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Diverses:Magnesismus oder ein biolectrales Paradoxon

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Hermes Arzneimittel GmbH!
Ich wende mich mit einer dringenden Frage an Sie. Am heutigen Samstag erstand meine Frau in der Apotheke eines Ihrer Produkte. Ich muss zugeben, dass ich zunächst etwas ungehalten war, denn sie kaufte die Biolectra Magnesium 400 ultra Kapseln. 20 Stück zu einem stolzen Preis. Eigentlich hätte sie beim Discounter ein ähnliches Produkt holen sollen... aber im Nachhinein muss ich eingestehen, dass Ihr Produkt aufgrund seiner außergewöhnlichen Wirkung seinen Preis wert war.

Vielleicht aber sollte ich meine Schilderung zu einem früheren Zeitpunkt beginnen lassen (Entschuldigen Sie meine sprunghafte Schreibweise, wenn sie den Brief zu Ende gelesen haben, werden Sie wissen, warum.): Als begeisterter Wassersportler fröhne ich auch in meinem vorgerückten Alter noch der körperlichen Ertüchtigung, was im günstigen Falle mit Gewichtsreduktion, aber immer mit Transpiration einhergeht. Nun, auf dem Wasser bin ich allein und das fällt dann nicht so ins Gewicht. Nachdem ich heute wieder tüchtig geschwitzt hatte, meine Kalcium/Magnesium-Dragees eines Ihrer Mitbewerber aber aufgebraucht waren, bat ich meine Frau, für Nachschub zu sorgen. Meine Frau und ich praktizieren noch die althergebrachte Rollenteilung. Ich arbeite von Montags bis Freitags und sie putzt, kocht, geht einkaufen und versorgt das Vieh; unter anderem. (Das passt nicht in das Weltbild der Grünen, ich weiß. Aber nun. Die sind ja zum Glück nicht in der Bundesregierung.) Kommen wir aber zum Kasus Knaxus: Versehentlich muss ich wohl statt einer, zwei der ursprünglich 20 Kapseln "Magnesium 400 ultra" zu mir genommen haben. Als ich dann den Beilagenhinweis "Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden!" las, war es wohl schon zu spät.

So kann man nicht arbeiten!

Mittags saß ich in meinem Heimbüro und schrieb, vielleicht an der Neujahrsrede für Herrn Gauck oder an einem Dresscode für Hansi Flick und Jogi Löw, ich weiß es nicht mehr, so hat mich das folgende Geschehnis mitgenommen: Plötzlich schwebten zwei Büroklammern auf meine rechte Hand zu und eine Spaxschraube (ich hatte vorher ein Vogelhäuschen repariert und die war irgendwie übrig geblieben) folgte. Weitere Utensilien von meinem Schreibtisch schlossen sich an und auch der Euro, den meine Frau im Einkaufswagen bei Lidl gefunden hatte, schoss auf mich zu und heftete sich an meine Hand. In einem ersten Reflex schüttelte ich alles ab, aber vergebens; sofort ging die metallische Bande wieder auf Kollisionskurs. Langsam dämmert es mir, dass wohl die Überdosierung ihres Produktes für diesen seltsamen Magnetismus verantwortlich war. Schnell bat ich meinen Sohn alles mit Smartphone-Cam zu dokumentieren, dabei löste sich wohl auch noch eine Sicherheitsnadel von meinem Sofakissen und segelte mir genau an die Wange. Nicht auszudenken, wenn das eine Stecknadel gewesen wäre! Oder der Angelhaken meiner Anglerausrüstung. Wenn ich denn eine hätte!

Jedenfalls, liebe Firma Hermes, können Sie sich auf Grundlage des Fotodokumentes selbst ein Bild von meiner misslichen Lage machen. Sicher können Sie sich ausmalen, dass ich einerseits die Bestätigung brauche, ob die Überdosierung Ihres Produktes "Magnesium ultra 400" Kapseln für diesen Effekt verantwortlich ist. Und falls ja und es ähnliche Erfahrungen geben sollte, wäre ich sehr dankbar zu erfahren, wann mit einem Nachlassen der Wirkung zu rechnen ist.
Glücklicherweise haben wir nicht mehr dieses Metallbett sondern ein schönes Bauernschlafzimmer aus Eiche, denn sonst müsste ich zu allem Ungemach heute Abend auch noch auf dem Sofa nächtigen. Trotzdem bitte ich um eine schnelle Antwort.
Damit andere Verbraucher vor einem ähnlichen Schiksal bewahrt werden, habe ich mir erlaubt, diesen Brief auch in einer Online-Enzyklopädie abzudrucken. Eine sehr empfehlenswerte Seite übrigens.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Käptniglo