Diverses:Ein heißer Sommertag

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So ist jener heißer Tag vorzustellen!

Es war mal ein sehr heißer Sommernachmittag. So heiß und so schwül sogar, dass die Menschen lieber zu Hause blieben, als rauszugehen. So hatte die Natur partiell ihre Welt zurückerobert und es kehrte wieder eine Art Ruhe in jene Welt ein.
Weil diese Ruhe zu beschreiben jedoch eine ziemlich kurzweilige Sache wäre, sollten doch lieber mal die Erlebnisse der einzelnen Individuen an diesem heißen, schwülen Sommernachmittag beschrieben werden.

Die Geschichte vom Käfer

Der Käfer bei seinem beschwerlichen Weg.

Es war einmal ein Käfer, der lief, wie es Käfer eben tun, eine Straße hinunter und war dabei ein wenig bedrückt. Denn viele Freunde vom Käfer waren schon auf diese Weise gestorben, doch er, so war er sich sicher, würde so nicht sterben.
Denn der Käfer sah, dass keine Menschen mehr da waren, und er sah, dass es gut war.
Er wusste nicht, warum sie nicht da waren, und er wusste nicht, warum es so still war, an diesem heißen, schwülen Nachmittag.
Vielleicht, so dachte er, gab es einen atomaren Erstschlag und er hat nichts davon mitbekommen, doch ehe er noch mal überdacht hatte, warum er denn dann überhaupt noch leben sollte, wurde er von einer Cabriolimousine überfahren.

Die Geschicht der Cabriolimousine

Die Cabriolimousine auf heißer Fahrt durch die Ödnis.

Bevor wir hier den heißen, schwülen Sommernachmittag weiterlaufen lassen, ein kleiner Einblick in das bisher kurze Leben jener Cabriolimousine.
Es war in einer dieser großen Fabriken, mit unzähligen Arbeitern drinnen, die Schraube um Schraube schrauben, um am Ende genug zu Essen zu haben, um am nächsten Tag wieder Schraube um Schraube in Autos einzuschrauben. Doch von diesem harten Schicksal jenes Schlages wusste das Cabrio nichts, denn es bemerkte nur, wie Schraube um Schraube in sein Gestell reingehauen wurde. Und irgendwann hatte das Cabrio so ein leichtes Vibrieren im Bauch. Dazu fiel ihm vorerst nichts ein, das Einzige, was fiel, war Schnee - und das Cabrio fuhr los. Während es euphorisch die Wellenbewegung der Straße und das Brausen des Windes vernahm, näherte es sich todsicher seinem Tod.
Es stockte, es gab einen letzten Todesschrei mittels Hupe ab und auf einmal war wohl alles schwarz.
Nach drei Tagen wiederauferstanden, war das Cabrio wie ein neues Auto. Moment mal, jetzt war es eine Cabriolimousine.

Doch zurück zum heißen, schwülen Sommermittag.
Während die Limousine in ihren Erinnerungen schwelgte, genoss sie die zarten Berührungen ihres Fahrers, der den Auftrag hatte, den Popstar Gonzales so schnell wie möglich gen Südwesten zu einer Dinnerparty zu eskortieren.

Die Geschichte von Gonzales, dem Popstar

Was macht Gonzales dort am Boden bloß? Anscheinend nicht mehr viel...

Als Mann mit Latino-Herkunft kannte Gonzales diese schwüle Hitze. Zwar mussten dieser plötzliche Reichtum, diese "upper-class dinners" und der ganze Medienrummel von außen betrachtet für ihn eine ganz neue Erfahrung gewesen sein, doch es war eher das Gegenteil der Fall. Er hatte sich schon längst dran gewöhnt und so war Gonzales viel mehr überwältigt von dieser menschenleeren Ödnis und so berauscht von der Ruhe, die von ihr ausging, sogar so sehr, dass er einen Moment lang dran dachte, hier sein künftiges Leben zu verbringen.
Doch der Gedanke erschreckte ihn bereits wenige Minuten später, denn was wär das für ein Leben, ohne jegliche Beachtung und mit derselben Bedeutung.
Der Fahrer, der dies mitbekam, musste diesbezüglich nur Schmunzeln, da er als eine der wichtigsten Schlüsselfiguren dieser Erzählung schon längst die Zukunft von Gonzales kannte.

Gonzales lag kreischend und nach Luft ringend auf dem Boden. Später hat man gesagt, er habe den Martini mit dem Stiel in der Olive gegessen, er habe nicht richtig aufgepasst, er habe sein Leben verlebt und alles falsch gemacht.

Die Geschichte vom Fahrer aka das Fazit

Ich möchte euch nicht vorenthalten, dass der Fahrer nie berühmt oder reich wurde. Er hatte sogar, bis er mit 75 an Herzversagen starb, durchgängig denselben Beruf gehabt; was durchaus logisch ist, da er ansonsten nicht der Fahrer dieser Geschichte gewesen wäre.
Doch alleine der Punkt, dass er sich nicht einmal nach einem anderen Beruf gesehnt hatte, bedeutet, dass er verdammt glücklich gewesen war.

Und die Moral der Geschicht,
kleine Kinder gibt es nicht.