Death in June

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Death in June nennt sich eine Musikgruppe aus England, die im weiteren Sinne dem Village People-Umfeld zuzurechnen ist. Gegründet wurde die Band 1979 von Douglas Pierced und Tony Fakefart. DIJ gelten als Begründer des Deofolk und als die einzige Band die diese Musik sauber spielt.

Geschichte

Douglas Pierced, hier mal offenherzig, bei einem Interview auf dem WGT-2000.

Im Sommer 1979 bekamen die beiden Schöngeister derartig die Krise über ihre ganzen langweiligen Klamotten, die sie jahrelang bei Vivian Westwood gekauft hatten, dass sie beschlossen von nun an nur noch in Leder und Drillich herum zu laufen. Ganz im Geiste ihrer Zeit - das Leiden von Soldaten, Arbeitern und Strafgefangenen am eigenen New Wave-Leib zu tragen, schworen sie von nun an nur noch unter Männern und Helden zu leben, um jede potentielle Farbe außer Schwarz-Braun und Rot auszuschließen. Kurz bevor sie jedoch den Bus zum Militaria-Händler erwischten, erwischte die Beiden eine Horde roher-linksradikaler Bauarbeiter, die Pierced und Fakefart zusammen schlugen.
Daraufhin erklärte Pierced, die Farbe Rot auch für verboten so das von nun an nur noch Schwarz - als weltanschaulicher Ausdruck, und Braun - als Symbol eines sauber-pittoresken Herrenringelpietz, auf den Plattencovern erlaubt waren.

Deofolk

Pierced ist heute das letzte Mitglied der Ur-Besetzung, der Band. In seinem künstlerischen Weltkrieg hat Pierced bis heute eine nicht überschaubare Zahl an Kameraden ins Nirvana disloziert, wusste sich jedoch immer - ganz dem Beispiel seiner großen Vorbilder folgend - in der Etappe Ersatz zu verschaffen. Der Krieg mit dem eigenen Weltbild musste weitergehen und mit jedem neuen Tonträger schien das große Völkerringen der wohlriechenden Männerleiber etwas näher zu rücken.
Für seine musikalischen Weggenossen indes, sind die Studiosessions eine wahre Tortur - die meisten bekommen von den kratzigen österreichischen Militäruniformen - die sie gezwungenermaßen tragen müssen - unangenehmen Aussschlag. Pierced trägt dabei verschmitzt grinsend nur Kampfhose und Hosenträger zu seinen in die Hüften gestämmten Händen - was ihm natürlich großes Vergnügen bereitet.
Die Musik wird oft als stumpf-mahlender Treib-Rhythmus beschrieben. In den Texten verarbeitet Pierced meist seine Erfahrungen in diversen Umkleidekabinen oder gibt weltanschauliche Anstandstipps zu Themen, wie etwa dem richtigen Stahlhelmkauf, germanisch-keltischen Baderitualen oder wie man dem gepfählten Kameraden beim Wehrsportwochenende eine glatte Rasur verpasst, bevor das dicke Ende naht.

Kritik

Death in June und Douglas Pierced sind heute ein und die selbe Person, weitere Bandmitglieder gelten bei den Anhängern allenfalls als Untermenschen oder sind ihnen sogar völlig unbekannt. Hierin ist DIJ eigentlich nur noch mit den Smashing Pumpkins vergleichbar. Pierced wird immer wieder vorgeworfen, dass er "vom anderen Ufer" sei. Von Pierced gibt es, auch in seinen Texten, keine eindeutige Aussage hierzu - allerdings wurde ein angebliches Verhältnis mit den Village People von ihm auch nie dementiert.

Diskographie

  • 1980 - The Horn
  • 1982 - Ponyboys
  • 1983 - The Filthy have no Pride
  • 1984 - Oral Burial (zur Hälfte mit SM-Studio-Aufnahmen)
  • 1985 - Nada (7" mit den Butthole Surfers)
  • 1986 - Horn Again
  • 1987 - Come into Christ and feel Hate
  • 1987 - The Brown Book
  • 1988 - Lesson 1 - Pissantrophy
  • 1989 - To drown a Hose
  • 1989 - Hösenbraun
  • 1990 - Dead on the Waggonwheel
  • 1991 - The Filthy have no Hass
  • 1992 - Butt ends shattered
  • 1993 - Black Hole of Love
  • 1995 - Rosetten Holocaust (Liste A; indiziert)
  • 1998 - Power Plug Passion (zusammen mit "Der Blutarsch")
  • 2000 - Operation Rammingbird
  • 2000 - Geilige
  • 2001 - All Chicks must Die
  • 2002 - Filthy and Brown
  • 2007 - I kissed a girl (and felt hate)