Diverses:Einen Fantasy-Roman schreiben

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Fantasy hat bekanntlich viele Facetten, dieser Artikel beschäftigt sich vor allem mit seiner brutalen, gewaltverherrlichenden und fleischhackerischen Variante. Das heißt, das große Vorbild sind die Werke eines bestimmten Herrn Tolkien (dürfte dem einen oder anderen bekannt sein…). Obendrein wird noch eine jede Menge Blut und Schweiß fließen.

Wenn dir das (unbegreiflicherweise) gefällt und du davon geträumt hast, selbst so ein Buch zu schreiben, dann bist du hier genau richtig. Auch wenn so ein Buch gegen die Richtlinien von Stupidedia verstoßen würde, nachdem Du den Artikel gelesen (und auch befolgt) hast, ist dir der [[Erfolg sicher. Dein Werk wird Milliarden begeistern und für immer in die unendlichen Hallen der Literaturgeschichte eingehen. Die Bezahlung hängt dann halt noch von einem guten Rechtsanwalt ab, der deinen Vertrag aushandelt und Plagiate bekämpft...).

Viel Spaß beim Lesen, du SADIST!

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Vorarbeit

Wenn du dich bei Kerzenlicht – vielleicht auch mit Rotwein - vor ein Blatt Papier gesetzt hast und schon in entsprechende Stimmung versetzt hast und kurz davor bist, dich in die unendlichen Weiten deines Unterbewusstseins zu begeben und deiner Fantasie und Kreativität freien Lauf zu lassen, solltest du dennoch einiges beachten, damit du zum Schluss nicht mit 600 beschriebenen Seiten voller Mist dastehst.

Grundmotiv

Das Tolle in der Fantasy ist, dass du deine Weltanschauungen frei einfließen lassen kannst. Deswegen solltest du dir vorher gut überlegen, was in deinem Werk moralisch wichtig ist (am Besten ist, du nimmst da einfach Freundschaft und Liebe), was die Guten und die Bösen so für Ansichten haben und was eben die Grundstimmung ist. Das Ganze lässt sich schön in einem tollen Wort zusammenfassen, nämlich Grundmotiv.

Bei vielen Büchern sind die Bösen einfach versteckte Nazis oder Kommunisten, da hat kaum jemand was dagegen und man braucht auch kein Mitleid zu haben (oder?!).

Die Welt

Deine Leser sollten, sobald sie in's Buch hineinschmöckern, in eine ausgefallene magische Welt voller Wunder, Gefahren und Abenteuer versinken. Das hebt einerseits den künstlerischen Wert, andererseits das Lesevergnügen und damit die Verkaufszahlen und damit auch das Geld, das du aus deinen Lesern rausgepressen kannst :P

Dazu ist es wichtig, dass deine Welt auf geschichtlichen und geographischen Fakten beruht (oder dass du wenigstens so tust...). Beim Aufklappen des Buches sollte jeder das Gefühl haben, dass es diese Welt so (und nur so) gegeben hat und kein bisschen anders.

Die Karte

So ist es ratsam, gleich am Anfang eine Karte zu zeichen. So kannst du sozusagen die Geschichte in eine bereits bestehende Welt „hineinschreiben“. Sie hilft deinem Leser, sich die Welt noch mehr bildlich vorzustellen und - wie schon gesagt - in eine magische, ausgefallene Parallelwelt zu versinken und macht ihn erst richtig abhängig. Auch hier gibt es wieder mehrere Möglichkeiten:

Die schnelle, fade, am Computer dahingeschmierte Karte

Falls das Geld nicht reicht, kann man am Computer eine einfache und schlichte Karte mit Paint hinschmieren. Sowas ist zwar nicht unbedingt schön, aber dafür funktional und zweckorientiert.

Die künstlerisch hochwertige Karte

Natürlich kann man an so einer Karte keine rechte Freude finden. So gibt es Menschen, die sich mit Feder über Pergamentpapier setzen, Stunden ausharren, sich Nächte um die Ohren schlagen um in akribischer Feinarbeit Meisterwerke wie dieses hier zu schaffen:

Zum Vergrößern klicken

Charaktere und Story

Eine Geschichte ist nur so lebendig wie die Figuren. Damit du nicht stundenlang sitzt und versuchst, an irgendeinem Charakter herumzubasteln und dann doch nichts Vernünftiges herausbekommst, sind hier die wichtigsten Personen aufgelistet, die ein jeder halbwegs gute Fantasy-Schinken eben so hat; die Story gleich mitgeliefert.

