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Diverses:Der Kopierer ist kein Haustier

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Warum der Kopierer kein Haustier ist

Aufgrund mehrerer Unfälle in deutschen Haushalten, die teilweise sogar tödlich endeten, gründete sich 1987 der Bund gegen Kopierhaltung (kurz: BGK) mit dem Ziel, präventiv gegen das Problem vorzugehen, um solchen schlimmen Vorkommnissen in Zukunft entgegenzutreten.

Erstmal trat das Phänomen 1965 auf, als Kopierer so weit entwickelt waren, dass erste Haushalte sich ihre eigenen Geräte anschaffen konnten. Diese neue Art der Freiheit wurde von vielen Leuten durch Finanzierung genutzt, denn trotz des deutlich gesunkenen Eikaufspreises, war ein Kopierer trotzdem noch so kostspielig, das ein durchschnittlicher Haushalt sich keinesfalls einen leisten konnte. Die Auswahlverfahren der Banken waren sehr streng, teilweise dauerte die Prüfung zur Aufnahme des Kredits mehrere Wochen. Wenn erst einmal die Genehmigung ins Haus geflattert ist und das neue Schmuckstück besorgt wurde, wollte die deutsche Durchschnittsfamilie natürlich auch zeigen, was sie hat.

Das war anfangs noch nicht so tragisch. Es gab immer wieder Familien, die mit ihren Kopierern in einem Bollerwagen durch die Stadt fuhren, und ihm die hiesigen Sehenswürdigkeiten zeigten. Leider schürte das den Neid der Familien, die noch keinen Kopierer hatten. Wenn das dann aber geändert war, wollten natürlich auch diese Familie mit ihrem neuen Gerät angeben. So kam es bald, das es eigene Parks gab, in denen sich die Menschen nur noch trafen, um ihre Kopierer vorzuführen. Das nahm so weitreichende Folgen an, dass besser betuchte Besitzer ihrem Kopierer Kleidungsstücke anfertigen ließen oder sie in eigens angefertigten Wägelchen herumfuhren. Durch diese Art der Vorführerei, bauten viele Menschen schnell eine engere Beziehung zu ihrem liebsten Vervielfältigungsgerät auf.

Dr. Robert Meuschner vom Institut für Stupidediologie hat dieses Phänomen in einer wissenschaftlichen Studie genauestens erforscht und auch die Folgen für die Umwelt hinterfragt.

Immer mehr Menschen bauen zu ihren Kopierern enge Bindungen auf. Das geht soweit, dass der Kopierer einen Namen bekommt und sogar im eigenen Bett schlafen darf. Abgesehen von schlimmen gesundheitlichen Schäden wie Einatmen des Staubes, der Druckertinte oder der starken Strahlung des Gerätes, entsteht dabei ein großes Problem in ganz anderer Hinsicht. Immer mehr Menschen setzen ihre Haustiere aus, weil der Kopierer nun den Platz eingenommen hat. Die Tierheime platzen aus allen Nähten, die Tierpfleger wissen nicht mehr weiter.


Natürlich ist ein Kopierer weit aus pflegeleichter als ein Hund,“ berichtet Ruth Wisniolska, die Pressesprecherin des BGK´s, er braucht nur unregelmäßig in großen Zeitabständen Nachschub, der Dreck und die Ausscheidungen sind so gut wie null. Wenn er in Benutzung ist, strahlt er eine mollige Wärme aus und das hypnotisierende Brummen wirkt wahre Wunder beim abendlichen zu Bett Gehen.


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