin hier, um zu reden! Über was wird debattiert? Bildung, Euro, ESM?

Thurnher: Bitte, Herr Bucher, verlassen Sie das Studio! Security!

Bucher: Nein! Wo ist der Heilige Haider, wenn man ihn braucht?

Ingrid Thurnher: Also, der wäre jetzt einmal weg, sollen sich die Kärntner um ihn kümmern. Wo sind wir stehen geblieben? Ach genau, meine erste Frage gleich an den Kanzler: Werden sie, wenn es nach ihnen geht, weiter Kanzler bleiben?

Faymann: Was für eine Frage? Ich bin Politiker und ich strebe nach Macht...Verzeihung, revidieren Sie diese Aussage - ich bleibe bei einem einfachen: Ja!

Thurnher: Das heißt, dass sie weiterhin mit der ÖVP in einer Koalition arbeiten wollen und im Zuge dessen auch weiterhin in der Regierung bleiben wollen?

Faymann: Klar wollen wir weiter regieren, sonst hätten wir keine Chance Wahlzuckerl' an die Stammwähler zu verteilen.

Thurnher: Und der Herr Vizekanzler, werden Sie Gespräche zur Bildung einer Koalition mit der SPÖ annehmen?

Spindelegger: Ja, meine Oma hat immer gesagt: "Immer der Nase nach!" (-seltsames Kichern der anderen Parteichefs-) Aber jetzt liegt der Ball bei der SPÖ - hoffen wir, dass Herr Faymann einen guten Riecher für solche Sachen hat! Aber von unserer Seite kann ich jetzt noch nichts sagen, ich treffe mich erst morgen mit dem Pröll Erwin.

Thurnher: Aber es wäre ja auch "Schwarz-Blau-Stronach" möglich?

Strache: Schwarz und blau ergibt "schlau" - bedenkens' das Herr Vizekanzler!

Thurnher: Nicht dreinmischen' Herr Strache, wir kommen schon noch zu Ihnen!

Spindelegger: Möglich wäre es, wir schließen die Blauen nicht aus.

Thurnher: Guter Anhaltspunkt, Herr Spindelegger, denn die SPÖ schließt eine Regierung "Rot-Blau" aus.

Faymann: Korrekt. Die wollen nur in die Regierung, weil die Kärntner gescheiter geworden sind und die Blauen im Süden nichts mehr zu sagen haben.

Strache: Da haben Sie's! Wir Rassisten werden ausgegrenzt! Frechheit!

Thurnher: Kommen wir später noch darauf zurück, ersteinmal zu den Grünen.

Glawischnig: Na endlich! Also Frau Thurnher, ich wollte Sie schon seit gut zehn Minuten darauf aufmerksam machen, dass Ihr Oberteil wohl von thailändischen Straßenkindern genäht wurde und zwar aus den Gedärmen von nicht artgerecht gehaltenen Kühen aus Bangladesch. Deshalb habe ich hier einen Kartoffelsack absolut biologischen Pullover für Sie!

Thurnher: Schön! Aber der kommt, genau wie rund 1000000 Feuerzeuge, Luftballons und Kugelschreiber auf einer Müllverbrennungsanlage. Naja, ändert eh nichts mehr daran, dass Ihre Partei von vielen zwar für die beste Lösung gehalten wird, dann aber doch nur von 11% gewählt wird. War da vielleicht die Mariahilferstraße schuld?

Glawischnig: Hmmm... Also die Mariahilferstraße, ja das waren die in Wien, damit haben wir nichts zu tun!

Thurnher: Aber es war Ihre Partei, oder?

Glawischnig: Ja, ähm, ah...Warum sprechen wir nicht über die Votiv-Kirche?

Strache: Schlepperbanden! Wir müssen Österreich vor den bösen Neu-Ausländern beschützen! Deshalb sage ich: HC Strache steht zu den Serben, das sind gute Ausländer, keine Özmulüz und Furkaniz!