Der Held

Der Held am Beginn, nur mit Lembas und Pergament

Der Held (bei solchen Geschichten so gut wie immer männlich!!) ist die Figur, mit der sich der Leser identifizieren können sollte und mit der er mitleidet. Da diese meistens bemitleidenswerte Kellerkinder sind, sollte auch der Hauptheld anfangs immer faul herumsitzen, Lembas-Brot mit viel zu viel Fettanteil knabbern und manchmal rausgehen und den Vögeln zuzuhören. Er hat sein jetziges Leben zwar gern und hängt auch daran, ihm ist aber herzlich langweilig und er will endlich mal die große Welt sehen.

Doch nun muss etwas geschehen, was den kleinen, verwöhnten und gestopften Fettwanst völlig aus der Fassung bringt. Hier einige Beispiele:

  • Niedliche, kuschelige Orks kommen und wollen spielen, machen dabei (unabsichtlich?) alles kaputt, der Held ist der einzige, der gerade noch entkommen kann,
  • usw. usf.

Deiner Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist nur, dass dabei das Leben deines Helden völlig auf den Kopf gestellt wird und er dadurch keine Möglichkeit mehr hat, zurückzukehren. Außerdem weiß er nun, wie es draußen in der großen weiten Welt so wirklich zugeht.

Das Artefakt

Herr der Ringe Ehering.jpg

Außerdem wird der Held noch mit einem kleinen Gegenstand konfrontiert - das Artefakt. Mit dem oder ohne dem geht gar nix, man muss es also

  • vor den Horden des Bösen retten und an einen bestimmten Ort bringen (wenn es gut und voller Licht ist) oder
  • in den Klüften des Schicksalsbergs oder sonst wo vernichten (ist also böse, dunkel und gefährlich) ODER
  • es ist ein sehr sehr mächtiges Ding, das in den falschen Händen (den Kommunisten) alles zerstören würde. In den richtigen Händen (die der USA) wird es die Menschheit zu neuem Glanze führen (also weder gut noch böse).

Dass da ohne gehörigen Einsatz gar nix klappt, ist klar, der Held ist also mehr als gefordert. So ein Artefakt kann alles und jeder sein, hier einige bewährte Beispiele:

  • ein Drachenei oder ein sonstiges geheimnisvolles Objekt taucht auf und stellt sich als voll total wichtig für das weitere Bestehen der Welt heraus,
  • (hier könnte deine Idee stehen!)

Das Schicksal des Artefaktes muss auf jeden Fall über die Geschicke von Reichen und Welten entscheiden, so wird alles noch mit einem Schuss Glaubwürdigkeit gewürzt.

Die Gemeinschaft

Natürlich zieht der Held nicht ganz alleine durch die Gegend. Irgendwann bekommt das Kellerkind auch neue coole Freunde, die ihm in Zukunft helfen werden und jeden verkloppen, der ihren BFF blöd ansieht.

Bei den Coolen...


Diese Gang (oder eben Gemeinschaft) ist entweder eine homogene Kampfgruppe (der das auch noch gefällt!) oder setzt aus den verschiedensten Talenten zusammen und vereint so in vollkommener Weise die (rassen)spezifischen Skills. Diese Gemeinschaft (oder Gilde/Gefährten/Bund/Bruderschaft/Zusammenschluss/Facebook-Gruppe) hat eine simple Aufgabe, nämlich die Welt vor dem drohenden Untergang zu erretten und den Bewohnern wieder [[Frieden[[ und Demokratie (oder von dem du eben glaubst dass es friedlich ist) zu bringen.

Auch die Gemeinschaft gibt dem Ganzen einen Touch von Realität und Logik, irgendwie muss ja erklärt werden, warum man tausende von Orks abmetzeln kann und dabei doch nicht draufgeht!

Der/Die/Das Ober-Ober Böse

Das Dunkel...

Wenn dein Held Freunde gefunden hat und schon beginnt, sich einigermaßen einzuleben, wird er auf eine besonders wichtige Gestalt treffen: Der Ober-Ober-Böse. Der Ober-Ober-Böse ist vor allem mal eins: Böse. Er hat schon fast alles unter Kontrolle, aber auch das ist ihm nicht genug. Sein einziges Ziel: die Weltherrschaft (vielleicht erkennst du dich darin ja selbst!) und alles Gute zu vernichten. Wie genau dieser böse Bösewicht aussieht, ist völlig dir überlassen. Von einem entzündeten Auge (hmhm) bis zu einem lumineszierenden Nebel ist alles vertreten, Hauptsache es tötet gern und lustig.

