Diverses:Die Geschichte der Litfaßsäule

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Ernst Lichtmeß, Erfinder der gleichnamigen Lichtmeßsäule, gilt als Vater der Plakatwerbung...


Ernst Lichtmeß, ein Pionier der Kommunikation

Die Kindheit

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Geboren am 02.03.1816 in Glinde (auf der Dorfstraße), verlebte er eine unbeschwerte Kindheit in ständiger Armut und schwerer landwirtschaftlicher Arbeit. Lichtmeß fasste den Entschluß, dem Elend zu entfliehen und eine Lehre als Maurer zu beginnen. Schon während seiner Lehrlingsjahre fiel ihm auf, dass immer wieder wild im Dorf plakatiert oder direkt an Häuserwände unchristliche Angebote und Gesuche ausgetauscht wurden. Er überlegte, wie diesem Wildwuchs Einhalt geboten werden konnte und ersann eine Säule, die am Schulplatz aufgestellt werden sollte. Eigentlich sollte sie einem Schutzmann zu dem Zwecke dienen, von oben die potentiellen Schmierfinken und Plakatierer zu überwachen.

Vom Jüngling zum Baumeister

Der Bau der Lichtmeß-Säule begann im Oktober 1855 und dauerte mehrere Monate, da der Portlandbeton noch nicht erfunden war und die Fertigstellung immer wieder durch Frostperioden unterbrochen wurde. Kurz nach der Inbetriebnahme der Säule am 20. Januar 1856 ging die Plakatierung im Bereich Schulplatz tagsüber gegen Null. Die findigen Glinder Wild-Plakatierer merkten allerdings schnell, dass die Säule nachts nicht besetzt war und verlegten sich daher auf das Plakatieren der Säule selbst.

Nach anfänglicher Skepsis der Obrigkeit wurde diese Form der Bekanntmachung vorerst geduldet. Die Wildplakatierung ging in der Folge um 80% zurück. Bereits am 14. Juni wurden über Nacht sämtliche Tauschgeschäfte über die Lichtmeßsäule abgewickelt. Ein paar fortschrittsfeindliche Zeitgenossen schlugen weiter Ihre Parolen an Bäume und Hauswände an, sie konnten jedoch aufgrund des nunmehr überschaubaren Täterkreises schnell ermittelt und verhaftet werden. Ab da verlief das Feilbieten von Leistungen und Waren weitgehend geordnet, abgesehen von kleineren Delikten.

Verbreitung der Lichtmeßsäule

Der Große Auftrag

Diese Form der Bekanntmachung und die erzielte Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung drang bis zum Berliner Generalpolizeidirektor von Hinckelsteyn vor, der Ernst Lichtmeß mit der „Errichtung einer Anzahl von Anschlagsäulen auf fiskalischem Straßenterrain zwecks unentgeltlicher Aufnahme der Plakate öffentlicher Behörden und gewerbsmäßiger Veröffentlichungen von Privatanzeigen“ beauftragte. Da Lichtmeß über hervorragende Kontakte zu Berliner Verlagshäusern verfügte, denen er im Vorfeld die Idee der Säule präsentierte, konnte er den Bau der geplanten "100 Säulen für Berlin" bereits weit vor der offiziellen Beauftragung durch von Hinckelsteyn finanzieren.

Die Verschiffung

Die Auslieferung erfolgte im Mai 1856 ausschließlich über den Seeweg, der beschwerlich und voller Risiken war. Aus Angst vor Plünderungen und närrischen Belästigungen wurde Ranies östlich durch das Preziener Wehr umfahren. Mit der Umfahrung der weltfremden Ranieser tat sich jedoch ein weiteres, bis zu dieser Zeit nur aus Überlieferungen bakanntes Problem auf. Zwar war aus alten römischen Schriftstücken bekannt, dass in der Elbe ein Unterwasserwesen sein Unwesen treibt, vor allem kleine Kinder, ohne elterliche Begleitung in Ufernähe schnappte sich das Unwesen häufig und zog sie in seine Welt. Vor Angst, Unwissen und Schrecken nennen die Bewohner dieses Wesen nur Nickert. Was jedoch bis zur Verschiffung der 100 Säulen für Berlin nicht bekannt war, war die Affinität des Nickerts für moderne Kommunikation. Dieses Risiko kostete einige Tage und 36 Matrosenleben vor allem die Entschlossenheit Ernst Lichtmeß. Über die Umschiffung des Nickertbaus lesen Sie mehr unter ("Die Große Schlacht an der Muserinne").

Ernst Lichtmeß und seine Großmütigkeit

Obwohl die Errungenschaften Lichtmeß' international bekannt sind, hielt sich lange Zeit hartnäckig das Gerücht, er sei eher zufällig zu seinem Ruhm gekommen, indem er die Idee eines nahezu unbekannten Berliners aufgriff und vermarktete. Historiker konnten diesen Irrglauben faktisch widerlegen. Grund für diese Verunglimpfung war ein langer Streit um den Erfindergeist. Der Berliner Ernst Litfaß behauptete, die Idee der Anschlagssäulen schon einige Jahre zuvor gehabt zu haben, nur fehlten damals die finanziellen Mittel für die Umsetzung der Baumonumente.

Nach einem unfassenden Rechtsstreit wurde Ernst Litfaß letztendlich zu 15jähriger Haft im Knast Brandenburg-Havel (Vorbild der heutigen JVA Burg im Jerichower Land) verurteilt. Aus Mitgefühl besuchte Ernst Lichtmeß den Verurteilten jährlich im Knast, immer mit tröstenden Worten und einer halben Lichtmeßbratwurst im Gepäck. Eines Jahres fiel dem Erfinder der Lichtmeßsäule der gesundheitliche Verfall Litfaßes auf und bat um Vergebung. Leider verstarb Litfaß in Brandenburg über den bürokratischen Akt der Haftverkürzung. Am Tag seiner Beisetzung widmete Ernst Lichtmeß die Säulen nach dem Verstorbenen auf Lifaßsäulen um.

Unter diesen Namen sind sie in der ganzen Welt bekannt, sie prägen die Straßenbilder wie kaum eine andere Entdeckung der Menschheit. Eine leider längst in Vergessenheit geratene Geschichte von Erfindergeist, Zeitgeist, Entdeckerwillen, Meschlichkeit und Vergebung.

Die Geschichte findet leider seit 1889 keine Erwähnung mehr in den Lehrbüchern der 10. Klasse der deutschen Gymnasien, ein Opfer der miserablen Bildungssituation in Deutschland!!

Das sagt die Welt zu der Geschichte

  • Spiegel online: "Eine Geschichte die die Welt verändert hat"
  • Super illu: "Was wären Diätpläne, Sextipps und Starnews nur ohne Ernst Lichtmeß"
  • Die Zeit: "Ernst Lichtmeß, die Geschichte voller Heldentum wie sie nur von König Löwenherz bekannt ist"
  • BILD: "Ernst Lichtmeß in dreckigem Sexskandal mit dem Nickert verstrickt?? Was sind die Säulen noch wert??"

Vom Aufstellort der ersten Lichtmeßsäule zeugt heute nur noch eine kleine gepflasterte Fläche auf dem ehemaligen Schulplatz.