Das Parfum

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Das Parfum ist ein später auch verfilmter Roman von Patrick Süskind (darauf wird noch einzugehen sein) sowie ein gut getarnter und erfolgreicher Angriff auf die Deutsche Rechtschreibung. Jedes Kind wusste bis ungefähr Mitte der 80er Jahre, dass man Parfüm mit Umlaut hinten schreibt. Schaut man jetzt in den Duden, findet man beide Schreibweisen. Und das kam so:

Die erste Ägyptische Parfümerie

"Riechen se mal, Madame. Weihrauch und Myrrhe. Und für den kleinen Hunger 'n Stück Gouda." Pieper, Douglas und 4711 auf Verkaufstour in Betlehem.

Die Ägypter haben nicht nur die Pyramiden erfunden oder den Wüstensand, nein, sie gelten auch als Begründer des Monotheismus und Erfinder des Parfüms. Letzteres dürfte bekannt sein, denn bereits im Grundschul-Religionsunterricht bekommt man eingebläut, dass Christus von drei Heiligen Königen besucht wurde, kaum dass er der Marie entsprungen war. Diese fahrenden Gesellen (sie hießen Pieper, Douglas und 4711) kamen aus keinem anderen Land als Ägypten und brachten Weihrauch und Myrrhe mit. Und alten Gouda. Aber der wurde durch Fehler in der Überlieferung zu Gold. Diese Ingredenzien schwatzten sie Maria auf, denn wie alle Vertreter, wollten sie Kasse machen. Aus dramaturgischen Gründen wurden später aus den Vertretern Könige. Es dürfte aber jedem nach diesem kleinen bibliografischen Exkurs einleuchten, dass man schon früher mit Duftstoffen handelte.

...und was die Franzosen daraus machten

Spätestens am Hofe des Sonnenkönigs King Loui XIV. zu Frankreich, wandelten sich auch die mitteleuropäischen Etikette. Man wollte nicht mehr stinken wie ein Schwein, sondern höchstens wie ein Iltis. Aber waschen wollten sich die Herrschaften nun auch wieder nicht. Also förderte der König die altbekannte Methode der Ägypter zur Geruchsüberdeckung. Bald erkannte man, dass zweckmäßiger Weise nicht ganze Ölbäume, Myrrhezweige oder anderen Zutaten in Rohform zum Sonnenkönig geschleppt werden sollten, sondern besser nur eine Essenz in einem kleinen Flacon.

... Seitenhieb auf die Franzosen

Apropos Flacon: Normale Menschen würden sagen: Fläschchen. Nicht aber die Franzosen. Die Froschfresser (Frosch = Grenouille, siehe hierzu "Kurzer Abriss über den Inhalt") haben nicht nur Probleme H zu sagen, sondern auch damit, Umlaute zu schreiben (Das ist eine paradoxe Sprache, das Französisch. Ständig sagen sie Ü... z.B. rue oder Ö z.B. in un aber schreiben es nicht. Dafür schreiben sie H in haute, hasard oder heures aber lassen es beim Sprechen weg!).


Den Inhalt des Flacons nannten die Franzosen Parfum; aus dem Latainischen per fumum. Und naturellement, ein anderes Volk, nämlich das der Dichter und Denker, dachte sich, als man zum ersten mal im verquerten Französisch vom Parfum sprechen hörte.... Parfüm.

Seit dem wird in der Sprache Schillers und Goethes sowie Klaus Maria Rilkes, Parfüm mit Ü geschrieben wird.

Infiltration

Und selbstverständlich fragte man sich, als im Jahre 1984 der Roman "Das Parfum" erschien, ob irgendwo auf dem Weg vom Schriftsatz zum Druck ein paar Ü-Striche verloren gegangen wären. Wenn man aber den Roman durcharbeitet, erkennt man, dass die Umlaut-Striche durchaus verwendet wurden. Nur halt bei Parfum nicht!
Viele Literaten und deren Kritiker führten diesen Umstand auf ein Stilmittel zurück, dass in dichterischer Freiheit eingesetzt wurde. Wenige andere vermuteten jedoch einen viel tiefer liegenden Grund. Und diesem wollen wir nachgehen:

Patrick Süskind. Glückliche Kindheit am Strand, ein seltenes Bilddokument.

