Controlling

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Unter Controlling (engl. "to control" = „kontrollieren“) versteht man die Abteilung in einem Betrieb, die für Statistiken, Bilanzfälschungskontrollen, Budgetberechnung und -bestimmung, sowie andere Gaunereien zuständig ist. Ein Controller („Der Kontrollator“, die Person, die in der Controlling-Abteilung arbeitet) ist außerdem eine der wenigen Personen/Abteilungen innerhalb eines Unternehmens, die die Sklaventreiber (oft auch fälschlicherweise „Boss“ oder „Chef“, seltener auch „Abteilungsleiter“ genannt) in ihre Schranken weisen können. Hauptwaffe hierbei ist eine miserable Budgetplanung, die sogar den cholerischen Chef sprachlos macht. Auf Grund dieser unsäglichen Macht gehört ein Controller zu den bestverdienendsten Mitarbeitern eines Betriebes.

Tätigkeiten des Kontrollators

Eine wesentliche Tätigkeit des Controllings ist das professionelle und gesetzeskonforme Fälschen von Bilanz und Erfolgsrechnung zu Gunsten des Betriebes. Hier wird durch den Controller das Endergebnis mit Hilfe der unterschiedlichen Teilbuchungen der Jahres-, Monats- oder Sonstwasabrechnung analysiert. Findet ein Controller Fehler in der Bilanz, werden die Sachbearbeiter, welche für den Schmarrn verantwortlich sind, sofort vor der ganzen Belegschaft zur Sau gemacht. Weiter sucht der Controller nach Möglichkeiten, den Fiskus um seine Finanzen zu prellen und reibt diese den zuständigen Mitarbeitern der Rechnungswesenabteilung konstruktiv kritisch unter die Nase. Der Controller verlangt in Zukunft mehr Verantwortung für das hart erkämpfte Geld des Unternehmens.
Ein Controller wie aus dem Bilderbuch

Die etwas unwichtigere Aufgabe eines Kontrollators besteht darin, den GL-Mitgliedern und Abteilungsleitern mit seiner strikten Budgetberechnung wiedermal eins auszuwischen. Hier ein Beispiel:

Der Chef einer Abteilung möchte weitere 100% Stellenprozente Personal aufstocken, damit die restlichen Arbeitssklaven sich etwas weniger wie Sklaven vorkommen. Er rennt zur Personalabteilung, freut sich, dass die Stelle(theoretisch) bewilligt ist. Dann muss er jedoch den Kontrollator fragen, wie das mit dem Budget seiner Abteilung zu vereinbaren ist. Ein echter Controller verneint natürlich diese Anfrage, da er peinlich genau auf die Einhaltung der neuen Unternehmens-Spar-Strategie achtet. Besonders interessant ist an diesem Verhalten, dass er Budgeterweiterungen für seinen Geschäftswagen, das Geschäftshandy, sowie seinen astronomisch hohen Lohn (neben dem der des Kaisers von China schon fast beschämend mickrig wirkt) nur allzu gerne zulässt. Der Abteilungsleiter ist somit auf Grund des nicht bewilligten Budget-Erweiterungsantrages gezwungen, seine Stellennot durch unbezahlte Überzeit seiner Sklaven zu decken. Der Kontrollator sitzt derweil gemütlich bei einem Kaffee, den er sich vom Budget genehmigt hat und lacht sich ins Fäustchen.

Sehr spannend ist auch noch die Tätigkeit des Kaffeetrinkens oder über-Fußballresultate-während-der-Arbeitszeit-Diskutierens, wobei er meist nichts tut, als mit seinem Kollegen, der genauso viel verdient, bei einem Kaffee während der Arbeitszeit über die letzten Fußballspiele zu quasseln.

Controller-Typen

Die verschiedenen Controllertypen sind relativ einfach zu unterscheiden und zu kategorisieren.

Der Zahlenfreak ist meist zwischen 35 und 45 Jahre alt und liebt es mit Zahlen zu jonglieren. Schon seit seiner frühesten Kindheit stand für ihn fest, dass er Mathematiker werden möchte. Da er jedoch in der Regel zu unbegabt für die Mathematik ist, muss er in seiner Studienzeit von seinem Lebensziel abweichen und wird statt Mathealien lieber ein BWL-Student. Später versauert er im Rechnungswesen und freut sich, den ganzen Tag nur Zahlen zu sehen und lebt in der Hoffnung, ein Stück der Welt zum Besseren zu wenden. Er ernährt sich meist „gesund“, denn er isst nur Dosenfrass und andere Convenience-Kost.

Der Alte Sack ist in der Regel zwischen 55 und 66 Jahre alt, ein absoluter Einzelgänger, Zahlenfanatiker, Kettenraucher, Alkoholiker und oft nur der kümmerliche Überrest eines ehemaligen Zahlenfreaks, dessen letzte Hoffnung auf eine bessere Welt verloren gegangen ist (siehe oben). Sein Grundnahrungsmittel ist Kaffee in immensen Mengen, meistens mit „Schuss“. Er fristet sein Dasein nur dafür, um irgendwann einsam und alleine mit einer Tasse Kaffee im Büro an seinen gescheiterten Träumen zu krepieren.

Der Sadist existiert in allen Kontrollatoraltersstufen. Er ist brutal, böse und enorm eigennützig. Für ihn zählt nur das Budget und der Wert für den Betrieb. Er ist derjenige, der auch viele Kündigungen in Kauf nimmt, um das beste Unternehmensergebnis zu erhalten. [[klingt komisch, ist aber so|Spannenderweise besteht er meist auf ein dickes Geschäftsauto und ein teures Smartphone, mit dem er über Firmenkosten Telefonsex-Hotlines anruft]]. Er ernährt sich vom Leid anderer.

Zitate

  • „Mann, halb 10 ist einfach zu früh für Arbeit! Und überhaupt, wo bleibt eigentlich mein Kaffee?“ - ein unbekannter Kontrollator
  • „Jetzt bin ich seit 30 Jahren single und alles, was mir bleibt im Leben sind die Zahlen. Sie sind Unvergänglich!“ - Erist Toteles (ein Alter Sack)
  • „Brunzverregg! Greitzdunnerkeil, Stift!“; „Ja, Chef?“; „Jetzt bin ich seit 3 Minuten da und du hast die Kaffeemaschine noch nicht mal eingeschaltet. Bist du eigentlich zu irgendwas nütze?“ - ein ziemlich verärgerter Sadist.
  • „Grüezi wohl!“; „...“; „Wa hendt Sie denn?“; „Koffeinentzug!“ - ein Schweizer Kontrollator im Gespräch mit einem unbekannten Mitarbeiter.
  • „Nü häm wa schön wieder n Fähla gefündn! Söö verhindern Sie ünsern Ümsatz enörm! Schaunse beim nöchstn Möl amöl genauer hin!“ - ein türkisch-ostdeutscher Kontrollator.
  • „Chauffeur, bringen Sie mir meinen A8! Und bringen Sie noch Kaffee mit. Sie haben 15 Minuten, ich warte!“; „Aber Chef, ich bin doch gerade für Sie bei der Schulaufführung Ihrer Kinder...“; „Ich WARTE! Eine Minute haben Sie schon verloren!“ - wieder ein unbekannter, sadistischer Kontrollator.

2012/03/19