Ein paar kreative Beispiele:

  • ein entzündetes Auge oder ein lumineszierenden Nebel^^,
  • ein ehemaliger Guter, der töten und Welt-Erobern plötzlich spaßig findet...

Wie immer: Nutze deine Fantasie!

DIE weibliche Figur

Dort wo es Männer gibt, gibt es meistens auch Frauen. Da sich dein Held nach schweißtreibenden Metzeln und Weltretten auch ein bisschen nach Zärtlichkeit und Zweisamkeit sehnt, musst er irgendwann einer weibliche Person über den Weg laufen. Damit von vornherein klar ist, wer hier die perfekte Frau für den Helden ist, muss sie gleich (meistens in einem Monolog) in höchsten Tönen gelobt werden. Deshalb hat diese Frau..

  • einen tollen Körper,
  • hat einen tollen Körper,
  • kennt sich aus im Leben und
  • hat zusätzlich noch einen tollen Körper!

Der Held ist natürlich Hals über Kopf in sie verliebt und überlegt gleich, wie er sie erobern könnte. Um das Ganze vielleicht gleich am Anfang ein wenig anzukurbeln, könnte sich die Frau so zwischendurch in den Armen des Mannes ausweinen (über irgendwas, die Frau sollte eine gut ausgebaute Vorgeschichte haben) - bei sowas fühlen sich Männer einfach stark! Sie sollte keine Memme sein und auch etwas vom Kämpfen verstehen, trotzdem sollte sie in brenzligen Situationen nicht zu sehr in den Vordergrund treten. Wenn sie das tut, hätten wir einen Frauenroman und wer möchte so etwas schon lesen?

Ganz klar, zum Schluss kriegen sich die Beiden. Aber nichts im Leben gibt’s umsonst, deswegen sollten der Beziehung so viele Hindernisse in den Weg gelegt werden, es muss nahezu aussichtslos sein. Wenn dann aber die feindlichen Heere geschlagen sind, der Bösewicht im letzten Moment durch einen letzten, verzweifelten Trick besiegt wird, dann gibt’s das große Ohhhhhhhh. Ein schöner Kuss rundet das ganze nochmal ab und macht das Happy End auch wirklich perfekt.

Ins Dunkel versinkt die Welt
wenn du versagst - oh mein Held.
Noch lässt keiner ein Horn erschallen
doch die Fahnen meines Hauses wallen.
-Gaanz tolles Liebesgedicht einer ganz tollen Frau

Szenen

Ein Buch besteht aus unzähligen Szenen. Während die meisten nur langweilige und unwichtige Dialoge beinhalten, sorgen die folgenden für Abwechslung und Spannung. Sie sind wichtig, da sie dem Leser das Gefühl geben, die Figuren müssen sich anstrengen.

Spannung

Im Prinzip ist Spannung immer gleich aufgebaut. Ständig glaubt der Leser, gleich muss etwas kommen, aber - ätsch - es kommt nix! Dann, plötzlich in einem unerwarteten Moment, springt das Monster aus der Ecke.

Wie lange irrten sie schon umher? Zwei Stunden, einen Tag? Die Zeit im verlassenen Bergwerk schien sich nicht an die normalen Gesetze zu halten, manchmal verflog sie ganz von allein, manchmal schien sie sich wie eine zähe Flüssigkeit dahinzuziehen. Die Schatten, die die dürftige Öllampe warf, spielten XY’s Sinnen üble Streiche. Seine dumpf klingenden Stiefel machten ihn mehr und mehr nervös. Manchmal schien es ihm, als würde jemand in der Ferne seufzen. Waren das nur Einbildungen oder hatten die Dorfbewohner mit den verlorenen Seelen der Bergwerker recht? XY wollte es nicht wissen, er wollte nur so schnell wie möglich zurück ans Tageslicht. Doch jeder Wendung folgte eine neue, jeder lange und verlassene Gang wich einem noch längeren. XY vermisste seine Freunde, wann hatte er sie das letzte Mal gesehen? Es schienen wie Jahre und ihn überraschte es, dass es nur drei Tage waren. Die Augenlieder wurden schwerer und XY glaubte, dass es in glücklicheren Landen nun Zeit zum Schlafen wäre. Er stellte die Öllampe hin und setzte sich. Seine Stiefelschritte wichen einer toten und leeren Stille, doch in seinem Ohr klangen sie noch eine Weile nach. Er stellte die Lampe ab und vertraute sich im Schlaf seinen Instinkten an.