Im besagten Jahre 1984 ersann ein weitgehend wenig bekannter Literat unter den in dieser Epoche nicht wenigen wenig bekannten Literaten den perfiden Plan, die Deutsche Rechtschreibung zu reformieren. Sein Name war Patrik Süskind.
Stellt man entsprechende Nachforschungen an, fällt sofort auf: Süskind lebt sehr zurückgezogen. Bei der Google Bildersuche findet man vielleicht 10 Bilder, die ihn selbst zeigen. Gibt man hingegen Dieter Bohlen ein, dann kommt man auf 1401 Bilder. Dieser Vergleich soll verdeutlichen, welche Mühen die Stupidedia-Redaktion auf sich genommen hat, diesen Mann (Süskind, Bohlen interessiert keine Sau) zu durchleuchten.
Wenig ist über ihn bekannt aber das Folgende könnte sich so oder so ähnlich zugetragen haben: Süskind hatte eine saure Kindheit. Patrick ist Kind eines Schriftstellers und einer Sportlehrerin. Schlechte Voraussetzungen um glücklich zu werden. Im Alter von 4 Jahren kam es zum Zerwürfnis mit dem Vater, weil Patrick die Glocke nicht fehlerfrei rezitieren konnte. Im Alter vom 5 Jahren wurde er von seiner Mama verstoßen, weil er bei den Bundesjugendspielen die 1,80 nicht übersprang. Der kleine Patrick hielt aber trotz der Ausgrenzung durch die Eltern an seinen Tagesroutinen fest, schließlich hatte er einen Schlüssel zur Villa am Starnberger See und wusste, wie man Ravioli kocht. Die Eltern waren erstaunt und gleichzeitig angewiedert. Mit so einem Durchhaltewillen hätten sie nicht gerechnet. Vater Süskind erschuf in seiner soziopathischen Verwirrung einen Comic (Spongebob), in dem sein Sohn eine Nebenrolle bekleidet. Dass Patrick von der Darstellung seines eigenen Ich´s (die übrigens gut gelungen war) und den daraufhin folgenden Hänseleien seiner Mitschüler (Dein Kopf sieht aus wie'n Pimmel!) tief getroffen war, vermochte er 28 Jahre lang zu verbergen... aber dann brach es aus ihm heraus! Patrick ersann einen Plan, seinen Vater beruflich zu vernichten, in dem er ihm die schriftstellerische Arbeitsgrundlage entzog... Er änderte die Deutsche Sprache. Und zwar mit seinem Roman "Das Parfum".

Der Roman

Kurzer Abriss über den Inhalt

"Das Parfum - die Geschichte eines Mörders" handelt von dem Mutanten Jean-Baptiste Grenouille. Grenouille hat keinen Eigengeruch. Man kann ihn nicht, er selbst kann aber um so famoser riechen. Seine Mutter will ihn nicht haben. Vom Vater ist nichts bekannt. Die Geschichte spielt im Frankreich des 18. Jahrhunderts und knüpft damit an die nachludwigianische Zeit an. Somit ist es nicht verwunderlich, dass die Parfümerien Hochkonjunktur hatten. Grenouille braut dank seines grandiosen Geruchssinns parfümerante Meisterwerke zusammen. Mehr durch Zufall erkannte Grenouille, dass Mordopfer im Angesicht des Todes einen besonderen Duft verströmen. Dieser fasziniert ihn und so wird er zum Massenmörder. Mit Hilfe seiner Fähigkeiten als Perfumeur kann er diese Gerüche konservieren.

Deutung

Nur ein Könner auf dem literarischen Parkett ist in der Lage, diesen oben beschriebenen Stuß für Normalintellekte genießbar zu machen. Und das ist Süskind gelungen. Mit seinem fluffigen Stil versetzt er den Leser in die Pariser Ungeheuerlichkeiten des 18. Jahrhunderts; er beschreibt seine Figuren so, dass man fast mit ihnen fühlt und bringt den Leser dazu die unsinnige Unsinnigkeit des geruchslosen Mutanten mit der Super-Nase als Alltäglichkeit zu akzeptieren. Dermaßen gefesselt bemerkt der Leser nämlich nicht, dass die Ü-Striche fehlen! Selbst Tage nach dem geistigen Verzehr des Buches überkommt einen die verstandesmäßige Diarrhoe höchstens bezüglich der grotesken Geruchsmutation, nicht aber aufgrund der Rechtschreibung (Denn wer glaubt, dass es andere Super-Nasen neben Thomas Gottschalk und Mike Krüger gibt, der bemerkt erst recht nicht, dass man Parfüm mit Ü schreibt.).

Konsequenz

Es dauerte 5 Jahre, bis landauf landab in Deutschland, Österreich und in Teilen der Schweiz sowie in Südtirol Parfum ohne Umlaut geschrieben wurde. Es dauerte weitere 5 Jahre, bis es dem Bildungsministerium auffiel. Weil man den Duden für offensichtlich fehlerhaft hielt, der Duden aber immer Recht hat, steckte man in einem Dilemma. Dieses löste man 1996 in der dritten großen Rechtschreibereform. Diese Reform hat man ausgeheckt, damit man das Prafum in den Duden schmuggeln konnte. Sicher, sicher... auch andere Interessenvertretungen kamen zu ihrem Recht. Z.B. Iglo; denn jetzt schreibt man Delphin mit f, wie Fischstäbchen und hat damit sogleich moralisch legalisiert, dass diese Säuger ab und zu auch mal in den Stäbchen vorkommen können. Aber genau das hatte Patrick Süskind ja beabsichtigt: Wenn die deutsche Rechtschreibung auf dem Kopf stand, dann hatte sein schriftstellender Vater ein Problem. Dennoch: Süskind's Plan, seinen Vater den Beruf zu vermiesen, ging nicht auf. Der Alte trat noch vor der Rechtschreibreform in den Ruhestand.