Diverses:Die Tat

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Die Tat

Der Tag beginnt, ich wache auf.
Ich schlief sehr gut, doch träumte nicht.
Ich sehe aus dem Fenster raus,
So farbig das gebrochne Licht.

Der Tag wird schön, ich merk es gleich,
Als ich den weiten Raum erblick.
Doch dort, oh nein, ich werd’ ganz bleich.
Er nähert sich mit schnellem Schritt.

Wo kommt er her, was hat er vor?
Wo greifen seine Finger hin?
Ich lausch, doch nichts vernimmt mein Ohr.
Er starrt nur stille vor sich hin.

Mit allzu großer Sorgfalt dann,
Bereitet er sein Werk sich vor.
Ich weine nicht! Ich bin ein Mann!
Doch langsam zieht er mich hervor.

Er zerrt mich, zieht mit großer Kraft.
Ich seh’ die Zacken vor mir steh’n.
Reißt mich entzwei! Das Stück erschlafft.
Die Sicht verschwimmt, ich kann nichts seh'n.

Das Leben meinem Stück entwich,
Der Angstschweiß tropft, ich atme schwer.
Da öffnet er den Mund und spricht:
„Der Tesa klebt ja gar nicht mehr.“