Plötzlich schrak er auf. Hatte er nur geträumt oder hatte wirklich jemand um die nächste Ecke geseufzt? Er war auf einmal hellwach und horchte. Nein. Etwas scharrte und kam immer näher. XY griff zu seiner Axt und versuchte, kein Geräusch zu verursachen.

Dieser sehr langen Szene folgt meistens eine viel kompaktere:

Abschlachten und Action

Die täglich Arbeit...

Auch die Action ist im Grunde genommen fast immer gleich aufgebaut. Hier ein schönes Beispiel:

Der Ork verpasste ihm mit seiner Keule einen Schlag gegen die Schläfen, XY taumelte zurück und stolperte über einen Stein. Schon holte der stinkende Unhold erneut zum Schlag aus und wollte XY den Todesstoß verpassen, doch XY parierte, schwang sich auf, packte den Hammer noch fester und ließ seine Waffe niedersausen. Die Schädeldecke des Orks spaltete sich, ein Schwall von schwarzem Blut quoll hervor, das Gehirn klatschte auf das Pflaster und spritzte dort auseinander, sodass XY’s Stiefel voller Blut waren.

Besonders zu beachten sind die fliegenden Innereien. Jeder Leser mit einer feinen sadistischen Ader (natürlich nur, wenn die Gequälten böse sind) wird sich in seinem gemütlichen Lesestuhl eines wollig warmen Gefühls nicht entziehen können.

Die Rassen

Wenn du dich entschieden hast, ein Werk, das auf Mittelerde basiert zu schreiben, solltest du dich (im Folgenden auf der guten Seite der Macht) noch mit folgenden Herrschaften auseinandersetzen:

Die guten Seite der Macht

Unser Gandalf...

Der Zauberer

Wenn das ständige Blutspritzen und die am Boden verteilten Gedärme langsam an Unterhaltungswert einbüßen, sorgt der Zauberer für das nötige Ka-Bumm und die Special-Effekts. Meistens kann er irgendetwas wie Blitze schießen, Feuerbälle werfen oder ganz einfach Leute ungut verzaubern, er ist auf jeden Fall schwer zu durchschauen und man weiß meistens nicht, woran man mit ihm ist. Ist...

  • alt,
  • friedhofsblond,
  • schläft mit offenen Augen,
  • trägt einen Umhang aus Leinen und
  • eventuell noch einen alten, vergammelten Spitzhut.

Mit ihm sollte man sich nicht leichtfertig anlegen!


Der Elb

Elben bei ihrem Reitausflug (Bögen nicht im Bild). Das Geschlecht ist oft nicht direkt erkennbar.

Auch Elben gibt es oft und viele. Sie stellen ein edles Volk dar, geübt in der Kunst der Schönheit sowie in der Kunst des Kampfes. Wahrlich, niemand reitet besser als sie; mit ihren edlen Rössern gleiten sie über den Boden hinweg, auch in der Kunst des Bogenschießens sind sie kaum zu übertreffen. Kaum jemand wird einen Elb zu Gesicht bekommen, wenn dies nicht von ihnen beabsichtigt ist.

Und sie klopfen tolle Sprüche wie „Eine rote Sonne geht auf. Heute Nacht wurde Blut vergossen“. Sie sind sehr naturverbunden und erinnern fast ein wenig an Indianer, nur ohne Geisterglauben.

Anmerkung eines Tolkien-Freaks: Wenn du schon die Frechheit besitzt, Herr der Ringe zu faken, sei bitte so ehrlich und nenn diese Wesen bitte bitte bitte (ja, buchstabieren!) E-L-B. Mit einem B am Ende. Und nicht E-L-F (mit einem F am Ende)!!! Tolkien wollte selbst, dass Elben in der deutschen Fassung eben Elben heißen und nicht anders. Wir wollen doch sein Erbe nicht entstellen!

Vielen Dank, ROE

Die dunkle Seite der Macht

Faul, verfressen und behaart: Typische Orks, die am Waldrand ahnungslosen Wanderern auflauern.

Die Orks

Was wäre Fantasy ohne einen gehörigen Schuss von Gore und Splatter? Da der Held und seine Freunde stets gut, heldenhaft und moralisch handlen, ist es nicht besonders ratsam, ihren Drang nach Sport und Bewegung an unschuldigen Frauen und Kindern auszulassen.

