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Dead Brother

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Dieses Jahr geht es um im DB-Haus.

Dead Brother ist eine Reality-Show des bayrischen Rundfunks - in Zusammenarbeit mit Arte. Die Produktion wurde schon in der ersten Staffel zum Publikumsmagneten. Damals mussten Marcel Reich-Ranicki und Henryk M. Broder gemeinsam, fünf Wochen in einem Überseecontainer eines Münchner Antiquitätenhändlers verbringen. Die derzeitige; zweite Staffel, startete am 15. Januar 2010.


Sendekonzept

Urbewohner Richie spukt sich den Wolf.

Das Konzept von Dead Brother wurde gemeinsam von Harald Lesch und Uri Geller entwickelt. Die Show ist grob (fast kaum) an Big Brother angelehnt und soll völlig andere Zielgruppen ansprechen. Bei Dead Brother müssen verschiedene „Große Geister“ zusammen in einer Hausgemeinschaft rumspuken. In der aktuellen Staffel dient hierzu eine verlassene Irrenanstalt in München - in der ein echter Ungeist umgeht: Der Hartz IV-Empfänger Richie schaffte es, an die begehrte Wildcard zu kommen, da er früher schon mal in der alten Klapse Klavier gespielt hatte. Die übrigen Bewerber wurden während der Casting Phase von Uri Geller beschworen und nach ihrer Brauchbarkeit sortiert. Nachdem die Grobauswahl getroffen war, musste Professor Lesch die Geister dann mit einer Intelligenzfalle im Secret-Haus festhalten.
In der Recall-Show „Die größten und liebsten Geister der Deutschen“ - wurden dann fünfzehn Kandidaten endgültig in das Geisterhaus gewählt.

Die Regeln bei DB

Die Bewohner werden vierundzwanzig Stunden am Tag von Ghostimaging-Kameras verfolgt, die jede paranormale Aktivität einfangen. (Auf Arte wird von 0.00 bis 1.00 Uhr lediglich eine zusammengeschnittene Tagesübersicht präsentiert. Um ganztägig dabei zu sein, braucht man leider „Bloody Sky-TV“.) Ebenso müssen die Bewohner rund um die Uhr ihre speziellen Unterschichtfrequenzmikrophone mit sich herum tragen, damit dass Sendeteam die wichtigen Ghostrecordings erstellen kann.
Besondere paranormale Interaktivität mit dem Zuschauer wird bei DB ganz groß geschrieben. Da sich große Geister ja bekanntlich von den Seelen der Lebenden ernähren müssen, kann es schon mal vorkommen, dass sich der DB-Fan nach dem Genuss einer Sendung völlig schlapp und ausgelaugt fühlt. Realitätsjunkies, die das neue Pay-TV „DVB-T“(Dead Video Brotkasting - Television) besitzen, werden nicht selten mit Stumpf und Stiel in den Äther gezogen.

Bei einer Missachtung eines oder mehrerer Paragraphen, wird der jeweilige Bewohner in den Strafbereich verbannt, wo er/sie dann ohne Zigaretten auskommen muss. Weitere Sanktionen, die gerne ausgesprochen werden, sind z. B. der unbeliebte Hühnerdienst, bei dem sich ein gebannter Geist eine Woche lang an den Seelen der im Außenbereich gehaltenen Krähen gütlich tun muss. Wegen ständiger Unsichtbarkeit musste sich Horst sogar eine Zeit lang ausschließlich von Ross Antony ernähren. Zieht so etwas nicht, wird persönlicher Besitz, wie Zauberflaschen, Geburtstagsnachrufe der Verwandten, Traumfänger oder Wunderlampen eingezogen. Dies bringt immer gereizte Stimmung ins Haus, so dass die Geister mit den Ketten rasseln.
Bei Dead Brother gibt es wöchentlich eine Entscheidungsshow, in bzw. aus der die Nominierten rausfliegen, die die Zuschauer langweilig oder irgendwie doof finden. Das Ganze geht so lange, bis nur noch ein Bewohner übrig ist. Dieser bekommt dann einen Gutschein über 250.000 € - für ein neues Mausoleum überreicht, und darf in einer Folge von "Ghost-Whisperer" auftreten. Dem Rest bleibt ein Unleben als bemitleidenswerter Weingeist.
Ansonsten gibt es nur eine Regel bei Dead Brother - die absolut wichtig ist - besonders wenn einem das ewige Crowding zum immateriellen Hals raushängt. Nämlich: Raushaun; Raushaun und nochmal Raushaun.

Wochenaufgaben

Der tote Bruder sieht alles. Besonders die heißen Nächte im grauen Schlafzimmer.

Damit sich die Geister nicht langweiligen oder sich gleich ganz in Luft auflösen, werden den Bewohnern regelmäßige Wochenaufgaben gestellt. Je nachdem können die Bewohner bestimmte Vergünstigungen erwerben, aber auch schon mal gewisse Annehmlichkeiten verlieren. Manche Aufgaben sind schon in die DB-Geschichte eingegangen, wie der mutige Salto Mortale von Saddam und Henry, den beiden Kontrahenten und Fraktionschefs dieser Staffel. Dead Brother hat sich hier wirklich etwas einfallen lassen, im Gegensatz zum nervtötenden Zitate-Raten im letzten Jahr:

  • Bertolt meisterte die Wochenaufgabe „Durch den eisernen Vorhang gehen“ und konnte damit allen Bewohnern ein Fünf- Sterne-Dinner ergattern, zu dem eigens Steven Hawking als Hausgast rein gerollt wurde.
  • Nachdem Anne und Lotti eine Darbietung des Hits „Who killed Marylin“ von den Paranocheques mit ihren jammernden Klagelauten völlig verhunzten, musste die Haus-WG zwei Wochen ohne Astralkörpercreme auskommen.
  • Bei der Gruppenaufgabe „Dem Teufel ein Schnippchen schlagen“, fügten Saddam und Brownie dem Teufel so tiefe Fleischwunden zu, dass der Teufel aufgab. Dafür wurden die Pflegeprodukte zurückgegeben, denn manche Bewohner hatten schon Parasiten.

Bisherige Teilnehmer

15 Bewohner haben versucht sich die Gunst der Zuschauer zu ergeistern, manche verspukten die Fans regelrecht mit gütiger Offenheit, während andere den harten Weg der Konfrontation gegangen sind. Unvergessen bleibt Napoléon, wie er das ganze Haus im nächtlichen Sturm erobert hatte. Schade, dass die Bewohner gerade am Lagerfeuer saßen. Die mutige Anne. die sich immer alles aufschreiben musste; die heißen Duschfreunde. Besonderes Mitleid hatten und haben die Zuschauer immer noch mit Horst, der einsehen musste, dass er wirklich komplett im Haus versagt hatte. Die Schlägerei zwischen Brownie und Lotti auf dem Deathmatch-Field, die tödlich hätte ausgehen können. Der schlaue Joachim C. der von dem Zusammentreffen mit Saddam ganz entgeistert war und am Ende einfach gegangen ist - wodurch Anne ihren Animus verlor und völlig aus dem verlorenen seelischen Gleichgewicht kam.
Für diese geistige Rückshow hat der durchschnittliche Dead Brother-Seher jedoch keine Zeit. Interessant sind nur die Gewinner.

Alle Bewohner der zweiten Staffel

Kandidat Im Haus Haut ... raus Grund des Auszugs - Sonstiges Liste
Bertolt Brecht
  • Minus.svg
gut Anfangs Mitglied der „Saddam-Fraktion“, dann rausgewählt 1x
Lotti Huber
  • Plus.svg
kaum Mitglied der Spaß-Fraktion 1x
Joachim Fest
  • Minus.svg
ganz schön freiwillig; Streit mit Richie; von Saddam raus gemobbt 3x
Michael Jackson
  • Plus.svg
ganz schön Mitglied der Saddam-Fraktion. Seit sechs Wochen im Strafbereich, weil er ständig absichtlich ins Mikro nuschelt 3x
Marcus Raver
  • Minus.svg
kaum Mitglied der Spaß-Fraktion; später freiwillig abgetreten 1x
Saddam
  • Plus.svg
richtig heftig Genannt „Der Poltergeist 8x
James Brown
  • Minus.svg
heftig Mitglied der Saddam-Fraktion; beim DB-Grusical versagt und von den Bewohnern einstimmig nominiert 7x
Richard Wagner
  • Plus.svg
ganz schön heftig Mitglied der Saddam-Fraktion; bester Freund von Saddam 5x
Kaiser Napoléon
  • Minus.svg
richtig schön Von den Zuschauern verbannt. 2x
Henry Miller
  • Plus.svg
so la la Mitglied der Spaß-Fraktion 4x
Notorious B.I.G.
  • Minus.svg
fett Rauswurf weil klammheimlich in den Puff gegangen 1x
Anne Frank
  • Minus.svg
richtig Freiwillig (von Richie raus gemobbt); anfangs Spaß-Fraktion; später Außenbereichs-Lästerfreundin von Horst 0x
Anais Nin
  • Plus.svg
ganz schön Mitglied der Spaß-Fraktion 4x
2Pac
  • Minus.svg
richtig heftig Nach zwei Wochen mit Biggie im Strafbereich, fast verhungert; danach von den Zuschauern zum Abschuss frei gegeben 2x
Horst Köhler
  • Minus.svg
aber echt nie Das Schlossgespenst; Spaß-Fraktion, später Non-Fraktion (1 Mitglied) 1x


Das Finale

Seit geraumer Zeit ist das Haus in Grüppchen aufgeteilt. Der fiesdebile Saddam - der rührige Para-Buhlgeist - hat sich in das blaugraue Schlafzimmer zurückgezogen, wo er sich beim täglichen Rädern das Ektoplasma aus der Geisterscheinung schwitzt. Natürlich ständig verfolgt vom Grand Signeur der Haus-WG - Ritchie - von dessen ewigen Hasstiraden sogar die ehemalige lustgreisenhafte Erscheinung Henry stark angegriffen scheint. In letzter Zeit hat es kaum noch in der Totenmanns-Kiste gerappelt.
Spaßbombe Lotti
Sensibelchen Michi
Duschfreunde Anais und Henry
Haustyrann Saddam

Michael wird das Ende der Show wohl im Strafbereich erleben. Völlig alleine paralysiert er vor sich hin und man hat ihm nicht mal ein Laken gelassen, damit er nicht an der Wochenaufgabe „Kindergeburtstag“ teilnehmen konnte. Verstört nuschelt und lallt er seine Paraphrasen, die niemand versteht. Ständig hört man ihn schrille Klagen abgeben, was bei ihm eigentlich paranormal ist. Lotti wabert nach wie vor den ganzen Tag im Außenbereich herum und versteht gar nichts, weshalb sie auch dauernd auf Nachricht aus dem Reich der Lebenden hofft. Dieser Eso-Wahn nervt nicht nur die Bewohner schon lange. Sie hat aber immer eine gute Aura, weshalb sie auch die Einzige ist, die gern bei den Krähen isst. Als ehemalige Beauty der Saddam-Gang kann sie in Henrys Team nur durch ihre - für Lottis Alter - super Geisterscheinung punkten.
Anais hat sich in letzter Zeit völlig darauf verlegt, den ausgleichenden und verständnisvollen guten Geist der WG zu spielen und ist dabei wohl unter die Räder gekommen. Zumindest sieht sie ganz blass aus. Vorbei sind die Tage mit Henry im Strafbereich unter den Bettlaken, wo sie sich zwischen den eingerammten Totenpfählen verfing und Henry den Fans an den Trugbildschirmen unflätige Stimmen einimpfte, bis diese ganz von Sinnen wahren. Das hatte Anais schon gemundet.
Inzwischen geht es aber fast nur noch darum, immer als erster beim Frühstück zu sein, um die ersten noch krossen und richtig unbenebelten Gedanken der Dauerzuschauer zusammen mit einer Handvoll „Schoko-Tombs“ - in der eigenen Agonie einzuweichen. Man kann hier nur gespannt sein, wer das Parapsychoduell gewinnt.

Raushaun

Ohne Raushaun wäre keiner der Bewohner so weit gekommen. Manches, was im DB-Haus wärend der letzten Monate gefallen ist, hat die Stimmung nachhaltig verändert. Raushauen dient zur k(r)ampfhaften Suche nach einem Forum, sich mitteilen zu können, wenn das obligatorische Klopfen in den Wänden langweilig wird. Wenn die Situation dann da ist, wird aber sofort rausgehaun, so dass noch nicht mal Zeit für Hauchen des Geistes bleibt. Saddam hat seine Hassmonologe lange Monate seiner Kenny-Puppe erzählt und damit den Zuschauern den letzten kümmerlichen Rest Seele ausgesaugt. Nur das Stehklagen beim Raushaun, konnte die armen Seelen an der Kristallkugel halten:

  • Wenn deine Anhänger wüssten wie tot Du wirklich bist, die würden sich schämen.“ Saddam zu Bertolt
  • Ganz egal, was man Dir sagt, Du hast keine Lust zu verwehen. Du bist geistig so flach, Dich hätte man längst austreiben müssen.“ 2Pac zu Biggie
  • Deine Saddam-Fraktion hat doch sooo einen Baat, ich kannte Dir nur einen John Thirsty einschenken. Mir doch egal, was Du sonst im Mund hast.“ Henry zu Richie
  • Natürlich würde ich mit Dir ewig schlafen, aber niemals mit Heinrich - diesem Schlapplaken!“ Richie zu Michael