Diverses:Der Mittdreißiger der aus dem Fenster stieg und verschwand - Eine Analyse

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Das Werk

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Einleitung

Zu sehen ist das Bild "Der Mittdreißiger der aus dem Fenster stieg und verschwand", oder auch "Meer Landschaft Natur Himmel 123318", wie der offizielle Titel dieses Meisterwerks lautet. Das Bild zeigt in kecker Verspieltheit die Desorientierung der mittleren Generation in Zeiten des technologischen Wandels. Das Werk wurde besonders in der Fachpresse hoch gelobt und konnte internationale Preise erringen. Der Künstler "Bradley Hook" ist kein Unbekannter, war er doch Kapitän in einem bekannten Buch von James M. Barrie. "Endlich werden meine Gefühle mal widergespiegelt", "Dieses Werk brachte meine kleine Tochter zum Weinen" und "Wo kann man diese hippe Taucherbrille kaufen?" sind nur einige Aussagen die bekannte Kunstkritiker zu diesem Werk trafen.

Die Analyse

Wenn wir uns dieses Bild anschauen, fällt dem gebildeten Kunstkenner natürlich als erstes die ungewöhnliche Körperhaltung des Mannes auf, die sich irgendwo zwischen Schlaganfall und Stromschlag befindet. Das deutet auf eine innere Anspannung der Person hin. Der Grund dafür wird schnell deutlich. Der Regenbogen als Zeichen des Wohlstandes und möglichen Reichtums wird symbolisch im Meer versenkt, daraus können wir entnehmen, dass sich der Protagonist dieses Werkes in finanziellen Schwierigkeiten befindet. Warum er sich dennoch eine VR-Brille leisten kann, bleibt dem Logikrat der Kunstredaktion bis heute ein Rätsel. Als wäre das nicht genug, kann man von der linken bis zur rechten Bildseite auch noch Wolken sehen, was dem Sprichwort "es ziehen Wolken auf" entspricht. Das bedeutet, dass die Lage der Person in absehbarer Zeit nicht besser werden wird. Selbstverständlich erzählt uns das Werk auch, warum.

Nach seinem finanziellen Ruin wollte der junge Mann der Welt nur mal kurz entfliehen und setzte eine VR-Brille auf, allerdings verlor er plötzlich durch ein nicht näher beschriebenes Ereignis alle seine feinmotorischen Fertigkeiten. Dies ist zu sehen an der Transparenz seiner Beine, welche dem Bild offenbar "entfliehen" wollen, da sie sich ungebraucht fühlen. Dadurch war es ihm unmöglich die Brille zu entfernen oder das Spiel zu wechseln, so lebt er seither in der Welt von Peggle-VR, was man an seinem süffisanten grenzdebilen Grinsen erkennen kann. Gleichzeitig versteckt sich in der Darstellung der durchsichtigen Beinkleider der Hinweis, dass die virtuelle Realität nur so lange glaubhaft vorgegeben werden kann, bis sie mit den Photoshop-Defiziten der Realität aufeinandertrifft.

Der Protagonist watschelt in Richtung des Rezipienten, das deutet auf den erhobenen Zeigefinger der Künstlers hin, dass es jeden treffen könnte. Weiterhin befindet er sich irgendwo in der Savanne, hat aber dennoch eine lange Hose an, was zusammen mit der Meer-Savanne Inkohärenz die Gegensätzlichkeit des technischen Fortschritts in Bezug auf regionale Verteilung im Kontext einer globalisierten Welt andeutet. Ferner finden wir in diesem Bild zwei Führungslinien, die erste wird dargestellt durch den Regenbogen, die zweite durch das Treffen von Wasser und Savanne. Beide Linien treffen sich auf Höhe des Gemächtes des Protagonisten, was auf eine Unfruchtbarkeit durch einen Sturz aufgrund der motorischen Schwierigkeiten hindeutet. Indirekt können wir hier also dem temporalen Verlauf eines persönlichen Verfalls folgen. Ein trauriges Einzelschicksal, allerdings kann aus "eins ganz schnell zwei werden", so der Künstler.

Fazit

Wir haben es hier also mit einem bewusst provokativen Werk zu tun, welches den eigenen körperlichen und geistigen Verfall unter Zuhilfenahme externer Technologie darstellt, dabei Kritik an der Globalisierung und der Unsicherheit des aktuellen Finanzmarktes äußert und das Ganze in einen künstlerische Rahmen packt, welcher selbst die Mona Lisa in den Schatten stellt. Grandios!