Für sowas halten die Orks her. Orks sind dumm, hässlich, können mittelmäßig kämpfen, treten jedoch stets in großen Gruppen auf und sind deswegen besonders gefährlich. Sie reden gern unflätiges Zeug und fressen sich dann und wann auch gegenseitig auf - Dinge wie Fairness oder Ehre sind auf jeden Fall Fremdwörter. Klarer Fall: mit solchen Herrschaften braucht man kein Mitleid aufzubringen - der Spieltrieb des Helden kann ungehemmt ausgeübt werden.

Andere nette Zeitgenossen

Natürlich kann das Arsenal an Bösewichten beliebig erweitert werden. So gibt es Drachen, Oger, Trolle, Gobblins ecetera ecetera. Bediene dich!

Die Unentschiedenen und Zwielichtigen

Der Mensch

Falls du mehr darüber wissen willst, klick hier.

Trotzdem noch ein wenig dazu: Der Mensch ist sozusagen ein Mittelding und kann alles ein bisschen und nichts richtig gut, ist also weder Fisch noch Fleisch (nur eine Redewendung!). Er sorgt aber dafür, dass sich der Leser zwischen den tollen Sagengestalten nicht allzu alleine fühlt und bei so tollen Herrschaften nicht gleich das Handtuch werfen möchte. Es gibt vier Arten von Menschen (in der Fantasy - und so normal natürlich auch):

  • Der coole, edle Typ, der fast so gut kämpfen kann wie alle anderen,
  • der abgefallene Bösewicht (wie Bösewichte halt so sind…)


Der Zwerg

Ein Prachtstück von einem Zwerg!

Ist ein kleiner Zwerg (no na), der am liebsten alles kurz und klein schlagen würde. Er ist leicht reizbar und hat ein ziemliches Problem mit Elben, trotzdem würde er jederzeit sein Leben für seine Homies einsetzten und kann auch ziemlich viel einstecken. Haare und Bart sind meist kunstvoll geflochten, seine typischen Waffen sind Kampfhammer und Kampfaxt.

Auch das sollte ein Zwerg noch so können:

  • liebt herumfliegende Ork-Innereien,
  • hat ein ziemliches Problem mit verweichlichte Blümchen-Hippie-Elben (verständlich!),
  • ist immer chillig drauf, immer mit einem passenden Spruch.

Illustration und Gestaltung

Die Landkarte

Link nach weiter oben... Die Welt|Die Karte

Initialen und Verzierungen

Weit verbreitet sind auch Initialen (Link führt zu den Quacksalbern der Wikipedia) und Verzierungen, die dem Innenleben des Buches erst den letzten Schliff geben. Hierzu musst du keinen teuren Grafiker anstellen (sind sowieso alle teure Pfuscher die von nix eine Ahnung haben, nicht mal sowas würden sie zustande bekommen...). Ein Stift und ein kariertes Blatt in Kombination mit einer langweiligen Schulstunde bringt oft Erstaunliches hervor.

Das Layout

Du kannst eine tolles Buch schreiben, wenn das Layout nicht passt, interessiert das keine Sau und es wird auf keinem billigen Bahnhofsbuchladen aufliegen und niemand wird das Buch kaufen und du wirst der gleiche arme Hascher bleiben wie du es jetzt bist (ja du!) und die ganze investierte Arbeit ist völlig umsonst. Tja, Pech gehabt. Deswegen: Das Layout muss PERFEKT sein! Und da du das ganze Buch bisher selbst geschrieben hast, wirst du doch auch ein tolles Layout hinkriegen und nicht Geld für einen nutzlosen Graphiker oder Designer rausschmeißen, oder? Eben.

Das tust du: Und das kommt raus:
Also: Das Erste, was du brauchst, ist irgendetwas Charakteristisches für dein Buch, ein Kampfhammer zum Beispiel. Die fotografierst du einfach einmal, ungefähr so: WdH-1.JPG
Das Bild dann bei Paint reinkopieren, schneidest die Umgebung aus, bis es so aussieht: WdH-2.JPG
Dann nimmst du das Füllwerkzeug und füllst einen Hintergrund mit einer ansprechenden Farbe rein (beispielsweise dunkelviolett): WdH-3.JPG
Zum Schluss gibst du noch einen tollen Schriftzug mit Autor und Titel drüber: Die Wächter des Hammers - Layout.JPG


Perfekt, oder? Diesem Entwurf ist nichts mehr hinzuzufügen, er kann eins zu eins übernommen werden. Man kann bereits jetzt erahnen, wie dieses makellose Design Millionen von Abnehmern finden wird!