Thurnher: Stoppen sie einmal, Herr Strache, jetzt ist Herr Stronach an der Reihe. Also, die erwarteten 20-30% sind es nicht geworden, stattdessen 6%. Trotzdem kommen sie auf 11 Mandate, was wollen Sie im Hohen Haus bewirken?

Stronach: So first amal, woll'ma keine Reichensteuer, das ist fore sure. Dann sagen wir, only zwei Jahre Amtsperiode for the Politikers, außer for mich, das ist fair. Und wir sagen auch, dass die Todesstrafe für Selbstmörder hergehört, this is very wichtig for me und the Team!

Thurnher: Interessante Ansichten, die Sie da haben, aber...

Stronach: Lassen sie mich ausreden! Wir wollen the Schilling back, too. And aus der EU müss'ma auch raus - just Lügner there!

Thurnher: Fertig?

Stronach: Yes.

Thurnher Danke. Nun ja, Herr Strolz, wie fühlt man sich als BZÖ-Zerstörer, einer der Wahlgewinner, baldige Oppositions- oder Regierungspartei?

Strolz: Wir, die NEOS, fühlen uns gut.

Thurnher Gut so, was mich interessiert,wie steht denn der Bundeskanzler zu Kleinparteien wie den NEOS?

Faymann: Die sitzen doch, genau wie das BZÖ, nur im Parlament und sind gegen alles, was die anderen bestimmen. Übrigens der Kaffee hier ist etwas zu stark. Wer ist dafür, dass man uns Milch und Zucker bringt?

Spinelegger: Ich bin dafür.

Strache: Ich. Schließlich sind wir hier ja nicht bei den Arabern und Marokkanern!

Glawischnig: Warum nicht?

Stronach: Me!

Strolz: Wir, die NEOS, sind dagegen, auch wenn der Kaffee wie flüssige Fäkalien schmeckt!

Glawischnig: Jetzt haben wir den Nichtsnutz von Bucher weg und dann kommt der? Na super!

Thurnher: Nun denn schreiten wir fort. Meine nächste Frage richtet sich an Herrn Strache, auch er ist einer der Profiteure dieses Urnengangs. Glauben sie, dass ihr Wahlkampf daran großen Anteil trägt?

Strache: Dieses Jahr haben wir voll auf die Nächstenliebe gesetzt. Wir haben in die Menschen vertraut. Liebe ist der Weg!

Thurnher: Herr Strache, wir sind hier bei einer politischen Diskussion, nicht bei Woodstock. Was wären denn Gründe, die FPÖ in der Regierung haben zu wollen?

Strache: Wir sind die einzige Partei, die sich um die Zukunft sorgt: Wir brauchen vernünftige Argumente, damit man die FPÖ auch 2018 wählt. Vielleicht eine andere Bank, die man in den Ruin treibt? Hauptsache irgendetwas, das man den anderen in die Schuhe schieben kann!

Stronach: Darf ich mich now wieder zu Word melden, immerhin hab ich jetzt schon fünf Minuten keinem mehr die Meinung getellt.

Spindelegger: Ich auch nicht, wozu bin ich sonst hier?

Thurnher: Um gemeinsam mit anderen Politikern konstruktive Ideen für Österreichs Zukunft zu sammeln?

Faymann So einen Blödsinn habe ich noch nie gehört!

Thurnher: Hoffnungslos!

Strolz: Genauso hoffnungslos wie die Arbeit dieser Regierung.

Faymann Keiner hat Sie um ihre Meinung gefragt Herr Strolch!

Strolz: Ich heiße Strolz, Sie...Sie Grinsekatze!

Thurnher: Liebe Spitzenpolitiker...

Glawischnig: Und Spitzenpolitikerinnen!

Thurnher: So wir sind gleich über der Sendezeit, noch letzte Statements zu einem Neuanfang? Ich fürchte, nächste Woche müssen wir eine zweite Runde einlegen.

Fernseher.gif

Der Zuseher beschimpft einmal laut die unfähige Politik, holt sich ein Bier und dreht den Fernseher ab, um dann zwei Minuten später beim Sport wieder einzuschalten. Gelobt sei der ORF, nächste Woche läuft sowieso wieder Grey's Anatomy!