Diverses:Die politische Willensbildung im Wandel der Zeit und deren Ausführern

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Reclamausgabe des Buches

Das aufklärerische Epochalwerk des neuzeitlichen Literaten Immanuel Oraldi List ist ein geschichtlicher- wie auch sozial wichtiger Band über den Sinn und Zweck einer politischen Willensbildung und deren Entstehung - relativiert durch den Vergleich mit verschiedenen Epochen und Regierungsformen. Das Werk galt als Pflichtlektüre für jede Geisteswissenschaft im späten wilhelminischen Kaiserreich und das Selbe gilt auch heute für jeden Geschichtsforscher der Moderne, der diese Zeit untersucht.

Der Autor

Über den Autor ist weder bekannt, woher er kam, noch wohin er im Winter 1910 mysteriös verschwand. Unumstritten ist er der wichtigste deutsche Vertreter der Literatur des ersten Weltkrieges. Man schreibt ihm zu, zur vorübergehenden Befreiung von der Monarchie beigetragen, aber auch diese wieder in einem noch größeren Ausmaß neu errichtet zu haben. Denn ein Herr Hitler wurde durch ihn und seine Werke Gerüchten zufolge angespornt, das Buch Mein Kampf zu schreiben. Insgesamt kann man sagen, dass er einen zweifelhaften Ruhm besitzt, der anfänglich auch sehr paradox erscheint.

Diese total gegensätzliche Wirkungen seiner Werke, insbesondere das der politischen Willensbildung im Wandel der Zeit und deren Ausführern, liegt an ihren vielen Interpretationsmöglichkeiten. Man weiß selbst heutzutage nichts genaues über die Intentionen des Autors. Und so konnte dieses Buch als Plädoyer zur freien Demokratie, wie auch zu einer reaktionären Recherche darüber, dass die damaligen Herrschaftsformen historisch gesehen richtig sind, dargestellt werden.
Unumstößlich gilt die Verbindung des Autors mit Nietzsche. Er wird häufig zitiert. Der Leser darf selber entscheiden, ob dies gut oder schlecht ist, oder das bloß alles doppelt so kompliziert macht.

Definition politische Willensbildung

Auslöser des Stellungskriegs 1916: Die Soldaten waren (beidseitig) zu sehr beschäftigt beim Lesen dieses Buches.

Unter dem Terminus 'Politik' wird im Allgemeinen das Entscheiden und Ausführen verstanden. Letztlich ist es egal, was entschieden wird, denn selbst wenn es keine Alternativen gibt, ist die getroffene Entscheidung im Nachhinein immer falsch. Dies war in der Antike so, dies ist jetzt so und es wird auch so bleiben. Wir können also die Entscheidungen an sich nicht verbessern, sondern nur den Weg dahin, was auch ein Schlüsselpunkt für das Buch ist.
Der Weg, etwas zu entscheiden, ist die Willensbildung. Wenn sie für eine größere Population relevant ist spricht man von der politischen Willensbildung. Im folgenden werden historische Arten und Abarten von genau diesem beschrieben.

Vorwort zu den Textauszügen

Die folgenden Texte sind weder vollständig, noch von historischer, sondern ideologischer Richtigkeit - wenn es denn eine „richtige“ Ideologie gibt. Welche hier vertreten wird, ist fragwürdig, sodass Linke und Rechte und Konservative und Progressive zu ihren Zwecken - zu ihre Propagandazwecken - nutzen können und werden. Ein weiterer Beweis, dass Parteien jeglicher Richtung gleich sind - ihre Ideologie begründet sich auf nichts, außer dem Glauben an ihr. Sie sind so zusagen ein Selbstzweck - wie z.b. auch Geld, Macht oder Sex. Diese zwei Punkte kann man als Kernaussage der Bände nehmen, denn zur politischen Willensbildung wird eigentlich nur Vages erzählt. Geld und Ideologie wird dagegen konkret verspottet. Eine einzigartige, wie auch eigenartige Form von Kritik, eventuell auch von Humor.

Originaltext

Vorwort des Autors

Die Gesellschaft hat eine Schlüsselrolle in der weiteren Geschichte der Menschheit. Man ist in der Lage, Millionen Soldaten aufzustellen, man ist in der Lage, Informationen innerhalb eines Tages über hunderte Kilometer zu verschicken. Aus diesen Gründen ist man auch in der Lage, Staaten zu regieren, die von Königsstein bis Paris reichen. Diese gigantischen Ausmaße, die eine Regierung im Falle von Russland ein einziger Zar hat, bringt nicht nur eine gewaltige Macht, Ruhm und Einfluss mit sich, sondern auch Schwierigkeiten und vor allem Verantwortung. So stellt sich einhellig die Frage, wie kann man regieren, sodass die Mehrheit der Bevölkerung im Vorteil ist; aber auch, wie man diesen Willen dann auch umsetzen kann.

In diesem Buch wird dies nicht geklärt. Es werden aber Systeme gezeigt, die sich in der Historie profiliert haben.
Wenn das Wissen an die Vorwelt bewusst wird, wird klar, welches System zu wählen ist, um die Verantwortung für unsere künftigen Kinder gerecht zu werden!

Band 1 pol. Willensbildung im antiken Ägypten

Primitives Gemälde von einem Kampf zwischen Pharaonen. Leider weiß heutzutage niemand mehr, wie das mit den Superkräften ging.

In den frühen Jahre ihrer Existenz wussten die alten Ägypter - besser gesagt, ihre Höchsten (der Adel= - schon ziemlich genau, wie sie das wurden, was sie denn auch waren - eine Hochkultur, allen mesapotanischen Kulturen überlegen. Denn ihr - damaliges - Patentrezept zur einheitlichen, wie auch sinngemäßen Willensbildung im Bereich der Politik hatte plump gesagt eine Trivialität, die nur im kommunistischen Manifest seinesgleichen findet: die Akteure in der Politik waren nicht durch den Gehorsam, sondern durch Gottesgaben gesegnet. Sie konnten alle Naturgewalten gegen ihre Feinde aufhetzten und die Natur selbst - was in Ägypten eigentlich bloß eine Anhäufung aus Sand ist - zu großen, festen dreieckigen Steinen verwandeln.

Dies konnte nicht mal Zeus, späterer König von Olympus und angeblicher Gott. So konnten die Pharaonen ihren Willen und den der Politik der res recondita vereinheitlichen.
Diese staatssichernde Methodik behielt sich auch mehrere tausend Jahre, bis ein gottgegebener Pharaonen, dem die aristotelische Erkenntnis kam, dass die Ehre, ein Übermensch zu sein, ein nichts bedeutet, solange nicht die dazu gehörende Erkenntnis vorhanden ist. Die Griechen hatten sodann eine aufgeklärtere Willensbildung und übernahmen die Herrschaft im den Mittelmeerraum.

Band 2 pol. Willensbildung al la Aristoteles und Platon

Durch ihre damaligen Künste und die hervorragend gepflegten Wissenschaften, jedoch eigentlich nur die der Philosophie - was aber in ihren Aspekten mit ihr [der gesamten Wissenschaft] vergleichbar ist - haben die Griechen es tatsächlich geschafft, einen jeden Stadtbewohner zu einem gewissen Wohlstand und Wissen zu bringen.

Griechen reden wie immer nur Müll, aber solange man's glaubt ist es doch gut!

Ausgenommen von diesem Glück waren Tagträumer wie Diogenes und die Diener der Griechen. Sie waren eine heute zum Glück ausgestorbene Primatenart (bloß nicht so domestiziert wie wir stolze Menschen, also Sklaven). Durch den gestiegenen Wohlstand kam man auf den Gedanken, sich zu bilden, nach der Erkenntnis des Seins zu streben und der daraufhin einzig logischen Art des Handelns. Es kam zwar zu einer durchgängigen Bewaffnung mit falschem Wissen, was aber heutzutage mitunter häufig passiert:

- man nehme bloß den jetzigen dialektischer Materialismus, der trotz Troztkins Trotzkismus, sicher nur zur Spaltung der Hemissphären führen wird -

dieses falsche Wissen ermöglichte paradoxerweise einen politischen Willen zu formen, der stärker als jede andere zuvor. Grund war, dass sie durch ihre praktizierende Erkenntnisverfolgung feststellten, dass ein jeder Politiker bloß nach Ehre strebt, aber dass Ehre niemals dem Geehrten, sondern immer dem Ehrenden gehören müsse. Durch dieses Streben fängt jeder jenen Schlages an, Lösungen zu suchen, in Richtung des Problems, wie er wieder einmal geehrt werden könne und nicht bezüglich Problemen, die die Allgemeinheit betreffen.(...)

Durch vielfache philosophisch interessante Probleme kam es aber dazu, dass niemand mehr Politiker sein würde, was eigentlich gut war, aber die Auswirkung nach sich zog, dass die Römer] kamen, zerstörten und nahmen... alles!

Band 3 pol. Willensbildung nach den Optimaten und Cicero

Die Römer erlangten die Herrschaft über den Mittelmeerraum bei weiten nicht durch ihre hervorragende Heere, die Legionen, sondern durch ihre machtfixierte, also pragmatische Politik, die es ihnen erlaubte, schnelle Entscheidungen zu treffen, ohne dass es dem Einzelnen nur um seinen eigenen Vorteil ginge. So wurde jeder Posten drei oder vierfach mit Mitgliedern der Aristokratie besetzt. Diese Nicht-Einbezogenheit der Ritter, Plebejer oder Proletarier hatte zur Folge, dass diese natürlich kein politisches Interesse, somit auch keinen politischen Willen hatte. Die gebildete Elite hatte freie Hand und durfte ihr Wissen dem Wohle des Staates, bzw. der Republik (lat. für öffentliche Sache, ausgenommen Arme, Frauen, Ungebildete, Ausländer, Proleten, etc.) geben.

Dieses Prinzip wurde durch den Egomanen Cäsar aufgelöst. So hatte Rom nur noch ein starkes Heer, aber einen politischen Willen, der ausschließlich genutzt wurde, um Gold zu beschaffen - Gold für den Kaiser - Verzeihung - für den Cäsar! Und dadurch ging das Reich nach und nach aufgrund der eigenen Habgier unter, bis es endgültig durch die Hunnen und Germanen überrannt und ausgelöscht wurde.

Band 4 pol. Willensbildung bei den Germanen

Zwar sind die Germanen und Kelten so alt wie die Römer, ihre Methodik, einen einheitlichen Willen zu bilden, auch. Sie war auch in der Tat schlechter als ihr Vorgänger, aber (beinahe) unbeeinflussbar. Dieses minimale 'beinah' ergibt sich zwar aufgrund ihres Untergangs, aber nur deswegen, weil das Christentum kam.
Der Grund für diese Stabilität war, das jegliche politische Macht und jeder Wille in Bäumen, Steinen, Sträuchern hauste, denn es waren in diesen Objekten imaginäre Götter enthalten, die sämtliche Macht inne hatten. Diese hatten auch eine exekutive Macht, die Druiden und Schamanen, doch diese priesen die Götter nur als letzte Instanz mit einem unbegreiflichen Willen an. Sie griffen aber nicht in die Realität ein.
So war jeglicher Geist des Volkes gleich, nämlich dem der Götter unterlegen und somit gab es keinerlei geistliche Rivalität untereinander. Somit wollte niemand beweisen, schlauer als ein anderer zu sein, höchstens stärker...

Dummerweise wurde dieser Glaube durch einen ersetzt, indem Menschen wieder die repräsentative Macht der Götter inne hatte - das Christentum. Man strebte nun nach der Anerkennung der Papstes und des Königs und nicht mehr danach, selbstständig zu handeln.

Band 5 pol. Willensbildung im Feudalsystem

Im Gegensatz zu allen bisherigen politischen Systemen hatte das Feudale zwei gravierende Nachteile. Zum einen die Tatsache, dass die höchsten Herrscher als Gott behandelt wurden, zum anderen, dass sie im Grunde nur machtgierige Kinder waren. So war die Politik geprägt von Fehlentscheidungen durch nicht vorhandenes Wissen. Nun gibt es keinen Unterschied zu jeder anderen Politik? - Doch, sie wurden nämlich nie anprangert, es waren ja göttliche Fehlentscheidungen.

Durch diese Probleme entstanden richtigerweise Kritiker dieses falschen Systems, die allesamt und so schnell wie sie kamen, auf die Postscriptumliste des jeweiligen Herrschers landeten und somit weg waren. Dadurch kam es zu einer absoluten Alleinherrschaft ohne ein aufstrebendes Bürgertum. Der politische Wille war nur noch ein Wille und dieser Wille war ganz und gar nicht politisch - er war durchsetzt von egoistischen, kleinlichen Begierden!

Band 6 pol. Willensbildung im Absolutismus

Doch hat ein politischer Wille, der nur von einer Person ausgeht, durchaus Vorteile. Kriege waren keine bürokratische Hürde mehr, sondern eher ein alljähriges Ritual, was die Absolutisten pflegten. Diese kleinen Gemetzel führten zu Millionen von zivilen Opfern, aber vor allem zu einer Europäischen Einigung: Mal machte der Russe mit dem Franzosen, mal der Schwede mit dem Italiener oder alle zusammen gegen die Türken! Das Wissen, das durch diesen Austausch zwischen verschiedenen Länder entstand, führte aber auch unweigerlich zu einem gewissen Maß an Bildung. Einbildung! Dichter, Denker und Entdecker wurden unloyal, forderten geistliche Freiheit, wollten ein aufgeklärtes Volk sein. Sie wollten ihre angeblich so wichtiges Wissen in die angeblich so schlechte Politik mischen, mussten aufbegehren, leiteten ein neues Zeitalter ein, das der Aufklärung.

Band 7 pol. Willensbildung mit Kant und seinem Aufgeklärten Bürgertum

Wie bereits in Griechenland wurde Politik maßgeblich von der Vernunft oder zumindest von einem etwas rational denkenden Verstand geleitet. Nicht nur das, es waren sogar viele daran beteiligt. Leider war es sehr schwer zu entscheiden, wer nun am vernünftigsten war und wer bloß wissenschaftliches Larifari erzählte. Als alle nüchtern Denkenden es leid waren, stets von ihren überheblichen Kollegen überstimmt zu werden, betranken sie sich vollends. Es folgten weitreichende Schädigungen ihres Gehirns, sodass Gestalten wie Sigmund Freud oder Immanuel Kant oder Mendelssohn ihre im Suff entstandenen Ideen verbreiteten. Leider war dieses Geschwätz noch erfolgreicher als das, was bisher als Wissenschaft galt.

Bisher ist man an diesem Punkt stehen geblieben, geht man einen Schritt weiter und entwickelt sich selbst, wäre die adäquate Zeit oder wie es im Lateinischen hieß:

Quamvis sint sub aqua, sub aqua, sub aqua, sub aqua maledicere temptant!