Der Klappentext

Wenn dein Buch gedruckt ist und auf billigen Bahnhofsgeschäften aufliegt, sollte es natürlich einen Klappentext haben, der neugierig macht. Den brauchst du nicht einmal selbst schreiben, du musst nur hier einsetzen (ganz wichtig: die Klammern unbedingt weglöschen, würde ziemlich blöd aussehen!): Dunkle Zeiten brechen über das Land von ~dein Fantasyland~. Während vom ~Himmelsrichtung~ und vom ~andere Himmelsrichtung~ ~Bösewicht~ mit seinem Heer der Finsternis hereinbricht, droht im ~noch einmal andere Himmelsrichtung~ ~irgendjemand irgendwas etc. usw. ua. uä.~. Nun liegt das Schicksal von ~dein Fantasyland~ in den Händen von ~Hauptheld~ aus dem Volke ~das Volk des Hauptheld eben…~. Gemeinsam mit seinen Verbündeten zieht er aus, um das Böse zu bekämpfen. Vom Erfolgsautor ~dein Name!!!!~, der Autor von „Beschreibe die Bildgeschichte“ und „Mheine Mamma und mein Paba gen fischn“. Ein Muss für alle Tolkien-Fans, die mehr über das Volk der ~Volk des Haupthelden~ wissen wollen. Okay, wenn jemand das liest, ist der Kauf sicher und das ist es ja, was letztendlich zählt!

Vertrieb und Vermarktung

Jetzt kommt der aufregendste Teil der ganzen Arbeit: Mit dem Buch unter dem Arm und der Krawatte um den Hals klapperst du Verlag um Verlag ab. Die Verlagsheinzen werden natürlich den Wert deines großartigen Künstlerwerks nicht auf Anhieb erkennen. Aber da hilft nix: Tonnen von Hate-Mails und gar nicht störende Anrufe um Mitternacht werden der Sache den nötigen Schupf geben. Um alles Andere kümmert sich dann der Verlag.

Gollum

Der ist ein eigenes Kapitel...

Zitate

  • "Zwerge geh'n zu siebt auf's Klo" - Otto Waalkes
  • "Ich bin Gabber-Gandalf" - Gabber-Gandalf
  • "ﮐﮉﮋﭳﮑﮋﮧﮝﮇﮍﮋﮐ ﮡﮉﮋﮍﮏﮩﮑﮐ" - Irgendein Verrückter

Und ja: Ich weiß, dass es in einem Fantasy-Roman normalerweise keine Tankstellen gibt! Wär aber doch eine gute Idee!:

Das Vermächtnis des Tankstellenwarts - Layout.png

Literatur

Zeit zum Angeben... Kein Scherz jetzt, all dies hat der Autor einst in langweiligen und einsamen Nachtstunden Wort für Wort, Seite um Seiten gelesen, nur um dir, ehrenwerter 162.158.78.150, den Genuss dieses Artikels zu ermöglichen.

Die Liste wurde natürlich schön in die Länge gezogen, damit es etwas besser aussieht und ist - untypisch für Stupidedia - auch absolut korrekt!

  • Der Herr der Ringe - J. R. R. Tolkien
  • Die Gefährten
  • Die zwei Türme
  • Die Rückkehr des Königs
  • Das Silmarillion - J. R. R. Tolkien
  • Die Zwerge-Reihe - Markus Heitz
  • Die Zwerge
  • Der Krieg der Zwerge
  • Die Rache der Zwerge
  • Das Schicksal der Zwerge
  • Die Orks - Stan Nicholls
  • Die Trolle-Reihe - Christoph Hardebusch
  • Die Trolle
  • Die Schlacht der Trolle""
  • Der Zorn der Trolle
  • Das Schwert der Wahrheit - Terry Goodkind (die dümmste Fantasy-Reihe überhaupt, meiner Meinung nach...)
  • Das erste Gesetz der Magie
  • Die Schwestern des Lichts
  • Die Günstlinge der Unterwelt
  • ...

Terry Goodkind war nicht faul und schrieb noch etwa 30 weitere "Schwert-der-Wahrheit"-Bücher. Die hat der Autor dieses Artikels jedoch nicht mehr gelesen...

  • Die Wächter-Saga - Sergei Lukjanenko
  • Wächter der Nacht
  • Wächter des Tages
  • Wächter des Zwielichts

Irgendwie war da noch mehr... Macht nichts, der Artikel wird dir trotzdem zu Ruhm und Reichtum verhelfen!

Siehe auch: