Charon der Blinde

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Charon der Blinde ist blind. Sehr blind. Er sieht nicht nur schlecht, er sieht gelinde gesagt gar nix. Er kann aber trotzdem noch recht gut rudern. Naja, zumindest auf Gewässern ohne weiteren Schiffsverkehr. Zudem ist er Auslöser für einige lustige philosophische Überlegungen.

Jugend und (Aus-)Bildung

Charon kam schon blind auf die Welt. Im Alter von 3 Jahren bemerkten seine Eltern seine Nullzentimeterkurzsichtigkeit und ließen ihm behindertengerechte Schulbildung zuteil werden. Er wurde nichtsdestotrotz arbeitslos.
Seine Fallmanagerin beim Arbeitsamt vermittelte ihm dann einen ansprechenden Job, er befährt den Styx, den Fluss, der die Unterwelt von der normalen Welt trennt. Ein tolles Beispiel für die Vollintegration der Behinderten in die Welt der Unterwelt!

Sein Job

Die Styx ist ein Fluss, der im Allgemeinen aus Tod, Lava, Nebel, Wasserstoffsuperoxid und Affenkot besteht. Diese üble Brühe kann eigentlich jeder Idiot befahren, aber Charon hat einen Vorteil: Da er blind ist, bildete sich dafür sein Inneres Auge besser aus und er kann genau überprüfen, wer wirklich tot ist und wer nicht, denn nur Tote dürfen in die Unterwelt.

Charon und Orpheus

Das beweist auch die Geschichte von Orpheus. Nach Homer lautet diese folgendermaßen:

Im Kapitel 153 (Orpheus steht vor der Styx und wartet) wird das ewige Warten des Orpheus beschrieben. Jeder normale Mensch wäre wieder weggegangen, aber Orpheus blieb standhaft, was wohl an seinem hohlen Gehirn lag.

Darauf folgt das Kapitel 154 (Orpheus sieht den sich nähernden Charon), in dem über zehn Seiten die Ankunft des Charon beschrieben wird.

Kapitel 155 (Orpheus quatscht mit Charon) beschreibt dann das Gespräch zwischen den beiden. "Na, Charon, was geht Alter? Ich muss man mein Ridikülchen sehen, also lass mich rein Mann."

"Nein", spricht Charon, "denn scio, ut nesciam!"

"Alter, was geht mit dir ab? Quatsch lieber Griechisch, das versteh ich wenigstens du Nerd! Man lass mich rein!"

"Nur den Toten ist Zutritt gewährt zu Tartaros Creek!", spricht der weise Charon.

"Hey, hey, take it easy, immerhin bin ich hier 'n n00b. Checkst du nicht, dass ich meine Alte mal besuchen will? Wär doch 'n Event! Oder bist du blind, Mann?"

Diese anspielungsreiche Botschaft entgegnet Charon mit den Worten "Cogito, ergo sum", was eine Anspielung auf die Blödheit des Orpheus ist. (Wer Latein kann, weiß, was der Spruch bedeutet. Wer es nicht kann - Pech.)

Daraufhin geht Orpheus ratlos davon, was in Kapitel 156 (Orpheus geht wieder weg und fragt sich, was Charon gesagt hat) beschrieben wird.

Tod

Eines Tages kam Hades darauf, dass alle in der Unterwelt tot sein müssen. Da auf der Styx keine Autos fahren und Autobomben daher unmöglich sind, ließ Hades Charon mit einer "Bootsbombe" umlegen. Als Charon frohgemut sein Boot bestieg, machte es BUMM. Danach fuhr Charon ganz normal weiter, nur mit dem Unterschied, dass er jetzt ein bisschen durchsichtiger ist (siehe auch Geist) und mit seinem Tod eine ewige Unterwelt-Lizenz erhalten hat.